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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-12-01 · Heft 12 (Dezember 1910) · p. Seite 180

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 12 (Dezember 1910)
Article
Die Auswanderung der Juden nach Galveston
Date
1910-12-01
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 180 — % Männer Frauen Zusammen verheiratet...... 70,52 23,48 83,75 16,25 77,29 ledig..........; 22,71 100,0 100,0 100,0 Die Tabelle zeigt uns dann, daß die Zahl der ledigen Männer 23,48 Prozent, die der ledigen Frauen aber nur 10,25 Prozent beträgt. Unter den Emigranten im Alter unter 20 Jahren waren nur 5 verheiratete. Ein großes Interesse bietet auch die berufliche Gliederung der Galveston-Emigranten. Hierüber besitzen wir Angaben von 1810 Männern und 138 Frauen, d. h. von 75 Prozent der Gesamtzahl der Auswanderer und 83 Prozent derjenigen, die bereits über 14 Jahre alt sind. Die 1810 Männer gehörten folgenden Berufen an: Schuhmacher und Sattler 217 Schneider 170 Tischler, Möbelmacher und Stellmacher 160 Schlosser 93 Gerber 65 Schmiede und Klempner 61 Färber 52 Fleischer 40 Mützenmacher 38 Bäcker 36 Böttcher 30 Weber 24 Müller 24 Mechaniker und Elektrotechniker 24 (ohne höhere Bildung) Uhrmacher 21 Buchbinder 20 Maurer 10 Friseure 12 Sonstige Handwerker <"0 Insgesamt Handsjgrker Tagelöhner Fabrikarbeiter Landwirtscli aftl i ehe Arbeiter Fuhrleute Verschiedene Handarbeiter zusammen iiisgtSümt Handwerker und liandarbfifer im 103 68 30 _ÜI _238 1411 Händler und Kaufleute 184 Handlungsgehilfen 151 Handeltreibende zusammen 555 Insgesamt 1746 Freie Berufe (Lehrer. Dentisten u. a. m.) 23 Unbestimmte Berufe 47 Zusammen 70 Summa 1816 In Prozent Handwerker 64,60 Handarbeiter 13.10 Händler und Handlungsgehilfen 18,45 Freie Berufe 1,26 Unbestimmte Berufe 2,59 iooTT Von den 138 Frauen waren beschäftigt als Schneiderinnen nnd Weißnäherinnen 112 Zigarettenarbeiterinnen 5 in verschiedenen sonstigenBerufen(Friseurin, Strümp rwirkerin, Handelsgehilfin. Hebamme, Mägde und andere) 21 Summa 138 Der prozentuale Anteil der Handwerker und der übrigen Handarbeiter an der Gesamtzahl der männlichen Emigranten war etwas höher als 77 Prozent, der Händler und Handlungsgehilfen beinahe 19 Prozent, der liberalen Berufe nur 1,26 Prozent und der unbestimmten Berufe ganz unbedeutend, etwa 2,59 Prozent der Gesamtzahl. Unter den Frauen, deren Berufe oben aufgezählt worden sind, stieg der prozentuale Anteil der Handwerkerinnen und sonstigen Handarbeiterinnen bis auf 98 Prozent. Schon die oben angeführte allgemeine Einteilung der Berufe zeigt den besonderen Charakter der Galvestoner Auswanderung. Zunächst soll auf den geringen Prozentsatz der unbestimmten Berufe unter den nach Gelveston Emigrierenden hingewiesen werden im Vergleich zu dem unter den nordamerikanischen Emigranten. Unter den letzteren beträgt der Prozentsatz der unbestimmten Berufe nicht weniger als 12 Prozent,1) bei l) D r. Vormberg: „Die jüdische Emigration* S 5\.

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