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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-12-01 · Heft 12 (Dezember 1906) · p. Seite 186

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 12 (Dezember 1906)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Jaffa
Date
1906-12-01
Page
Seite 186 (sequence 6)
Language
German
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— 186 — Die nach Amerika Auswandernden finden dort sofort eine große jüdische Gemeinde und werden in das Netz des jüdischen Gemeindelebens mit allen seinen Eigenheiten gezogen. Die Juden hingegen, die nach Südafrika oder Australien kommen, finden dort fast gar keine jüdische Gemeinde oder keine, die ihrem Geschmack oder ihrer Gewohnheit entspricht. So fühlen sie sich vereinsamt und vermissen die Vorteile des Gemeindelebens. Daher haben sie große Sehnsucht, nach Palästina zurückzukehren, an den Ort, wo das jüdische Leben so ganz andere Reize als in der Diaspora hat. Wenn sie dann eine gewisse Summe erspart haben, sind sie überzeugt, für Palästina ihre materielle Lage sichergestellt zu haben, so daß sie dort ihren Neigungen besser entsprechend leben können. Von den nach Westeuropa Auswandernden ließen sich die meisten in Paris, London und Hamburg nieder, in den beiden letzten Städten fanden einige im Handel mit Palästinawein Die Berufe der Auswanderer aus Jaffa im Auslande: -7? S < 5 ~ in s in n: Kaut'leute .... Handlungsgehilfen Tischler"..... Sehmiede..... Schneider .... (»ärtner..... Uhrmacher .... Schüler und Studenten Schuhmacher . . . Hausierer .... Fabrikarbeiter . . . Zigarettenmacher . . Photographen . . » Apotheker .... Buchbinder .... Kellner..... Böttcher..... Färber..... Seifensieder Klempner Hutmacher Fleischer . Lehrer Rabbiner Telegraph ist Unbekannt Anstellung. Die übrigen waren Handwerker und wurden teilweise kleine Kaurleute. Einige von den Auswanderern zogen nach Westeuropa, um dort die Mittel- und Hochschulen zu besuchen. Die meisten nach Westeuropa ziehenden kommen dort nicht vorwärts, und ein beträchtlicher Teil von ihnen muß nach Jaffa zurückkehren oder weiter wandern. Wir halten es nicht für angebracht, hier im einzelnen anzugeben, wieviel Vertreter der einzelnen Berufe nach den verschiedenen Ländern auswanderten. Wir wollen hier nur eine Tabelle der Auswanderer geben, nach den Berufen geordnet, die sie in ihrer neuen Heimat ergriffen. Ein gewisser Teil der Auswanderer wechselte seinen Beruf in den neuen Ländern. Einige Handwerker wurden Kaulieute, Hausierer, Handlungsgehilfen: ein Teil der Schüler von Mikweh-Jisrael wurde Apotheker, Handlungsgehilfen, Kellner u. a. Bei den Frauen, die Jaffa verließen, ist nicht viel über die Ursache davon zu sagen: 90 % nämlich folgten ihrem Ehemann. Unverheiratete Frauen zielien selten aus Jaffa fort, da die Eltern schwer einem solchen Schritt zustimmen, was bei jungen Männern nicht der Fall ist, wo die Eltern beständig j besorgt sind, ihnen eine feste Stellung im Leben zu sichern. So kommt es, daß die Zahl der männlichen Auswanderer und speziell der unverheirateten viel grüß er ist als die der weiblichen überhaupt und der unverheirateten im besonderen. Es gingen weibliche Personen ans Jaffa ins Ausland: i'i II ü < 5 i =. i C S » O! i—' ~~; X ü £ et v: n: Vorhei ratete Francn Unverheiratete Frauen 2S (.) 2 :> 1 1 H<) i Zusammen :«! 10 | 3 4<) Zusammen Von den verheirateten aschkenasisehen Frauen hatten einen Beruf nur eine Hebamme und eine Damenhutmaeherin. vou den unverheirateten war eine Näherin, die andere zog des Studiums wegen fort. Das letztere war auch mit der Sephardin der Fall.

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