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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-08-01 · Heft 8 (August 1908) · p. Seite 126

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 8 (August 1908)
Article
Zur Einwanderungsstatistik der Vereinigten Staaten
Date
1908-08-01
Page
Seite 126 (sequence 2)
Language
German
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— 126 — Ausdruck bringen, daß die aus England nach Amerika auswandernden Juden keine eingeborenen Engländer, sondern aus Osteuropa nach England gekommen oder von osteuropäischenEltern inEnglandgeboren sind und trotz der Kenntnis des Englischen ihrem kulturellen Milieu nach dem osteuropäischen Juden näher stehen als dem langeinheirnischen englischen Juden. Schließlich erwähnt Herr Philip noch, daß bei den 808 Juden, von denen es in meinem Artikel heißt, daß sie wegen ungenügender Subsistenzmittel nicht in die Vereinigten Staaten hineingelassen wurden, in der Mehrzahl nicht der Mangel an Mitteln der Grund der Zurückweisung war, sondern körperliche Gebrechen, welche es ihnen schwer machten, sich selbst zu unterhalten. Den großen Prozent der Spitalkranken unter den Juden erklärt Herr Philip durch den großen Prozentsatz von Kindern unter der jüdischen Einwanderung, bei denen Krankheiten — besonders nach einer langen Seereise — natürlich häufiger seien als bei Erwachsenen. Statistisches Archiv. Charlottenburg« Juden unter den wegen Armut unterstützten Personen in Charlottenburg. (Charlottenburger Statistik 1905, H. 14. S. 17. u. 18.) Unter den unterstützten Personen waren: Evangelische Katholiken Juden 1896/1897 2242=87,7% 307=11,5% 4=0,15 1899/1900 3702=87,1 „ 537=12,6 „ 9=0,24 1900/1901 3646=84,9 „ 559=13,0 „ 11=0,30 1901/1902 4235=82,1 „ 650=12.4 „ 24=0,56 auf 100 Bewohner (nach der Volkszählung von 1900) Evangelische 1896/1897 2,07 1899/1900 2,35 1900/1901 2,37 1901/1902 2,73 Verhältnismäßig am jüdischen Unterstützten Katholiken 2,25 2,62 2,73 3,17 größten ist also angewachsen. Juden 0,09 0,09 0,11 0,25 der Anteil Ursachen der der Unterstützungsbedürftigkeit waren: Konfession Abwesenh. d.Ernährers f1899/00 2,8 Evangelische < 1900/01 5,7 {1901/02 4,9 f1899/00 3,5 Katholische < 1 1900/01 3,4 [1901/02 5,2 f1899/00 — Juden 1900/01 . — [ 1901/02 4,2 Gebrechen Krankheit u. Altersschwäche 56,6 19,0 57,6 17,2 60.8 12,1 62.6 10.4 58.7 10,6 60,4 8,3 88.9 — 63.6 9 79^2 - zu geringer Arbeits Verdienst Obdachlk. r 1899/00 10,5 1,5 Evangelische { 1900/01 9,2 2,8 ' {1901/02 7,9 4,1 u. sonstige Fälle 9,6 9,5 10,2 f1899/00 Katholische { 1900/01 i1901/02 Juden f1899/00 { 1900/01 {1901/02 zu geringer Arbeits ' u. sonstige Verdienst Obdachlk. Fälle 2,3 5,4 5,3 11,1 9,5 8,4 8,0 UJ 14,5 12,8 9 8,3 4,2 Bayern. Itidische Zujangszöglinge in Bayern. Im jähre 1905 wurden überhaupt keine jüdischen Minderjährigen der Zwangserziehung unterworfen, während die Gesamtzahl 465 betrug. Im Jahre 1906 kamen auf 564 Zwangszöglinge 2 jüdische, 1 in Unterfranken und 1 in Mittelfranken. (Zeitschrift des Kgl. Bayerischen Statist-Bureaus 1907, Seite 332.) Dr. Hoppe. Hessen. Juden in Hessischen Strafanstalten im Jahre 1905/06. Unter den im Jahre 1905/06 den hessischen Strafanstalten zugegangenen Sträflingen waren (nach der Stat. für Großherzogtum Hessen 1908) Zellenstrafanst. Männer Zuchth. Gefgn. Evang. 37 337 Kath. 32 229 Juden 7 Landeszucht¬ Gefängnis in haus Darmstadt Män. Fr. Sa. u. Mainz Män. Fr. Sa. 39 6 49 268 49 150 29 4 33 192 27 139 1 — 1 3 14 im Ganzen Män. Fr. Sa, 681 59 740 482 31 513 10 1 11 Am 1. Dezember 1905 beiief sich die jüdische Bevölkerung au! 11993 männliche und 12706 weibliche Personen, im Ganzen 24699, während die Gesamtbevölkerung sich aus 349394 Männern, 347036 Frauen, im Ganzen 696 430 Personen zusammensetzte. Von Personen über 15 jähren, die je für die Strafanstalt fast ausschließlich in Betracht kommen, hatte die Gesamtbevölkerung 235351 männliche,

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