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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-10-01 · Heft 10 (Oktober 1910) · p. Seite 145

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 10 (Oktober 1910)
Article
Zur Statistik der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt a. M.
Date
1910-10-01
Page
Seite 145 (sequence 9)
Language
German
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Auf 27G5 rein jüdischen Ehen entfielen auf 3,5 angewachsen, gegenüber 2 Piozent 98 Mischehen, der Prozentsatz ist demnach im Jahre 1864. (Fortsetzung folgt.) Jndenwsnilerangen in Preussen. Von Dr. Bruno Blau, Berlin. Die wichtige Frage, ob und in welchem i Es war hierbei, wie erwähnt, notwendig, Umfange während der letzten Jahrzehnte ein; die natürliche Zunahme der jüdischen Be- Wechsel der jüdischen Bevölkerung Preußens : völkerung mit ihrer Zunahme bezw. Abnahme, stattgefunden hat, welche Landesteile dadurch die durch Wanderungen hervorgerufen ist, m an Bevölkerungszahl gewonnen und welche Beziehung zu setzen. Denn erst dadurch verloren haben, ist bisher in einwandsfreier gelangt man zu einem klaren Bilde der Weise nicht klargestellt worden. Man be- WanderungsVerhältnisse. Es genügt nicht, gnügte sich zumeist damit, mit Vermutungen \ einfach festzustellen, daß eine Provinz im und unbewiesenen Behauptungen zu operieren. | Jahre 1875 S 000 und im Jahre 1005 1 000 Eingehender hat man sich mit der Wändej jüdische Bewohner hatte; die daraus gezogene rnngsfrage wohl überhaupt nur insoweit bej Schlußfolgerung, daß die betreffende Provinz faßt, als es sich um die Abwanderung der Juden i von 1875 bis 1905 2 000 Juden durch Ahaus den preußischen Ostmarken handelt, j Wanderung verloren habe, wäre irreführend. In dieser Beziehung ist auf die Arbeiten von j Es muß vielmehr noch geprüft werden, ob B r e s 1 a u e r („Die Abwanderung der Juden j in jenem Zeitraum in der Provinz eine n a - aus der Provinz Posen," Denkschrift im Aufj tür liehe Zunahme der Bevölkerung statttrage des Verbandes der deutschen Juden gej gefunden hat und gegebenenfalls, wie stark fertigt: Berlin 1909) und Rudolf Wasser-! dieselbe war. Stellt sich dabei heraus, daß mann (Ztschr. f. Demogr. und Statistik der j in der Vergleichsperiode die natürliche Zu¬ Juden, 1910, Heft 5) hinzuweisen. Doch auch! nähme 500 war, d. h. daß 500 Juden mehr in diesen Untersuchungen ist trotz aller Gründ- \ geboren als gestorben sind, so müssen diese lichkeit das Problem nicht gelöst, da zur Be-; 500 Personen zu der vorher ermittelten rechnung der Abwanderungsziffer nur die i Differenz von 2 000 hinzugezählt werden Bevölkerungszahlen der Vergleichsjahre gegen-; wenn man den wirklichen Wanderungs vertust übergestellt werden, ohne daß dabei die j ermitteln will. Denn die 500 Mehrgeborenen natürliche Zunahme der Bevölkerung berück- \ sind ja im Laufe der Zeit zu den zuerst vorsichtigt wird. Breslauer (Tabelle C, An-; banden gewesenen 3 000 auch noch hinzumerkung) hat diesen Mangel zwar erkannt, aber \ gekommen und waren bis zum Schluß der die erforderlichen Ziffern nicht berechnet. Und \ Periode ebenfalls verschwunden; natürlich in der Tat, diese Berechnung ist nicht ganz leicht; brauchen nicht gerade die Mehrgeborenen und erfordert recht umfangreiche Vorarbeiten.; selbst abgewandert zu sein, sondern nur eine Mit Rücksicht auf die außerordentliche Bej ihrer Zahl entsprechende Seelenzahl. Im vordeutung der Frage hat das Bureau für' liegenden Falle beträgt also die Abwanderungs- Statistik der Juden es dennoch für j ziffer nicht 2 000, sondern 2 500. erforderlich gehalten, die nötigen Berechnungen j Hieraus ergiebt sich, daß man, um zu der anzustellen, und es ist Herrn Dr. J. Segall j richtigen Abbezw. Zuwanderungsziffer zu gelungen, eine Tabelle zusammenzustellen, I gelangen, die sich durch den Vergleich zweier welche eine erschöpfende Uebersicht über! Stichjahre ergebende tatsächliche Abnahm edie Binnenwanderungen der Juden in Preußen j ziffer zu der Ziffer der natürlichen Beermöglicht und allen Anforderungen genügen I völkerungszunahme addieren, dagegen, dürfte.! wenn sich eine tatsächliche Zunahme er-

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