Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 9 (September 1912)
- Article
- Austritte aus dem Judentum und Uebertritte zum Judentum in Wien im Jahre 1910 mit Rückblicken
- Date
- 1912-09-01
- Page
- Seite 133 (sequence 3)
- Language
- German
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— 133 — Zum Sclilusse noch einige Worte über die be ruf Ii che Zusammensetzung der Ausgetretenen: ► e r u f männl. weibliche Ehegattinnen berufstätig: sonst. Ledige Ocff. Beamte, Offiziere u. Militärbeamte, jedoch ohne die Verkehrsbeamten *) Oeffentl. Diener, Sicherheitsu. Finanzwache Militärpersonen des Mannschaftsstandes Lehrpersonen, öffentliche und private, aktive und pensionierte2) Sonstige freie Berufe 3) Gewerbe und Industrie: Selbständige Personen Höhere Angestellte Niedere Angestellte '] Ohne nähere Bezeichnung Handel: 5) Selbständige Personen Höhere Angestellte <;) Niedere Angestellte Ohne nähere Bezeichnung Verkehr:s) Selbständige Personen Höhere Angestellte Niedere Angestellte Ohne nähere Bezeichnung Tagelöhner Persönl. Dienst. Haus- und Rentenbesitzer Sonstige Berufe Unbestimmte Berufe Beruflose, und zwar: Studenten, Schüler bis 30 Jahren Mädchen Sonstige Berufiosc 3 49 4 1 44 4 17 7 15 1 1 35 35 21 Jahren, mit anderen Worten überhaupt keinem j Beruf an. Sie treten aus Heiratsrücksichten über, j 2. Uebertritte zum Judentum. Jahr männl. weibl. zus. J908 20 64 84 1907 20 58 78 1908 20 66 86 1909 22 74 96 1910 \d 73 91 13 7 1 5) Post-, Telegraphen-, Telephon- und Eisenbahnbeamte des Staates. -j Darunter auch Gesangs-, Industrie-, Musik-, Sprachlehrerinnen u. Kindergärtnerinnen. 3) Darunter Advokaten,Notare, Acrzte, Ingenieure, Architekten, akademische Bildhauer und Maler, Redakteure, Journalisten etc. 4) Darunter auch Hilfsarbeiter. 5) Darunter auch Banken und Versicherungsgesellschaften. ''} Darunter die Privatbeamten. b) Einschl. Post-, Telegraphen.,- Telephonu.Eisenbahnbeamte des Staates. Wie in der Einleitung erwähnt ist, sind die sta-; tistischen Angaben über die Uebertritte nicht so j 19 vollständig wie jene über die Austritte, Doch wollen wir auch hier das vorhandene Material kurz betrachten. Im grossen und ganzen ist die Zahl der Uebertritte, von kleinen Schwankungen abgesehen, konstant. Es treten regelmässig dreimal soviel Frauen als Männer zum Judentum über. Auch hier ist für die Frauen die Eingehung einer Mischehe die treibende Kraft- Ganz deutlich zeigt sich dies bei der Gliederung nach dem Familienstand und Alter. Von den Frauen waren im Jahre 1910 62, d. h. 67 Proz. ledig und 58, d.h. 63 Proz. standen im heiratsfähigen Alter.