Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1913)
- Article
- Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Kurhessen
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 86 (sequence 6)
- Language
- German
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- 86 - Bezirk der Fulda und 222 an der Schwahn. Die meisten brachten nun der Behörde die nötigen Unterlagen bei und erhielten Schutz zu den bisher wohnhaft gewesenen Juden. 96 Familien mit313Seelen wurden „geduldet", darunter 27 bis zur Verheiratung. Die Judenlisten von 1744 und 1776 seien in ihrem Ergebnis nebeneinander gestellt, um die Zunahme innerhalb der 32 Jahre zu ersehen : 1744 1776 L In den herrschaftlichen Städten wohnten - . 170 259 IL In den herrschaftlichen 140 138 III. In den Städten der Rotenburger Quart . . 112 120 IV. In den Dörfern derQuart 121 138 V. In den adligen Dörfern 296 297 zusammen: 839 952 Vermehrung: 113 Familien. (Fortsetzung folgt.) Die Kriminalität Her Mm i Von Dr. Bruno In dieser Zeitschrift ist die Kriminalität! der Juden in Deutschland bisher zweimal auf Grund vierjähriger Durchschnittsziffern behandelt worden, und zwar im Jahrgang 1905, Heft 1, Seite 6 von R u p p i n und irn j Jahrgang 1909, Seite 49 von mir. Und es j bestand die Absicht, jetzt, nachdem die Reichsj kriminalstatistik für das Jahr i910 veröffent- I licht worden ist, in der gleichen Weise wie j früher die Kriminalität der Jahre 1907— \ 910 j einer Betrachtung zu unterziehen. j O j In diesem Augenblick wird uns nun im j Statistischen Jahrbuch für den Preußischen Staat 1912 als wertvolles Geschenk eine Statistik der Altersgliederung der preußischen Bevölkerung nach Konfessionen beschert. Und zwar ist diese Auszählung in erster Reihe erfolgt, um eine korrekte Beziehung der Zahl der Straffälligen zu der sirafmündigen Bevölkerung zu ermöglichen. Von welcher Bedeutung dies ist, um den wirklichen Anteil der Kriminalität der Juden im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zu ermitteln, hat namentlich Ruppin in dem oben erwähnten Aufsatz i gezeigt. Da die Zahl der Strafunmündigen unter den Juden ständig abnimmt, muß sich ihre Kriminalitätsziffer immer mehr zu ihren Unn Preußen Im JaHre 1910. Blau, Berlin. gunsten verschieben, wenn nicht die Möglichkeit besteht, die Verschiedenheit im Altersaufbau der Konfessionen zu berücksichtigen. Da wir diese Möglichkeit, wenn auch nur für Preußen und nur für das Jahr 1910, jetzt zum ersten Male haben, so wollen wir von unserer früheren Behandlungsweise, welche leicht zu unrichtigen Schlußfolgerungen führen kann, abweichen und uns mit der Kriminalität in Preußen im Jahre 1910 beschäftigen. Wenn wir hierbei allerdings auf den Vorteil, den mehrjährige Durchschnitts Ziffern bieten, und auf eine Vergleichung mit früheren Jahren verzichten müssen, so erscheint doch die Berücksichtigung der Altersgliederung von ungleich größerem Wert. Der Umstand, daß wir uns auf Preußen beschränken müssen, fällt nicht ins Gewicht, da die Kriminalität in Preußen von derjenigen im ganzen deutschen Reich nicht erheblich abweichen dürfte. Zur Vervollständigung der früher in der Zeitschrift veröffentlichten Zahlen werden wir die absoluten Kriminalitätsziffern für das Reich aus den Jahren 1907—1910 im „Statistischen Archiv" zum Abdruck bringen. — Aus der folgenden Tabelle ergibt sich sowohl die absolute Zahl der wegen der