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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-09-01 · Heft 9 (September 1913) · p. Seite 133

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 9 (September 1913)
Article
Die jüdische Einwanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1911 - 12
Date
1913-09-01
Page
Seite 133 (sequence 5)
Language
German
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— 133 - Weißnäherinnen .4 672 Putzmacherinnen .581; Hutmacher ... 398 Friseure .... 453 j Kürschner ... 415 j zusammen . 20 463 25,3% j der Gesamteinwanderung und 56,6% aller j gewerblich Vorgebildeten. Es sei dabei nur! kurz darauf aufmerksam gemacht, daß die j jüdischen Handwerker der betreffenden j Branche in Rußland nur 15,46% der gesamten j jüdischen Bevölkerung und nur 35,53% aller \ jüdischen Handwerker Rußlands bilden. Diese j Handwerker wandern mithin 1 Vi mal so stark ■ aus, als sie ihrer Zahl im Auswanderungs-; lande nach eigentlich auswandern sollten, j Schlimm steht es also mit dem jüdischen : Handwerk in Rußland. Was die Zahl der Zurückgewie - I s e n e n anbetrifft, so stehen die Juden in! dem letzten Berichtsjahre verhältnismäßig j günstig da. So wurden von den Juden j 1 064 Personen, d. h. 1,3% von der Landung! zurückgewiesen, dagegen 2 321 Italiener, d.h. 1,4% und 16 057 Personen bei der Gesamteinwanderung, d. h. 1,9%. Die größte Zahl der Juden wurde deshalb abgewiesen, weil sie der Öffentlichkeit zur Last fallen könnten, nämlich 455 Personen, d. h. 42,7%, dann kommen 246 Personen, d.h. 23,1%, die ein ärztliches Attest über einen körperlichen oder geistigen Defekt hatten, der die j Fähigkeit des Fremden, seinen Lebensunter- | halt zu verdienen, beeinflussen könnte, und j endlich 162 Personen, d. h. 15,2%, die Trachoma hatten. Zum Schluß möchte ich eine Erscheinung kurz untersuchen, die bis jetzt in der Lite-! ratur sehr — und mit Unrecht — ver- | nachlässigt wurde, ich meine die jüdische j Auswanderung aus Amerika.; Denn wenn es statthaft ist, die Resultate der 1 sozialwissenschaftlichen Analyse der jüdischen Auswanderung zu benutzen, um auf die Lage der Juden in den alten Auswanderungsländern Rückschlüsse zu ziehen, ist es ebenso verständlich, wenn auch das jüdisch-amerikanische Leben bei der Untersuchung der jüdisch-amerikanischen Auswanderung manch neues Streiflicht gewinnt. Es wanderten aus Amerika im Jahre 1911—12 7 418 (9,2 %) Juden aus. Die Zahl ist nicht groß, insbesondere wenn man sie mit der Zahl der italienischen Auswanderer vergleicht; so wanderten in demselben Jahre 109 887 Italiener aus, was 67,7% der ganzen italienischen Einwanderung ausmacht. Doch darf das bei dem Saisoncharakter der italienischen Wanderungen nicht weiter Wunder nehmen. Die Mehrzahl der Juden, die auswanderten, lebte die letzte Zeit in N e w - Y o r k. So wanderten aus New-York allein 5 842 Juden zurück, was 78,7% aller Auswandererausmacht. Es ist interessant zu beobachten, wie die Juden doch hauptsächlich in die Länder zurückkehren, die sie vor einigen Jahren verlassen haben: so gingen zurück nach Rußland 4 448 Juden =59,9%, nach Österreich-Ungarn 2 121—28,5%, nach Großbritannien 279 3,7%, nach Rumänien 122=l,6%und nach Deutschland 52 0,7%. — Es gab unter den Auswanderern 5 648 (76,1%) Männer und 1770 (23,9%) Frauen, ferner Kinder unter 14 Jahren 395 =5,9%, Erwachsene zwischen 14—45 Jahren 6 012 82,2% und über 45 Jahren 1011 13,5%. Die Verteilung nach dem Geschlecht und dem Altersaufbau der Auswanderer unterscheidet sich also recht sehr von demjenigen der Einwanderer. Es wanderten viel mehr Männer als Frauen aus — und ganz wenig Kinder* Ob wir es hier nicht vorwiegend mit denjenigen zu tun haben, die nach der alten Heimat zurückfahren, um die Mütter, die Frauen oder die Kinder in das neue Vaterland herüberzuholen? — Von allen

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