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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1908-01-01 · Heft 1 (Januar 1908) · p. Seite 7

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1908)
Issue
Heft 1 (Januar 1908)
Article
Taufbewegung der Juden in Österreich
Date
1908-01-01
Page
Seite 7 (sequence 2)
Language
German
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Tabelle IL Dem Zivilstande nach waren von den Ausgetretenen Dem Zivilstande nach waren von den Ausgetretenen im Jahre ledig verheirat,, verwit. od. geschieden im Jahre ledig verheirat,, verwit. od. geschieden 1886 1887 1888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 107 208 196 219 225 250 247 316 308 75 85 61 84 77 99 67 89 81 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 1903 312 339 313 322 367 410 388 434 423 98 104 140 112 115 151 163 167 159 Ledige und nur V4 (1927) sonstigen Standes. Es bestätigt dies die bekannte Tatsache, daß der wichtigste Grund für die Taufe die Heirat mit einem christlichen Ehegatten ist. Dies wird in Österreich um so häufiger vorkommen, als hier die Mischehe zwischen Christen und Juden nach dem geltenden Rechte unzulässig ist. Darauf weist auch das Alter der Ausgetretenen, wie es sich aus Tabelle III ergibt, hin. Fast die Hälfte aller Ausgetretenen (3620=49%) stand im Heiratsalter von 20 bis Tabelle III. Dem Alter nach waren von den Ausgetretenen . . . alt im Jahre 14-20 20-30 30—40 über Jahre Jahre Jahre 40 Jahre 1886 32 132 67 41 1887 43 137 69 44 1888 34 135 61 27 1889 50 129 79 45 1890 44 155 64 39 1891 55 155 88 51 1892 58 172 53 31 1893 66 186 99 54 1894 67 182 96 44 1895 58 204 109 39 1896 70 268 102 53 1897 54 207 114 78 1898 58 207 93 76 1899 64 258 96 64 1900 74 270 146 71 1901 71 278 137 65 1902 98 297 133 73 1903 77 298 136 71 30 Jahren, dagegen waren nur 966 (=13%) über 40 Jahre alt. Natürlich sprechen die erwähnten Umstände ebenso für den zweitwichtigsten Grund der Taufen, das Fortkommen im Beruf. Bekanntlich ist der Taufschein eine notwendige Bedingung zur Aufnahme in zahlreiche Ämter wie auch zum regelmäßigen Aufstieg. Was schließlich die Kirche betrifft, der sich die getauften Juden zuwenden, so gibt darüber die Tabelle IV Aufschluß. Daß die meisten der Abfallenden im Schöße der Tabelle IV. Es sind Juden übergetreten zu Jahr der der den Konsonst. Konkatholisch. evangel. fessions' fessionen und unbekannt Kirche Kirche losen 1886 139 48 76 9 1887 158 37 57 41 1888 129 48 52 28 1889 168 76 44 15 1890 168 66 64 4 1891 204 79 51 15 1892 194 60 57 3 1893 236 94 74 1 1894 203 86 98 2 1895 226 69 108 7 1896 275 79 85 4 1897 263 90 92 8 1898 231 116 92 5 1899 236 137 88 21 1900 286 157 98 20 - 1901 265 149 114 23 1902 313 161 106 21 1903 272 161 125 24 katholischen Kirche, als der herrschenden im Lande, ihr Heil suchen, kann natürlich nicht wundernehmen. Vielmehr erscheint es sonderbar, daß die zum Katholizismus Übergetretenen nur etwas mehr als die Hälfte sämtlicher Täuflinge (3966=53,6 %) ausmachen, während dem Protestantismus, dessen Bekenner nur 1,09 % der gesamten österreichischen Bevölkerung bilden, 1713 (=23,1 %) Juden zugefallen sind. Ein Fünftel aller Ausgetretenen (nämlich 1471=19,9%) hat sich konfessionslos erklärt. Letztere dürften sich ausschließlich aus solchen rekrutieren, die die Heirat mit einem nichtjüdischen Ehegatten zum Austritt

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