Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 11 (November 1912)
- Article
- Die russischen Juden in Kopenhagen
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 159 (sequence 7)
- Language
- German
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— 159 — klärt sich dadurch, dass sich in den von den j russischen Juden bewohnten \Vohnungen j jeder Gruppe verhältnismässig weniger einzelne Personen befinden und dadurch, dass viele von diesen Wohnungen stark übervölkert sind. Wie man sich erinnern wird, zeigte die Berufsstatistik für die russischen Juden eine beginnende Steigung. Dasselbe kann auf andere Weise nachgewiesen werden, nämlich durch eine Teilung der bewohnten Wohnungen in 3 Gruppen, je nachdem die Einwanderung des Familienvaters in den Jahren 1901—05, 1906—07 oder 1908—10 stattgefunden hat. Das Resultat ist aus nachstehender Tabelle i. ersichtlich. Tabelle i. ----- --------------- a b c d a b c d /i mm er an zahl Z *o £ t> go &> i i_ ci der ( O ä es o » -i o! Ö O i'«o «> £ "es Öfl c "JF1 £ *u?r7l > t£ |"S7 2 '^T1 £ bJ5 §2 g» 0/ 0 0; t ii 0/ .' Ii Wohnungen ~ C ~H .5 5 co! .£ 5 oo -i_> E/i 2 y So ü C~> y ioi ü CS i a £ ° 4J C3 3 SS T-l rCi | -Ö "TH y 2C J3 1 Zimmer .... 5 6! 17 2 6,0 3»,- 1257! 7, 9 jj » - . - 39 80 i 88 18 47,0 61,5 65,;; 64(: 3 .... 20 30 i 21 8 24„ 23,t 15,- 4 >i .... 15 ii; 0 18,. 8-i 3.7 5- -7„ .... 4 B 1 3 4>s 2... 2>! 83 130! 134 28 100,n 100!0 t00,o i00,0 Es ergibt sich, wie man sieht, eine wesentliche Verbesserung in den Wohnverhältnissen hinsichtlich der Dauer des Aufenthalts. Gleichzeitig möge hier angeführt werden, dass die durchschnittlichen halbjährlichen Mietsbeträge in den ^drei; Gruppen a« b und c 144,9, beziehungsweise 117,8 und 103,3 Kr. betragen. Bei dieser Berechnung sind die gemischten Wohnungen weggelassen, wo die Miete für Geschäftslokale und Wohnräume nicht hat von einander getrennt gehalten werden können. Die russischen Juden wandern hier als ein reines Proletariat ein: unsere Untersuchung hat uns aber gleichzeitig gezeigt, dass hierin schon nach kurzem Aufenthalt eine Verbesserung eingetreten ist, nämlich sofern es sich um ihre berufliche Stellung und ihre Wohnverhältnisse handelt, und dies kann daher unter zahllosen anderen Beweisen als ein Beweis für die einzig dastehende Fähigkeit der jüdischen Rasse, sich emporzuarbeiten, selbst unter den schwierigsten äusseren Verhältnissen, betrachtet werden. Sie Zaftt der lüde» itt Deutschland naefr der Uoi&igä&limg 99t» i. Dezember wo. Von Dr. oec. pübl. Jakob S e g al I - Berlin. Das soeben erschienene 3. Heft der Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs enthält die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung in sämtlichen Bundesstaaten. Trotzdem wir von den Bundesstaaten das Königreich Württemberg und Grossherzogtum Baden noch nicht behandelt haben, wollen wir trotzdem schon jetzt die Entwickelung im Reich betrachten, behalten