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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1911-11-01 · Heft 11 (November 1911) · p. Seite 165

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
7 (1911)
Issue
Heft 11 (November 1911)
Article
Der Untergang der deutschen Juden
Date
1911-11-01
Page
Seite 165 (sequence 4)
Language
German
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— 165 — Kapitel „Die unehelichen Geburten". Wir geben nachstehend eine Probe. Teilhaber behauptet: „Es gab in den folgenden Jahren im Durchschnitt uneheliche Geburten in Preußen: 1821/30 31 1831/40 37 1841/50 50 18(51/65 102 Im Verhältnis zu eigenen Geburtenzahl treffen auf 100 jüdische Geburten uneheliche 1821/30 0,5 1831/40 0,66 1841/50 Ü56f> 18G1/Ö5 L2 In Wirklichkeit lauten die Zahlen folgendermaßen: Es gab in den folgenden Jahren im Durchschnitt uneheliche Geburten in Preußen : 1821/30 : 94 1831/40 : 127 1841/50 : 161 1861/65 : 305 Im Verhältnis zur eigenen Geburtenzahl treffen auf 100 jüdische Geburten uneheliche: 1821/30 : 1,69 1831/40 : 2,0 1841/50 : 2,11 1861/65 : 3,58.*. Diese kleine Stichprobe mag genügen. Das Buch Theilhabers enthält meist längst Bekanntes, so über den Geburtenrückgang, die Mischehen, die Ostmarkenfrage usw., was in dieser Zeitschrift und in unseren Publikationen schon oft gesagt worden ist, und viele unbewiesene Behauptungen. Im großen und ganzen können wir in dem Buche in seiner jetzigen Form keine Bereicherung unserer Kenntnis von der gegen wärt igen Lage der deutsehen Juden erblicken. Wenn T h e i Ih a b e r in einer Neuauflage seines Buuhes die vorhandenen Fehler ausmerzt, sich auf beweisbare Tatsachen beschränkt, den Stil der Würde des Problems anpaßt und die Zitate richtig und vollständig angibt, wünschen wir dein Buche weite Verbreitung. Immerhin besteht schon jetzt das Verdienst Theilhabers darin, daß er weitere Kreise auf die sozialen Gebrechen der deutschen Judenheit aufmerksam gemacht hat, was durch unsere Zeitschrift natürlich nicht in dem Maße erreicht werden kann. J. S. ■■') Vgl. 3. jahrg. der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden,"* Heft 5, Seite 71. Statistisches Archiv. h«T =i' Ahmten in Ungarn 1903 und 1909; und 1909 26 432. Worauf dieser RacHgan-j zurückzu< «ngarn. p njit Rückblick bis 1831. Vom Jahre j führen ist, läßt sich ohne eingebende Untersuchung nicht ,!—-^====-==:' 1881 bis 1897 Ist in Ur-garn die abso-; feststellen, jedoch durfte das Eindringen neomaithusialute Zahl der jüdischen Lebendgeburten stär.dig gestiegen. nischer Ideen von Einfluß sein. Auch bei der Gesamt« Sie ^betrug 1881 22892, 1885 24848, 1890 25 937 und bevoiherung zeigt sich ein Nachlassen der Geburten* 1897 29109. Von da ab begann ein langsames Sinken. Häufigkeit. 1902 waren es bereits nurmehr 28490, 1904 27507 Jahr Es betrug die absol. Zahl d. Geburt, hei der Es trafen Geburten auf je 1000 Personen der Ges.-Bev. : Katholiken Protestant. Israeliten Ges.'Bev, Katholiken Protestant Israeliten 1908 1909 755888! 486130 1 132444; 2Ö10!) 776395 i 497152 j 134870 26432 36,30 37,87 : 33,50 27,94 3694 : 38,26 33,87 27,97 Die jüdische Geburtenziffer Ist demnach sehr viel Interessant ist folgender Ueberblick Ober die Entwicklung niedriger als die der übrigen Konfessionen. Stärker als der Geburtlichkeit in Ungarn nach Jahrfünften. der Durchschnitt Ist die Fruchtbarkeit der Katholiken.

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