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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-09-01 · Heft 9 (September 1913) · p. Seite 129

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 9 (September 1913)
Article
Die Sterblichkeit der Juden in früheren Jahrhunderten
Date
1913-09-01
Page
Seite 129 (sequence 6)
Language
German
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— 129 - tiberlassend, was er sich unter dem überaus j schwierigen Begriffe „Kind" vorstellen will j und wie weit er das Kindesalter rechnen! will; ich glaube übrigens, daß es Niemand j zweifelhaft sein kann, daß man, wenn nichts j Näheres angegeben ist, sowohl im 17. und \ 18. Jahrhundert wie auch heute noch das j Kindesalter mit dem 14. bis 15. Lebensjahr j limitierte. Daß ich mir immerhin aber etwas j Kopfzerbrechen über den Begriff Kindesalter \ machte, mag T h e i 1 h a b e r auf Seite 668 j meiner in der „Deutsch. Vierteljahrsschrift für j öffentl. Gesundheitspflege" erschienenen von | ihm zitierten Arbeit ersehen, wo ich die! Sterblichkeit nach dem Alter behandelte. \ Ich habe dort angeführt: „Wie weit das j Kindesalter reichte, läßt sich aus den Toten-; listen (der Kirchenbücher) nicht entnehmen, j Einen Anhaltspunkt gibt uns jedoch die I Bezeichnung „Knaben", welche den „Mädchen" gegenüber gestellt ist. Man darf wohl annehmen, daß das Knabenalter bis zum 14. und 15. Lebensjahr reichte und daß die älteren männlichen Individuen als Jünglinge bereits den Männern zugerechnet wurden und daß dementsprechend auch das Mädchenalter begrenzt ist." Da ich die Sterblichkeit der jüdischen Kinder mit den christlichen verglich, so durfte man wohl annehmen, daß ich für die Sterblichkeit der jüdischen Kinder dieselben Gesichtspunkte bezüglich der Altersbegrenzung zu Grunde legte und mich weiterer Ausführungen darüber enthalten konnte. Hätte T h e i 1 - h a b e r meine Arbeit vollständig gelesen, so wäre er allerdings auch um diesen Trumpf gekommen. Von Theilhaber, gegen dessen eigene Arbeiten von sachverständiger Seite recht erhebliche Bedenken erhoben werden, — wird doch u. a. gerade der wissenschaftliche Wert der Arbeit, der zur vorstehenden Erwiederung Veranlassung gegeben hat von Rößle im „Deutsch. Statist. Centraiblatt" in Frage gezogen, muß man aber verlangen können, daß er mit der wissenschaftlichen Ehre anderer Gelehrten etwas weniger leichtfertig umgeht. Soweit die allgemeine statistiche Wissenschaft in Frage kommt, wird diese selbst mit Theilhaber fertig werden, und er mag sehen wie er sich u. a. gegen den schwerwiegenden Vorwurf der Verunglimpfung der statistischen Wissenschaft, der in der „Halbmonatsschrift für soziale Medizin und Hygiene" 1913 Nr. 6 gegen ihn erhoben wird, rechtfertigt. Die Statistik der Juden aber, die eben erst zu einigem Ansehen gelangt ist, hat allen Grund darauf zu sehen, daß ihr Rennomee durch oberflächliche und nach Sensation und Effekt haschende, unter der Maske der Wissenschaftlichkeit auftretende Arbeiten nicht wieder diskreditiert wird. Von einem Statistiker, der ernst genommen sein will, ist vor allem gründliches Studium, Zurückhaltung in der Beweisführung und Nüchternheit im Urteil zu verlangen. Die jüdische Einu/üüderuns in Hie Vereinigte Staaten von Isneriks Im Jahre 1911—12. Von Wlad. W. Kaplun-Kogan. (Köln). Im Folgenden soll die jüdische Einhange mit der Einwanderung der vorigen Wanderung in die Vereinigten Staaten von Jahre. Die jüdische Einwanderung des Amerika im Jahre 1911 — 12 zur Darstellung letzten Jahres ist im Vergleich mit den zwei gebracht werden, und zwar im Zusammenvorhergehenden Jahren etwas gefallen: so

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