Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1907)
- Article
- Die jüdische Rassenfrage
- Date
- 1907-08-01
- Page
- Seite 140 (sequence 3)
- Language
- German
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— 140 — begründen, sondern höchstens einen allgemeinorientalischen Typus, den niemand leugnen könne und der jedem oberflächlichen Beobachter immer wieder von neuem auffällt. Schliesslich meint Luschan im Gegensatz zu Auerbach auf Grund der wesentlichen physischen Unterschiede innerhalb der Juden nicht eine einheitliche jüdische Rasse annehmen zu können. Rustritfe aus dem Judentum. Nach dem von der jüdischen Gemeinde zu Berlin dem Bureau für Statist. Berlin. Jahr männliche weibliche zusamr 1873 4 — 4 1874 4 1 5 1875 3 — 3 1876 9 1 10 1877 9 — 9 1878 9 _ o 1879 5 1 6 1880 5 5 1881 4 — 4 1882 7 1 8 1883 9 1 10 1884 4 1 «5 1885 16 2 18 1886 11 1 12 1887 21 6 27 1888 19 o 21 1889 15 7 99 1890 30 10 40 1891 21 8 29 1892 43 11 54 1893 70 18 88 1894 78 15 93 1895 89 21 110 1896 52 21 73 1897 54 29 83 1898 76 25 101 1899 61 28 89 1900 84 26 110 1901 109 43 152 1902 74 25 99 1903 88 39 127 1904 88 47 135 1905 115 42 157 1906 107 44 151 der Geography and Atlas of Protestant Missions (New-York 1906) Angaben, die \ron Rev. Louis Me}-er in Hopkinton (Jowa) zusammengestellt sind und bis zum August 1902 reichen. Danach, gab es d. Jud. in dankenswerter Weise zur Verfolgung I der Austrittsbewegung zur Verfügung gestellten; und vom Unterzeichneten bearbeiteten Akten 1 sind in den Jahren 1873—1906 1869 Mitglieder j der berliner jüdischen Gemeinde — zu ihr j gehören auch Charlottenburg, Schöneberg und j die übrigen Vororte Berlins — aus dem Judentum ausgetreten. Von den 1869 Personen sind 1393 \ männlich und 476 weiblich. Die Austritte verteilen sich auf die einzelnen i Jahre wie aus nachstehender Tabelle hervorgeht: - Missionsgesellsohaft. Großbritannien 39 Deutschland 18 Schweiz 2 Frankreich 1 Niederlande 4 Skandinavien 5 Kußland 3 O es terr.-Ungarn 1 Afrika 1 Asien 4 Australien 4 Amerika 30 Ueber die persönlichen Verhältnisse der Ausgetretenen (Alter, Beruf, Heimat, Besteuerung) soll demnächst weiteres veröffentlicht werden. Dr. Blau. Ueber die proteftantifchen HTiftionsgefelHchaffen zur Belehrung oon 3uden finden sich im 2. Bande Missionare u. sonstig. An gest. 615 14 3 4 5 17 8 1 2 7 6 134 Missionsstationen 149 13 3 3 3 8 3 1 1 4 4 36 in d. ganz. Welt 112 816 228 Die größte Gesellschaft ist die im Jahre 1809 gegründete London Society for Promoting Christianity amongst the Jews, welche 240 Missionare und sonstige Angestellte unterhielt. Ueber die Ausgaben für die Mission und die erzielten Erfolge finden sich leider keine Angaben. Preußen. Juden unter den rückfälligen Zudithausgefangenen in Preußen. (Preuß. Statist, Jahrg. 1905.) In den Strafanstalten des Ministeriums des Innern wurden rücktällige Strafgefangene eingeliefert: im ganzen Juden 1902 3234 28 1903 3247 23 1904 3096 25 1905 2957 17 1902-1905 12534 93=0,77 o/( Die Prozentzahl bei den Juden ist also wesentlich geringer, als ihrerProzentzahl in derBevölkerung entspricht, und würde, wenn man das Verhältnis zur Zahl der Strafmündigen berechnete, noch günstiger sein. Man sieht, daß die schweren Gewohnheitsverbrecher unter den Juden verhältnismäßig selten sind. Juden unter den Zwangszöglingen, a. Der Zwangserziehung wurden überwiesen an Jugendliche nach § 51 des Strafgesetzbuches im ganzen Juden 1904 1177 4 1905 975 5 1904 u. 1905 2152 9=0,48 o/0 b. Der Zwangserziehung wurden überwiesen, soweit sie noch in Fürsorgeerziehung standen (auf Grund des Gesetzes vom 13. 3. 1878) im ganzen Juden 1904 9430 14 1905 8098 11 1904 u. zusammen 1905 i und 17528 b 19680 25=0,14 % 34=0,17 *