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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-05-01 · Heft 5 (Mai 1907) · p. Seite 73

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 5 (Mai 1907)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung Preußens im 19. Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung der Zeit von 1816 - 1875
Date
1907-05-01
Page
Seite 73 (sequence 4)
Language
German
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hältnis in den Jahren 1895/1900 2,84 : 4,19 beträgt. Tabelle IV, welche die Zahl der Totgeborenen behandelt, zeigt die interessante Tatsache, daß dieselbe bei den Juden von Anfang an geringer ist als bei der Gesamtbevölkerung und daß sie bei letzterer immer mehr steigt, wahrend sie bei den Juden eine im ganzen sinkende Tendenz aufweist. (Übrigens ist in neuerer Zeit auch bei den Christen ein Zurückgehen der Totgeburtenzifx er bemerkbar.) Tabelle IV. In den Jahrcn Geborene überhaupt Totgeborene Unter 1000 Geborenen befinden sich Totgeborene bei der öesamtbevölk. bei den Juden bei der GesamtbcYülk. bei den Juden bei der Gcsanitbevöl Y bei den J uden 1820- -1828 4535002 49609 149237 1139 30,39 2290 1829- -1840 6428414 74467 235057 1943 36,53 2009 1841- -1855 9523262 116256 370837 2316 38,95 19,92 1856- -1864 6551946 75760 272172 1127 41,54 uiss Bevor wir auf die Ursachen dieser Erscheinung in Kürze hinweisen, wollen wir die Sterbefälle bei Gesamtbevölkerung (bezw. Christen; und Juden betrachten, die in Tabelle Y und Vb dargestellt sind. Es fällt sofort auf, um wieviel niedriger die Sterbeziffer der Juden ist; im Durchschnitt der Jahre 1821/23 kommen auf 1000 hebende bei den Juden nur 20,3 Sterbefälle, bei der Gesamtbevölkerung dagegen 26,0. Dabei wird die Sterbeziffer der Juden in der Zeit von 1821/65 immer günstiger, die der Gesamtbevölkerung dagegen weist keine Besserung auf. Tabelle V. Im Durchschnitt der Jahre Es starben (einschließlich der Totgeborenen) bei der Ge .beiden samtbevöl- T -, kerung i Judcn Es kommen Sterbetalle auf 1000 bei der Ge-,bei der samtbevöl-: 7 , , J uden keruDsr : 1821/23 340332 i 2901 26/5 20.3 1824 26 333668! 8121 27,7 20'.7 182729 3'f 5573! 3664 29.8 23.1 1830/32 423831! 4122 32.7 24,7 1833/35 402950 i 3621 30 5 2hl 1836/38 402393 37(52 28.8 20 2 1839/41 421326 : 3*30 28,7 20.1 1842/44 427865; 4045 27.9 199 1845/47 472816 j 4202 29,(5 20,1 1848/50 532839 1 48.) i 30,7 22,3 1851/53 508192 i 4570 30.2 20,4 1854/56 509760 I 4076 29,6 17,6 1857/59 511801 | 4234 29,1 17,6 1860/02 482106 1 4115 26,4 16,5 1863/65 541274! 4485 28,6 17,3 Recht scharf treten diese Gegensätze in Tabelle Va hervor, die übrigens auch zeigt, daß in den letzten Dezennien auch die Sterbeziffer der Christen abgenommen hat und zwar im Vergleich zu dem Stand der Jahre 1841, 00 in größerem Maße als bei den Juden. Allerdings kein Wunder, wenn man bedenkt, daß die Juden eben schon damals eine so kleine Sterbeziffer aufwiesen, daß sie nicht mehr so stark sinken konnte wie bei den Christen, wo das Herabsinken der Sterblichkeit eine neue Tabelle V a. Es starben Es kommen (einschließlich der Sterbefüllc auf im Dun-hschnitt Totgeborenen) 1000 der Jahre ----------------.......... —------.---------- bei den bei den der : der Christen Juden Christen! Juden 1822/40 385013 3647 29,01 21,01 1841.6(5 494597 4380 29.12 1*^3 lSsO/1900 692474 5889 23,08 15.71 so ist denn auch der christlicher und jü- Erseheinung ist. Und Unterschied zwischen discher Sterbeziffer immerhin noch ein ganz gewaltiger, der jedenfalls so bald nicht verschwinden wird, selbst wenn, was anzunehmen ist, die Abnahmemöglichkeit der jüdischen Sterbeziffer in nicht allzulanger Zeit erschöpft sein sollte. Was die Ursachen dieser geringen Sterblichkeit der Juden betrifft, so müssen wir uns

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