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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-04-01 · Heft 4 (April 1913) · p. Seite 60

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 4 (April 1913)
Article
Die jüdische Presse in Rußland im Jahre 1912
Date
1913-04-01
Page
Seite 60 (sequence 3)
Language
German
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— 60 — qualitativ und quantitativ. Im Jahre 1910 : zählten wir 13 Organe, im Jahre 1012 bereits j 20, zu den früheren Tageszeitungen sind noch j vier hinzugekommen. Auch die Zahl der : Exemplare der Jargonpresse weist eine be- | deutende Steigerung von 140 —160000 auf j 130-240000 Exemplare auf. j Dagegen kann man in der Entwicklung j der hebräischen und russiseh-j üdisch en! Presse für die letzten zwei Jahre kaum merkensj werte Änderungen konstatieren. Die Anzahl j der Organe der hebräischen Presse ist von \ 7 auf 8 gestiegen, die Größe der Gesamt- I aufläge ist fast dieselbe geblieben; früher j schätzte man sie auf 13—15 Tausend, \ jetzt auf 14 -10 Tausend. Die Anzahl der j Tageblätter und der Wochenschriften ist j dieselbe geblieben, nur die „Hasapha" — eine; Monatsschrift des Verbandes der „Chowewe; Schefass Ewer" — ist Innzugekommen. j Auch der Stand der russisch-jüdischen Presse ist im wesentlichen derselbe geblieben wie im Jahre 1910. Sehr wichtig ist die Zeitschrift der „Gesellschaft zur Verbreitung der Aufklärung unter den Juden'4, die seit 1911 regelmäßig erscheint und von nun ab „Zeitschrift der jüdischen Aufklärung" heißen wird. Das unbestrittene Zentrum der Jargon- I presse bleibt nach wrie vor Warschau; die hebräische Presse hat keinen ausgesprochenen Mittelpunkt, als solche gelten Warschau, Odessa und Wilna, die russisch - jüdische Presse ist selbstverständlich in St. Petersburg konzentriert. Bezüglich der Parteirichtungen bleibt fast alles, was vor zwei Jahren in dieser Zeitschrift gesagt worden, in Geltung. Die nationale und zionistenfreundliche Richtung ist die vorherrschende in der Jargonpresse; die hebräische ist fast durchweg zionistisch; die russischjüdische ist die am meisten differenzierte. Als neue Erscheinungen sind zu notieren: im Jargon 1. eine illustrierte literarische Monatschrift «Die idische Welt", (Warschau). 2. eine literarische Wochenschrift „Die idische Woche", (St.Petersburg). 3. eine literarische und populärwiss ensehaf11 iche Monatssch rift „Leben und Wissenschaft", (Wilna). 4. eine Wochenschrift (die als Beilage zum „Heint" erscheint.) „Der Hausdoktor", (Warschau)* 5. eine Monatsschrift für Emigrationszwecke „Wohin". (Kiew). In der hebräischen Presse sind die Monatsschrift .Jlasapha" und in der russisch-jüdischen Presse die eben bereits erwähnte „Zeitschrift der Gesellschaft für Aufklärung" neu gegründet. Aus dem hier vorgebrachten Material geht klar hervor, daß die Jargonpresse die Massen der russischen und polnischen Juden beherrscht und mit als der wichtigste Faktor in kultureller und nationalpolitischer Hinsicht in Betracht kommt. Statistisches Archiv. Ergebnis der schuUtatisvorzunehmende Erhebung ist nach inzwischen getischen Erhebungen von troffenen weiteren Vereinbarungen auf die Miitel- 1911. In den Jahren 1901 und 1906 wurden schulen (gehobene Volksschulen) und auf die höhenach Vereinbarung der Vorstände der landesren Lehranstalten ausgedehnt worden. Unter den statistischen Aemter der Bundesstaaten ein- ' Mittelschulen sind dabei solche Schulen zu verheitliche Erhebungen über das Volksschulwesen im stehen, die über das Ziel der Volksschule hinaus- Deutschen Reiche vorgenommen. Gleichartige Ergehen, jedoch nicht zu den höheren Lehranstalten hebungen sollten in fünfjährigen Zwischenräumen zu rechnen sind. Sie sind in der Regel dadurch wiederholt werden. Die hiernach im lahre 1911 gekennzeichnet, daß an ihnen eine fremde Sprache Deutschland

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