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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1911-03-01 · Heft 3 (März 1911) · p. Seite 36

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
7 (1911)
Issue
Heft 3 (März 1911)
Article
Georg von Mayr und die Statistik
Date
1911-03-01
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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— 36 — geblich aus Ersparnisgründen, als quantite* negligeable zu betrachten, nicht billigt, sondern die herkömmliche Berücksichtigung des auch politisch und sozial erheblichen Differenzierungsmomentes der Konfession in der deutschen Statistik als einen wertvollen Vorzug derselben vor der Statistik der meisten ausländischen Staaten (namentlich England und Amerika) schätzt. Anderseits hatte M a y r aus seinen Erfahrungen in der amtlichen Statistik gelernt, daß dem Konsumenten der amtlichen Statistik eine gewisse Bescheidenheit ziemt. Die Weiterverarbeitung der Ergebnisse der amtlichen Statistik, sei es des Urmaterials, sei es der publizierten Ziffern, ist ihm eine Aufgabe besonderer statistischer Institutionen, die entweder von derjenigen Bevölkerungskategorie, in deren Interesse sie liegen, zu halten oder als gemeinnützige Anstalten zu begründen wären. Yon diesem Standpunkt begrüßte Mayr die Gründung besonderer Organisationen für die Statistik der Juden bei der Gründungsversammlung des Vereins für die Statistik der Juden in München, die er mit seinem Besuche beehrte, auch im Interesse der Wissenschaft. Auch den aus diesem Verein hervorgegangenen Arbeiten brachte er stets großes Interesse entgegen, wie auch wertvolle Mitarbeiter der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" sich mit Stolz seine Schüler nennen. An den Schluß dieses Festartikels, durch den Verfasser seiner Verehrung für Mayr Ausdruck zu geben wünscht, sei ein markanter Satz aus der Feder von Mayr gestellt: „Nur niedergehende Völker verachten die Statistik. Die aufstrebenden lieben sie." ist die Kriminalität der Juden Rassenkrlminalitiit? Von Dr. Rudolf Was Die Ursachen der Kriminalität der Juden beschäftigen immer wieder aufs neue die Gemüter. Es vergeht kein Jahr, das nicht neue Arbeiten bringt! Dabei dreht es sich denn meist um die Stellungnahme zu der Frage, ob die Kriminalität der Juden Berufs- oder vorwiegend Rassekriminalität ist. Von den meisten dieser Untersuchungen ist an dieser Stelle schon die Rede gewesen. Dagegen ist die Arbeit des Chefs der gerichtlichen Statistik in Amsterdam J. R. B. de Koos „über die Kriminalität der Juden"; s e r m a n n, München. (Monatsschrift für Kriminalpsychologie, VI. Jahrg., S. 193 ff.) bisher undiskutiert geblieben. Diese Arbeit bringt uns neues Material über die Kriminalität der Juden. Sie verschafft uns nämlich — was wir bisher nur in ungenügendem Maße besaßen — ein anschauliches Bild der Verfehligkeit der in den Niederlanden lebenden Juden. Darnach ist die Kriminalität der Juden im Beobachtungszeitraum zurückgegangen. Es wurden bei den Bezirksgerichten (Arondissementsrechtsbanken) 1896; 1897 , 1898! 1899 j 1900! 1901 1902 1903 i 1904 i 1905 1906 verurteilt...... auf 100000 Juden . . . Sie ist damit wesentlich günstiger als die der Katholiken und Protestanten, die 1896 385,4 bzw. 280,8 und 1906 immer noch 298,0 bzw. 222,0 betrug. De Koos hat nun, um einen genaueren 227! 245 I 209 f 165 j 187 j 184 j 219 222,6 I 238,7 j 202,3 1158,7 1178,5 j 173 j 202,7 199 181,3 216 | 177 \ 160 193,8 I 156,5! 139,5 Einblick in die Kriminalität der Juden zu gewinnen, berechnet, welches im Durschnitt der Jahre 1901 bis 1905 inkl. ihre Beteiligung an den einzelnen Delikten war. Er führt seine Ergebnisse allerdings leider nicht in Tabellen-

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