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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-08-01 · Heft 8-9 (August 1907) · p. Seite 120

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 8-9 (August 1907)
Article
Die Berufsgliederung der Juden in Galizien
Date
1907-08-01
Page
Seite 120 (sequence 8)
Language
German
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— 120 — Tabelle in. Auf je 1000 berufstätige Personen entfielen Berufszugehörige männlichen : weiblichen schlechtes beiderlei männlichen; weiblichen! beide rlei Ge G esch lecktes hei den Katholik e n b e i den Israeliten G csamt-Bevölkerung . . 344.0 j 413,4 i 757,4 606,0 1225,7 1922,3 Produktive Bevölkerung . 355,0 | 424,5; 7SO;l 740,5; 1296,4 2036,8 iu der Landwirtschaft. . 345,7 j 373,1 718,8 542,5 826,8 1369,3 „ Industrie .... 552,2 1076,1 1 1028.3 707,7 1414,1 2181,8 im Handel und Verkehr . 724,0 1437,0; 2161,0 881.0; 1544.0 2425,9 „ Lohndienst wechs. Art. 453,3 1000,0! 1454,2 768,7 1204|3 1973,0 in der Armee..... 200 53,0! 73,0 42,8 119,4 162,2 im öffentlichen Dienst. . 4002 1038,0 : 1529,1 624,2 1350,0 1983,2 in den liberalen Berufen. 376,4 790,2 ■: 1166,6 778,4 1530,5 2308,9 (Schluß.) Einfluß der Umgebung. Die geringe Körpergröße der Juden wird von einigen als eine Rasse-Eigentümlichkeit und als ein Beweis für die Gleichförmigkeit des Typus der Juden seit biblischen Zeiten angesehen. Denn schon damals waren sie, wie oben gezeigt, kleiner als die arischen Amoriter, wie sie heute kleiner sind als die Arier in Europa. Andererseits sind einige Forscher, insbesondere Jacobs, der Meinung, daß die geringe Körpergröße nicht notwendig in der Rasse begründet zu sein braucht, sondern daß sie ausschließlich ein Produkt der sozialen und ökonomischen Verhältnisse ist, in welchen sich die Juden jetzt befinden. In den Ländern, in welchen die Juden im allgemeinen arm. bei sitzender Lebensweise in geschlossenen Räumen beschäftigt und dadurch des belebenden und das Wachstum beschleunigenden Einflusses des Lebens in freier Luft und der Beschäftigung mit dem Ackerbau beraubt sind, sind sie von kleiner Gestalt. Dagegen sind die reichen Juden des Westens von London ebenso groß wie der Durchschnitt der Engländer, indem sie 171,4 cm erreichen, während ihre ärmeren Glaubensgenossen im Probleme der Anthropologie der Juden. Von Dr. Maurice Fish borg, New-York. II. Die Körpergröße. \ Ostend nur eine Durchschnittsgröße von lß4,l cm haben. Bei der Betrachtung des Einflusses des Milieus muß dieser besondere Umstand in Berücksichtigung gezogen werden. Die Juden sind meistens Stadtbewohner, und dies kann zum Teil zur Erklärung für ihre geringe Körpergröße dienen. „Im allgemeinen ist in Europa", sagt Ripley, „der Typus des Städters anscheinend physiologisch degeneriert" (Race of Europa, S. 95). Beddoe betrachtet es als erwiesen, daß die Körpergröße der Männer in den großen Städten Groß-Britanniens bereits hinter dem Durchschnitt der englischen Nation zurückbleibt, und das dieses Zurückbleiben ein fortschreitendes und vererbliches ist. (J. Beddoe, „On the stature and Bulk of Man in the British Isles", Mein. Anthrop. Soc. London, III, 1867). Dieselbe Beobachtung ist von Ranke in Bayern gemacht worden (Ranke „Der Mensch", II, S. 131), ferner durch Anutshin in Rußland und durch viele andere. Ripley legt dar, daß der ungünstige Einfluß des Stadtlebens oft verdunkelt wird durch die größere soziale Auslese, welche am Werke ist in der Bestimmung des physischen Typus der Großstadt-Bevölkerung. Das Leben in der Stadt

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