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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-10-01 · Heft 10 (Oktober 1910) · p. Seite 142

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 10 (Oktober 1910)
Article
Zur Statistik der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt a. M.
Date
1910-10-01
Page
Seite 142 (sequence 6)
Language
German
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142 — 1823 wurden gezählt männliche weibliche einheimische Juden 1646 1596 Permissionisten 168 72 Geweibs-Haushaltsi gehilfen 155 893 Auch hier überragt wieder bei den Einheimischen das männliche Element über das weibliche, groß ist jedoch die Zahl der weibj liehen Haushaitungshülfinnen. Die Sexualj proportion ist daher folgende: Auf 100 mannj liehe entfallen 130 weibliche. I 1858 wurden gezählt: j männlich weiblich; Dem Frankf. Bürgerstand angehörend 1667 1559 Fremde 1330 1169; Hier finden wir zum ersten Mal, daß unter den Juden das männliche Geschlecht das; weibliche überragt, was wohl auf den Zu- : zug zahlreicher jüdischer männlicher Gewerbsgehilfen zurückzuführen sein dürfte. Die Sexualproportion erhält daher zum ' ersten Mai einen Ausschlag zu Gunsten des männlichen Geschlechts. Auf 100 Männer entfallen blos 91 Frauen. 1864 w. d. Verhältnis 100 Männer zu 80 Frauen 1867 n?> J5 100 ., ., 95 1871 n r> 100 ., „ 96 1875 r « 100 ,, „ 95 1880 » :> 55 100 „ „ 100 1885 » 55 55 100 „ ,, 100 1890 :?;5 55 100 ., » 100 1895 r> 55 100 „ ., 102 1900 55 5J ,t 100 „ „ 104 1905 5? 55 100 „ „ 102,5 Vergleichen wir die gesamte Entwicklung des Sexualverhältnisses, so ergibt sich folgendes: Mindestens bis zum ersten Viertel des 19. Jahrhunderts überwiegt die Zahl der Frauen bedeutend die der Männer, was auf die große Zahl der weiblichen Dienstboten zurückzuführen ist. Dies Verhältnis ändert sich alsdann, und die Volkszählung 1858 weist zum ersten Mal ein Überwiegen der Männer über die Frauen nach; das erreicht seinen Höhepunkt mit dem Jahre 1864, dann nimmt die Zahl der Frauen wieder zu, so daß von 1880—1895 die Geschlechter an Zahl ziemlich gleich sind, von 1895 ab erreichen die Frauen in geringem Maße wieder die Übermacht. Man wird nicht fehlgehen, wenn man die Zunahme der Männer seit 1858 auf die Zuwanderung zahlreicher männlicher jüdischer Handlungsgehilfen zurückführt, auch dürfte die Zunahme des weiblichen Geschlechts seit den 80 er Jahren als ein Symptom des Eindringens des weiblichen Geschlechts in das Erwerbsleben zu betrachten sein. 2. Die Altersgliederung. Im Mittelalter war nach Bücher die Zahl der Kinder eine relativ große. Es entfielen durchschnittlich auf eine ansässige Haushaltung im Jahre Kinder 1413 2,1 1447 3,4 1473 2,7 Es sind im Vergleich zu den Nümbürger Verhältnissen, wo durchschnittlich 1,45 bis 1,86 Kinder auf eine Familie entfielen, größere Ziffern. (Im Mittelalter war allenthalben die Zahl der Kinder infolge der hohen Kindersterblichkeit eine sehr geringe). Im Jahre 1709 kamen nach den Berechnungen von B oth e und Kracauer 2,8 lebende, unselbständige ortsanwesende Kinder auf eine Familie, ein Verhältnis, das dem von Bücher ermittelten ziemlich gleichkommt. 1858 ist gelegentlich der Volkszählung zum ersten Mal die Bevölkerung nach Altersklassen und Konfessionen ausgezählt worden.1) Es ergiebt sich dabei folgendes Verhältnis: Alter Israel. Bevölkerung Gesamt-Bev. 1-6 10,12 8,18 6—15 15,32 12,64 15—21 17,52 15,78 21—24 6,53 7,96 24—36 16,56 23,61 36-48 12,66 14,16 48—60 11,70 9,94 60 und mehr 7,18 6,10 ohne Angabe 1,39 1,63!) Beitrage zur Statistik der Stadt Frankfurt I, 3. Heft, S. 21.

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