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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-05-01 · Heft 5 (Mai 1908) · p. Seite 76

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 5 (Mai 1908)
Article
Die bestehenden Mischehen in Preußen und die konfessionelle Erziehung der Kinder
Date
1908-05-01
Page
Seite 76 (sequence 3)
Language
German
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— 76 Rücksicht auf deren späteres Fortkommen stärker zum Ausdrucke kommt als bei den Mädchen. Merkwürdig ist, daß in einzelnen Fällen die Kinder jüdisch sind, auch wenn kein Elternteil jüdisch ist. So gibt es aus Mischehen zw. protestu Mann u. kathoL Frau 1 jüd. Kind „ „ „ „ freirelig. „. 4 „ „ „ freirelig. „ evangL » 9 „ „ Es wird dies höchstwahrscheinlich damit zusammenhängen, daß ein Elternteil, der jetzt nicht jüdisch ist, früher jüdisch war. Statistisches Archiv. Berlin. €inkommenfteuer bei Chriffen und luden in Berlin 1904/5. In dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin, 30. Jahrgang, findet sich folgende Tabelle über die Steuerpflichtigen, welche im Etatsjahre 1904/1905 zu einem Steuersatze von 21 M und mehr veranlagt waren. Religion Steuer* Pflichtige Prozent der Gesatntzahl der Zensiten \ C v « O <n E m ** 3 *» «ICD 2 O 3 55 x <o W e -*-> .5 w 4> M Prozent des Gesamtsolls Einkommeng steuersoll pro Kopf Evangelische . 144797 74,991 19322208 61,206 133,44 Katholiken . . 14729 7,628 1589443 5,035 107,91 Andere Christ. Dissident, etc. 987 0,511 280575 0,889 284,27 29049 15,044 9554392 30,265 328,99 Sonstige . . . 16 0,008 1176 0,004 73,55 Garnison . . . 3510 1,818 821088 2,601 233,90 Zusammen . . [193088[100,000|315688821100,000| 163,49 Die Juden bilden also, obwohl sie im Jahre 1905 mit nur 4,84% an der Gesamtbevölkerung Berlins beteiligt waren, 15,044% der Gesamtzahl der Steuerzahler mit einem Steuersatze von 21 M und darüber; sie brachten 30,265%, also fast ein Drittel, des gesamten Einkommensteuer* solls auf. Auch in der Höhe des auf den Einzelnen entfallenden Einkommensteuerbetrages stehen die Juden mit 328,99 M an erster Stelle und weit über dem Durchschnittsbetrage von 163,49 M. Die jüdifdten Gemeinden in Berlin im Jahre 1905. Dem Statis* tischen Jahrbuch der Stadt Berlin 30. Jahrgang, entnehmen wir folgende Tabelle, die sich auf das Jahr 1905 bezieht und Angaben über die wich* tigsten Berliner Gemeinden enthält Berlin. Gottesdienstliche Einrichtungen und Handlungen Jüdische Gemeinde Berlin Reform- Gemeinde Adass jisroel Beth Zion Ahawath thora Ahawath reim Zahl der Geistlichen . 7 4 2 1 1 1 Beitragzahh Mitglieder 30371 530 384 174 ca. 80 128 Trauungen durch die Gemeinderabbiner . . 519 15 35 25 1 5 1706 — 24 6 — 4 Frankfurt a. fIL Die Bewegung der Bevölkerung in Frankfurt a. Hl. im Jahre 1906 wird in den Tabellarischen Uebersichten, betreffend den Zivil stand der Stadt Frankfurt a. Main im Jahre 1906 (Frankfurt a. M. 1907) vom Statistischen Amte der Stadt Frankfurt dargestellt Es sind danach im Jahre 1906 3820 Ehen geschlossen worden, die sich nach dem Religionsbekenntnis der Eheschließenden, wie folgt, verteilen : Religion der Frauen Männer svangel. ■5 <n o JS >—• <3 .1 israellt. iissident md ohne Angabe | usammen ü ~o N Evangelische 1642 625 10 2» 2279 Katholische 565 763 8 1 1337 Israelitische 14 7 158 1 180 Dissidentische und ohn, Atigabe 14 5 1 4 24 zusammen 2235 1400 177 8 3820 Da Frankfurt a. M. bei der letzten Volkszählung am t 12. 1905 unter 334978 Einwohnern 202502 Evangelische, 105814 Katholiken, 23476 Juden und 3186 Dissidenten u. Personen unbekannter Konfession zählte, so entfallen (von den Dissidenten wegen der Kleinheit der absoluten Zahl der Heiraten abgesehen) auf je 1000 Evangelische 11,2 Eheschließ, (geg. 10,9 im Jahre 1905) Katholiken 12,9 „ ( „ 11,7' „ „ 1905) Juden 7,6 „ ( „ 7,7 „ „ 1905) Die Juden haben also die relativ geringste Zahl von Eheschließungen aufzuweisen. Den 158 rein jüdischen Ehen stehen 22 Mischehen eines jüdischen Mannes mit einer christlichen Frau und 19 Mischehen eines christlichen Mannes mit einer jüdischen Frau gegenüber. Es heirateten demnach 12,51 % aller heiratenden jüdischen Männer und 10,73% alier heiratenden jüdischen Frauen einen nichtjüdischen Ehegatten, was gegen das Jahr 1905 eine Steigerung um 1,64%, beziehungsweise 1,34% bedeutet Dieser Prozentsatz ist an sich nicht unerheblich, allerdings weit geringer als bei den Evangelischen und

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