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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-10-01 · Heft 10 (Oktober 1912) · p. Seite 141

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 10 (Oktober 1912)
Article
Die russischen Juden in Kopenhagen
Date
1912-10-01
Page
Seite 141 (sequence 5)
Language
German
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— 141 — russischen Juden zeichnen sich durch sehr j hohe Prozentzahlen für die Altersgruppen! von 0—5 Jahren und 20—30 Jahren aus! Iii}d durch sehr niedrige Zahlen für die j Gruppen von 10—20 Jahren und namentlich für die höheren Altersklassen. Die alte jüdische Gemeinde weist dagegen sehr niedrige Zahlen für die Kindergruppen auf, aber sehr hohe Zahlen für die älteren Altersgruppen. Von den Mitgliedern dieser Gemeinde iässt sich nicht sagen, unser Leben währet in der Regel 70 Jahre, denn selbst von Personen von 80 und mehr Jahren findet sich noch eine recht grosse Anzahl vor, nämlich 17 Männer und 43 Frauen.*) Da die Abweichungen der beiden Gruppen von der Aitersverteilung der ganj zen Kopenhagener Bevölkerung grösstenj teils in entgegengesetzter Richtung sich bewegen, so liegt zwischen ihnen eine tiefe Kluft, was namentlich hervortritt, wenn man die Prozentzahlen für die .Altersj klassen von 0—5 Jahren, 20—30 Jahren- sowie über 40 Jahren vergleicht. Umgekehrt findet man, dass die Altersverteilung für die ganze jüdische Gemeinde nicht sehr stark von dem für die ganze Bevölkerung geltenden Verhältnis abweicht, was dem Umstände zuzuschreiben ist, dass die grossen gegenseitigen Verschiedenheiten zwischen den beiden Gruppen sich teilweise ausgleichen.! Während die Alterverteilung hinsiehtj lieh der russischen Juden wesentlich durch! das Alter der Eingewanderten in Verbin- dung mit der grossen Fruchtbarkeit der j Ehen bestimmt ist, beruht sie hinsichtlich : der alten jüdischen Gemeinde in weit; höherem Grade auf den Gesetzen, die die; *) Gemäss der Volkszählung von 1906, da die i Zi.'^X>n für die Volkszählung von 1911 noch nicht j v- .-tiiogen, eir?en wesentlichen Unterschied darü man i j^Joch rdc'ht erwarten. ' Entwicklung dieser Gemeinde hier in Dänemark beherrschen. Die niedrige Geburtenzahl und die günstigen Sterblichkeitsverhältnisse spielen hier eine wesentliche Rolle. Von Bedeutung für die Altersverteilung, namentlich für die jüngsten Altersklassen, sind aber auch die gemischten Ehen, die bei dem jüngeren jüdischen Geschlecht sehr allgemein sind, und wo die Kinder vorzugsweise zur Landeskirche gehören. Da dies ein Gebiet ist, auf welchem sich der Unterschied zwischen den beiden jüdischen Gruppen mit den schärfsten Linien kennzeichnet, so sollen im folgenden einige Aufschlüsse gegeben werden über die Zahl dieser Ehen und die Religionsverhältnisse der Kinder. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Natur des Stoffe? nach die Zahlen nur die zu Hause befindlichen Kinder betreffen. Die russischen Juden Die alte jüdische Gemeinde Rein jüdische Ehen Gemischte jüd, Ehen Zusammen Rein jüdische Ehen 3 £ *X- Ü 'S> 1^4 "5 . 3 0 3, Zusammen Anz. d. Ehepaare davon, ra. zu Hause befmdl. Kindern Jüdische Kinder Kinder, d. Landeskirche angehör. Kinder, keiner Gemeinde angehör. 322 259 675 8 6 3 6 330 265 673 - 6 430 341 847 2 1 304 221 97 351 8 734 562 944 353 9 An gemischten Ehen finden sich also unter den russischen Juden nur 8 von 330, während sie dagegen in der alten jüdischen Gemeinde einen ansehnlichen Teil der Gesamtzahl der Ehen ausmachen, nämlich 304 von 734. ürri dem entspricht auch eine äusserst verschiedene Verteilung der Kinder nach dem Religionsverhältnis. Von den zu Hause befindlichen Kindern der russisch - jüdsichen Familien gehört nur

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