Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1907)
- Article
- Besteuerungs- und Finanzverhältnisse der jüdischen Gemeinden in Deutschland
- Date
- 1907-02-01
- Page
- Seite 18 (sequence 2)
- Language
- German
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is — Höhe der Kultussteuer in Preußen und im ganzen Reich fast übereinstimmt. Die Höhe des Kultussteuerertrages hängt naturgemäß hauptsächlich von der Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinden ab. Unterscheidet man verschiedene Größenklassen, so haben prozentualiter eine Kultussteuer von Mark Gemeinden mit unter 100- -300 300- -500 100 Juden Juden Juden ~ CO 00 j=i s-l CO co S 3 g| -n CO S 3 "~* s £ Sh 0- 38,5 37,9 4,0 3,9 M 2,0 30,5 27,7 14,9 14,6 4,i 5,9 26,2 28,7 43,3 39,7 13,7 19,6 4,8 5,7 30,5 33,2 39,7 31,3?;3 8,6 34,4 33,3 — — 5,4 5,9 — — — — 1,4 2,0 wenig, als 500 500- 1000 1000 - 2000 2000— 5000 5000-10000 10000-20000 20000-30000 Von weiteren 43 preußischen Gemeinden mit 500—1000 Juden haben 3 eine Kultussteuer von weniger als 2000, 3 eine höhere als 20000 Mark, während 19 2000—10000 und 18 10000—20000 Mark aus Kultussteuern vereinnahmen. Von 18 nichtpreußischen Gemeinden mit 500—1000 Juden hat nur 1 einen Kultussteuerertrag von 2000—5000, 1 von 20000—50000, 16 dagegen von 5000—20000 Mark. Außer Berlin gibt es in ganz Deutschland nur noch 4 Gemeinden, deren Kultussteuer mehr als 100000 Mark beträgt. Von den Gemeinden mit mehr als 1000 Juden nehmen 2 an Kultussteuer nur 5000—10000 Mark ein, während sie in 32 Gemeinden 20000—50000 und in 10 anderen 50000 bis 100000 Mark einbringt. Die Kultussteuer bildet die wichtigste, jedoch nicht die einzige Einnahmequelle der Gemeinden. In der Regel haben die Gemeinden noch beträchtliche Einnahmen aus Gebühren für rituelle Handlungen, Kapitalverzinsung, Geschenken u. dgl., sodaß erst der Etat den eigentlichen Maßstab für die finanzielle Kraft der Gemeinde bildet. Es haben zusammen 1583 Gemeinden ihren Etat angegeben; davon hatten prozentual einen Etat von Markim Reich in Preussen in den übrig. Bundesst. 'öS .s* r-. O» ~ N O f-i "S - 'S r2 -Sil *N 3 u 2 N M o u Oh 3 a ^£ t» -§ * JN o .2 N o j-, Ph unter 500 500- 1000 1000— 2000 2000- 5000 5000- 10000 10000- 20000 20000— 30000 30000- 50000 50000 - 75000 75000-100000 über 100000 Demnach 286 238 472 356 107 58 26 15 11 5 9 laben 18,1 15,1 29,9 22,5 6,8 3,6 1,6 0,9 0,7 0,3 0,5 , 85,< 103 104 242 245 84 39 19 12 7 2 6 )% i 17,7 11,3 26,2 26,5 9,1 4,2 2,1 1,3 0,8 0,2 0,6 iiier 183 134 230 III 23 19 7 3 4 3 3 deuts 18,6 20,3 34,8 16,8 3,5 2,9 1,1 0,5 0,6 0,4. 0,5 chen und 81,7% aller preußischen Gemeinden einen Jahresetat von weniger als 5000 Mk. Daß unter diesen Gemeinden sich fast ausschließlich Gemeinden mit ganz geringer jüdischer Bevölkerung befinden, zeigt die nachfolgende Zusammenstellung. Es haben prozentualiter einen Etat Gemeind. mit jüd. Ein wohn, von wenig, als 100 100 bis 300 300 bis 500 unter 500 iL P3 96,51 95,7 3,5 4,5 0,0 0,0 500 bis 1000 bis 1000 Mk. 2000 Mk. Oh 92,4 7,6 0,0 97,1 2,9 0,0 67,8 32,0 0.2 2000 bis 5000 Mk. o< 77,3;25,8| 24,5 22,7 68,2 72,3 0,0] 5,9 3,2 Wie sich die Klein- und Mittelgemeinden auf die einzelnen Etatstufen verteilen, erhellt aus nachstehender Tabelle, welche den prozentuellen Anteil der Gemeinden mit weniger als 100, mit 100—300 und 300—500 Juden an verschiedenen "EtakKlassen angibt. Es hatten von je 100 Gemeinden mit einen Etat von Mark weniger als 100 Juden 100 bis 300 Juden .300 bis 500 Juden J3 o CO CO g o CG CO ES CO CO SS p§ £ « f~i & J-i a C B .3 B Ö weniger als 500 30,3 30,8 2,1 2,4 0,0 0,0 500 bis 1000 24,1 20,0 3,8 1,0 0,0 0,0 1000 bis 2 000 35,1 37,0 31,8 19,1 1,2 0,0 2000 bis 5000 10,2 11,9 51,2 61,8 25,3 14,6 5 000 bis 10 000 0,3 0,3 10,1 14,3 53,0 60,0 10 000 bis 20 000 — — 1,0 1,4 18,1 21,8 20 000 bis 30 000 — — 2,4 3,6