Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1910)
- Article
- Die Ergebnisse der Berufszählung von 1907 für die Juden in Preußen
- Date
- 1910-07-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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— ioo — Tabelle II. Berufsabteilung Erwerbstätige im Hauptberuf Von je 100 in der nebenbezeichn. Berufsabt. Erwerbstätigen waren Christen Evang. I Kathol. Andere Christen Evang! Kath. j And. Es trafen auf die nebenzeichnete Berufsabt. v. je 100 Erwerbstätig. Christen Evang.] Kath. Andere A. Landwirtsch., Gärtnerei u. Tierzucht, Forstwirt' schaft u. Fischerei . . B. Industrie, einschließl. Bergbau ........ C. Handel und Verkehr einschließl. Gast' und Schankwirtschafl . . . D. Häusliche Dienste,auch Lohnarbeit wechselnder Art...... E Militär-,Hof',bürgerlich. und Kirchl. Dienst, auch sogen, freie Berufsarten F. Ohne Beruf u. Berufsangäbe ......... 3662258 4088124 1368568 224408 715259 1374109 2200153 2512600 583859 95576 11296 37475 9794 1222 294415 3689 I 648806! 7889 2355 46021 92869 998 13083 35950 62,32! 37,44 61,16; 37,59 66,59 69,64 69,68 28,41 29,94 28,68 66,48 31,39 0,18 0,56 0,48 0,37 0,35 0,38 0,06 0,69 4,52 0,05 1,29 1,75 32,03 35,75 11,96 1,96 6,25 12,05 34,72 39,65 9,21 1,50 4,64 10,28 15,82 52,51 13,72 1,71 5,16 11,08 1,23 24,06 48,55 0,52 6,83 18,81 A.—F. Ges.-Summe d. Erwerbst. im engeren Sinne 11432726 63354091 713651191276 I 63,40! 35,13 0,39 1,08 10000 100,00 100,00 100,00 weniger als die Hälfte aller erwerbstätigen Juden im Handel beschäftigt. Ihre Beteiligung in der Industrie ist die gleiche geblieben. Außerordentlich hoch ist ihr Anteil in der Abteilung F (18,81 %). Sehr interessant sind die Angaben über die Beteiligung der Frau am Erwerbsleben. Die folgende Tabelle III gibt Aufschluß darüber, wieviel von je 100 Personen gleicher Konfession in jeder Berufsabteilung weiblichen Tabelle III. Berufsabteilung Weibliche Erwerbstätige im Hauptberuf Von je 100 Erwerbstätigen in der nebenbezeichneten Berufsabtig. waren weiblich bei den Christen "3 «s u. tn Christen « « V. J2 Evang. | Kathol. | Andere Evang. Kathol. Andere A. Landwirtschaft, Gärtnerei und Tierzucht, Forstwirtschaft und Fischerei................. B. Industrie, einschl. Bergbau............. C. Handel und Verkehr einschl. Gast' und Schankwirtschaft....................... 1667223 690509 333251 143706 100371 712090 1055191 370544 158081 64251 62876 331341 4278 4957 1929 750 812 3673 1406 11268 19325 730 2262 20962 45,50 16,88 24,35 64,03 14,03 51,82 47,95 14,74 27,07 67,22 21,35 51,06 37,87 13,22 19,69 61,34 22,01 46,55 59,70 24,48 20,77 73,14 17,28 58,03 D. Häusl. Dienste, auch Lohnarbeit wechselnder Art E. Militär-, Hof-, bürgerlicher und kirchlicher Dienst, auch sogen, freie Berufsarten ........... F. Ohne Beruf und Berufsangabe........... A—F. GeS'.Summe der Erwerbstät im weiteren Sinne 3647150 2042284 16399155953 i 31,90 I 32,23 1 22,97 l ' 1 1 29,26 Geschlechts waren. Da ist vor allem bemerkenswert, daß durchschnittlich ebensoviel jüdische wie katholische und evangelische Frauen beruflich tätig sind. Fast 1/3 der jüdischen Frauen steht im Berufsleben. Was die einzelnen Berufsabteilungen anlangt, so ist hier auf die Abteilung F zu achten. Von je 100 selbständig beruf losen Juden sind 58,03 °/0 weiblich. Es sind hauptsächlich Witwen, welche hierher gehören. Aus diesem Grunde haben wir oben darauf hingewiesen, daß eine starke Besetzung dieserBerufskategorie nicht immer ein günstiges Zeichen für eine Bevölkerungsklasse ist. Fragen wir nun, wie