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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-08-01 · Heft 8-9 (August 1907) · p. Seite 142

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 8-9 (August 1907)
Article
Schulbesuch christlicher und jüdischer Schüler im Winterhalbjahr 1905
Date
1907-08-01
Page
Seite 142 (sequence 2)
Language
German
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— 142 — Bemerkenswert ist, dass die christlichen Schüler in ungefähr gleichem Masse Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen und Realschulen besuchen, wohingegen die jüdischen Schüler ganz ausgesprochen die Gymnasien bevorzugen und die Realgymnasien und Oberrealschulen 2 mal, die Realschulen 4 mal seltener aufsuchen als die Gymnasien. Der Anteil der Juden an der Gesamtzahl der (männlichen) Schüler war prozentualer in den Gymnasien.........25,16 Realgymnasien u. Oberrealschulen 16,68 Realschulen . . «......7,19 Vorschulen........, 21,27 Gemeindeschulen...... . 1.97 sonstigen öffentlichen Schulen . . 2,62 privaten höheren Knabenschulen . 20,79 privat. Mittelu. Elementar-Schulen 24,32 allen Schulen überhaupt 5,184 In den Gymnasien also, in denen sie am stärksten vertreten sind, bilden die Juden den vierten Teil aller Schüler, beinahe ebensoviel in den Vorschulen (24,16 Prozent). Demgegenüber ist ihr Anteil an den Gemeindeschulen ausserordentlich klein (1,97 Prozent). Unter 100 Schülerinnen überhaupt gab es jüdische Schülerinnen an den höheren Mädchenschulen . . 31,16 Gemeindeschulen..... 1,91 sonstigen öffentlichen Schulen 1,47 Vereinsschulen...... 0,39 priv. höh. Mädchen-Schulen , 15,09 priv. Mittelu. Elementarschul. 12,99 allen Schulen überhaupt 4,62 Demnach ist der Anteil der jüdischen Schülerinnen an allen Schulen zusammen geringer als bei den jüdischen Knaben (4,62 gegen 5,18), was auf den schon erwähnten Umstand, dass die jüdischen Knaben bis zu einem höheren Lebensalter in die Schule gehen, zurückzuführen ist. Der Prozentsatz der jüdischen Mädchen an den höheren Schulen ist noch grösser als bei den Knaben, dagegen sind sie an den Gemeindeschulen ebenso gering vertreten wie die Knaben, nämlich mit 1,91 Prozent. Tabelle II gibt an, wie sich die christlichen und jüdischen Schüler auf die einzelnen Klassen der städtischen Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen verteilen. Hier ergibt sich zunächst, dass die Juden in den Vorschulklassen Tabelle IL (Zu Michaelis 1905.) Zahl der Schüler an den städtischen Von je 100 Schülern gleicher Konfession waren in der nebenbezeichneten Klasse an den städtischen Klasse Gymnasien Realgymnasien u. Oberrea'schulen Gymnasien Realgymnasien u. Ob erreaischulen Christen! Juden Christen Juden Christen | Juden j Christen Juden III. Vorschulklasse . . . II. Vorschulklasse . . . L Vorschulklasse .... Sexta . . ......... Quinta.......... 355 353 384 570 536 149 121 135 170 147 333 327 366 617 585 92! 93 1 95! 142 101 7,20 : 7,16 ' 7,79 i 11,56 i 10,88 i 9,56 7,78 8,66 11,30 9,43 6,87; 6,75 1 7,55 i 12,74 12,07 847 8>56 8,75 13,08 9,30 Ouarta.......... 490 156 558 i 134 9,94 i 10,01; 11,52 12,34 Unter-Tertia....... 496 : 154 544 114 10,06; 9,58; 8,60 : 11,23 10,50 Ober-Tertia....... 472 i 148 437 136 9,50 9,02 12,52 Unter-Secunda..... 411 145 420 88 8,34 : 9,31! 8,67 8,10 Ober-Secunda...... 334; 94 330 42 6,78! 6,03! 6,81 3,87 Prima (ungeteilt) .... Unter-Prima....... 111 217; 31 59; 8i 137 2 23 2,25! 4,40 j 4,06 I 1,99 3,79 i 1,67 i 2,83! 2,27 i 0,18 2,12 Ober-Prima....... 200 (53 110 24 4,04 2,21 Summa 4929; 1558; 4845 1U8G 100,00 | 100,00; ioo,oo 100,00 der Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen einen noch höheren Prozentsatz bilden als in den genannten 3 Schulgattungen überhaupt. Es entfielen nämlich von sämtlichen Schülern gleicher Konfession auf die Vorschulklassen Christen Juden in den städtischen Gymnasien 22,15 26,00 in den städt. Realgymnasien und Oberreaischulen .... 21,17 25,78 von den Schülern in den Vorschul- und berücksichtigen nur die Klassen Sehen wir klassen ab von Sexta aufwärts, so entfielen von je 100 Schülern auf die letzten 3 Klassen (Ober-Secunda bis Ober Prima) Christen Juden in den städtischen Gymnasien 22,20 19,23 in den städtischen Realgymnasien und Oberrealschulen . . 16,97 11,05 Es zeigt sich hiernach, dass Li den Gymnasien und ganz besonders in den Realgymnasien und Oberrealschulen der Prozentsatz der in die oberen Klassen aufsteigenden Juden erheblich geringer

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