Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1912)
- Article
- Zur Krankheitsstatistik der Juden
- Date
- 1912-02-01
- Page
- 17 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2650397-3187717-3187720-3192362--3317-3192384- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
»ift, fip rarbo I mk Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M. für das halbe Jahr 3,50M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das j Bureau für Statistik der i Juden, Berlin C. 2, An ( der Spandauerbrücke 15. ] Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 8. Jahrgang. Februar 1912. | Heft No. 2 INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus iar Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. B. Baneth, Berlin: Zur Krankheitssratistik der Juden. — Dr. Max Rosenfeld, Drohobycz: Die jüdische Bevölkerung Gaiiziens nach der letzten Volskzählung von 1910. — N. W. Goldstein, ftew- York: Die jüdischen Bruder-Orden in den Vereinigten Staaten. II. Statistisches Archiv. Die juden an bayerischen Hochschulen. - Zahl der militärpflichtigen Juden in Algerien 1907. — Zahl der jüdischen Schulkinder in Algerien 1904:—1908. — Verteilung der jüdischen Bevölkerung auf Stadt und Land in Kolland. III. Literatur. Hoffmann, Moses: Der Geldhandel der deutschen Juden während des Mittelalters bis zum Jahre 1330. - Trietsch, Davis: Bilder aus Palästina. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gesiatttt. Im RrÄeiissio Von B. Bau Die Statistik ist in der heutigen Zeit ein so wichtiger Hilfszweig fast aller Wissensehaften geworden, daß kein Werk, das Be-; hauptungen aufstellt, die sich auf Tatsachen ■ beziehen und auch nur durch diese stützen . lassen, ihrer zum Beweise entraten kann,; wenn es als vollwertig gelten will. Nun ist es aber ein eigen Ding um die Statistik. Bei Vielen steht sie in keinem guten Rufe, da sie zu leicht dazu mißbraucht werden kann, alles zu beweisen, was man will Und das besonders in der Medizin. Es laufen die widersprechendsten Angaben friedlich nebeneinander her, weil sie aus den verschiedensten Materialien gewonnen sind, und jedem aufrichtigen Wissenschaftler, der tiefer in die Materie eindringf, muß es klar werden, daß letzten Endes alle seine Zahlen nur ein schiefes Bild des wahreu Sachverhaltes geben Mi der luden. eth, Berlin. können: denn ob jemand gesund bleibt, krank wird oder gar stirbt, ist kein Resultat aus zwei oder drei Faktoren, sondern es ist eine Unsumme von Gesichtspunkten, wie sie nur das so überreiche Leben schaffen kann, die für das eine oder andere von mitbestimmender oder ausschlaggebender Bedeutung sind. Ahe diese Gesichtspunkte aufzufinden oder gar ein großes Material nach ihnen zu ordnen, geht über menschliches Vermögen; begnügt sich aber eine Statistik mit wenigem, so kann sie erleben, daß jeder neue Gesichtspunkt Uebelstände des alten enthält, Daher wäre es zweckmäßiger und instruktiver, einzelne Fälle herauszuheben und diese nach vielen Richtungen zu erforschen, als ein riesiges Material nach wenigen geordnet vorzulegen. Ein krasses Beispiel dafür führt E. Aue rb ach in einer sehr interessanten Statistik der Juden