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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. Seite 41

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 3 (März 1913)
Article
Ueber die Selbstverstümmelung der jüdischen Rekruten Russlands
Date
1913-03-01
Page
Seite 41 (sequence 2)
Language
German
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— 41 — 1. Mehr oder weniger Beschränkte. 2. Aus den Grenzgebieten (für Deutschland aus Polen und Elsass-Lothringen) stammende, des Deutschen oft nur unvollkommen mächtige und zu Hause verängstigte oder beeinflusste Leute, 3, Charakterschwache oder sich vor dem Militärdienst fürchtende Nervöse und Hysterische, 4. Leute mit psychischer Infektion, die sich auf bestimmte Gegenden beschränkt, Während Motiv 1 bei den jüdischrussischen Rekruten nicht häufig in Betracht kommen dürfte, ist den anderen um! * i so grössere Bedeutung zuzumessen. j Wie bei unseren deutschen Polen und j Elsass - Lothringern — letztere bilden j übrigens das körperlich am wenigsten j taugliche Element unserer Armee und sind daher den Anforderungen des Dienstes am wenigsten gewachsen — handelt es sich bei den Juden Russlands, bei denen die Simulation beobachtet wird, durchweg um aus den Grenz- (West-)Provinzen stammende Leute. Sie sprechen grösstenteils i Jargon, Hebräisch oder Deutsch; Russisch ist ihnen fremd. Sie kommen zum Dienst, ohne die Sprache ihrer Umgebung zu verstehen, geraten ohne Verständij gungsmöglichkeit in ein ihnen mit Sicherj heit feindliches Milieu, in eine qualvolle | Situation. Da braucht garnicht erst Verj ängstigung oder Beeinflussung von Hause j aus mitzuspielen, die Ereignisse der letzten j Jahre haben das ihre getan, um auch bei j nicht charakterschwachen Leuten den Entschluss reifen zu lassen, sich trotz Unj lauterkeit der Mittel der Militärpflicht zu entziehen. Leider ist unter den obwaltenden Verhältnissen das in Rede stehende Vergehen nur zu begreiflich, „leider" deshalb, weil seine Ausführung vom Standpunkt der russischen Juden ebenso sehr wie von dem aller andern zu bedauern ist. Die mannigfachen Gründe hierfür sind leicht zu erkennen. Noch eine zweite Analogie besteht zu unsern Elsässern. Es handelt sich nämlich bei den russischen Juden wie bei diesen sehr häufig um körperlich zum Militärdienst wenig geeignete Elemente. Bei beiden bleibt der körperliche Durchschnitt hinter dem landesüblichen zurück und die eingestellten Mannschaften gehören zu den Schwachen in der Truppe: eine Schwierigkeit, die jeder Gediente zu würdigen weiss. Sind schon in normalen Zeiten und in weiten Kreisen der gut situierten Juden Westeuropas durch die Vernachlässigung der körperlichen Ertüchtigung ähnliche Unterschiede in der Ausbildung des Körpers gegenüber der Bevölkerung des Landes zu erkennen, um wie viel stärker müssen sie sich in Russland bemerkbar machen. Der Jude dort ist von Jugend auf geistig tätig, viel mehr als der westliche Glaubensgenosse, der Nichtjude viel weniger als der Durchschnittsrekrut Europas. Furchtbar sind die Wohnungsverhältnisse, allgemein besteht Unterernährung, fortgesetzt hindert die Angst ums Leben, um Haus und Hof jede ruhige Entwicklung, — alles Faktoren, die den körperlichen Durchschnitt immer mehr verschlechtern. Es ist bekannt, dass in den der russischen Grenze benachbarten Universitätskliniken von Königsberg und Breslau und weiterhin in Berlin bei russischen Juden seit dem Aufleben der Pogrome schwere degenerative Nerven- und Stoffwechsel-Krankheiten in gesteigerter Menge beobachtet werden, ja es sind bei diesen jüdischrussischen Patienten ganz neue schwere

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