Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 3 (März 1913)
- Article
- Die Neigung zu Mischehen
- Date
- 1913-03-01
- Page
- Seite 40 (sequence 5)
- Language
- German
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— 40 — res auf mehrere zusammenwohnende Bej Es wäre das Sache der praktischen Anvölkerungsgruppen auszudehnen. Dies j wendung bei konkreten Fällen, bietet jedoch keine neuen Gesichtspunkte, j üefc« die Seib$toer$!utttmeltHig i Von Dr. med. H. E 1 In der deutschen Armee ist Simulation von Krankheiten eine Seltenheit und wird es immer mehr. Während noch in den Jahren 1873—93 jährlich etwa 20 Fälle zur kriegsgerichtlichen Verurteilung kamen, waren es von 1894—1908 insgesamt 43. An dieser auffallenden Verminderung sind einerseits kriegsministerielle Verfügungen schuld, die das Zustandekommen der Verhandlung erschweren, andererseits die zunehmende Sicherheit der Militärärzte in der Entlarvung der Simulanten. Ueber jüdische Simulanten im deutschen Heere ist weder in den Sanitätsberichten der preussischen Armee noch in der deutschen militärärztlichen Zeitschrift etwas zu finden. Offenbar ist nirgends aufgefallen, dass sich gerade jüdische Rekruten durch häufigeres Begehen dieses Deliktes auszeichnen. In Russland liegen die Verhältnisse ganz anders.1) Dort ist seit etwa 2 Jahrzehnten die Zahl derjenigen, welche, um von der Ableistung des Militärdienstes frei zu kommen, sich selbst verstümmeln und Krankheiten vortäuschen, ausserordentlich im Zunehmen begriffen, und es scheinen sich aus dem ausgeschiedenen Sanitätsunterpersonal geradezu Spezialisten für Herl) Siehe Blau: Deutsche militärärztliche Zeitschrift 1908 S. 97 ff. 1909 S. 550 ff. 1910 S. 146 ff. 1912 S. 779 ffler jidisclKü ReKrutett RiuiiatuU lern, Frankfurt a. M, I Stellung von Militäruntauglichkeit her- I ausgebildet zu haben, Wenigstens stimmen j die Berichte der später Ueberführten darin! lückenlos überein, dass sie von „Feldscheren" gegen hohes Entgelt „behandelt"; worden seien. Diese Leute suchen die Ob- | jekte für ihr sauberes Gewerbe naturge- | mäss in Kreisen, für die die Einstellung I mit ganz besonderen Schwierigkeiten ver- | knüpft ist, also besonders auch in jüdij sehen; dies mag dazu beitragen, dass die I Juden etwa 50 Prozent der Krankheit Vor-! täuschenden in der russischen Armee | darstellen. Wenn auch die Initiative oft j genug von ihnen selbst ausgehen wird, | stellt doch die Behandlung und Belehrung i durch die mit allen militärischen Ver- | hältnissen Vertrauten eine so erhebliche i Erleichterung dar, dass eine Häufung; dieser Vergehen die Folge sein kann. Von | der sich bietenden Gelegenheit würden die beteiligten Kreise zweifelsohne, ebenso wenig wie Juden anderer Länder, falls sie j auch dort sich böte, Gebrauch machen, sie i vielmehr ebenso entrüstet zurückweisen, wenn bei ihnen nicht stark eine Disposition vorläge, die bekanntermassen auch anderwärts die Grundlage für das in Rede | stehende Verbrechen abgibt. In einer erst kürzlich erschienenen Ar- \ beit fixiert D a n n e h l2) folgende Typen als unter den Simulanten besonders häufig anzutreffende: 2) D. M. Z- Jahrgang 41, Heft 10