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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-10-01 · Heft 10 (Oktober 1906) · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 10 (Oktober 1906)
Article
Jüdisch-statistische Anregungen
Date
1906-10-01
Page
Seite 158 (sequence 4)
Language
German
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— 158 — Sicherungsgesellschaften oder aus den Listen! und Kalendern der Richter, Rechtsanwälte,; Ärzte usw. zu ermitteln wäre. j 2. Wünschenswert wäre eine Erhebung '■ über den Beruf der Väter der jüdischen Stu- \ dierenden.. Bisher sind Angaben, hierüber : nur für eine einzige deutsche Universität; (Straßbu rg) bekannt 3. Die in Gefängnissen und Zuchthäusern angestellten Rabbiner und Ärzte würden sich durcIi Erhebungen über die persönlichen Verhältnisse (Vorbestrafungen, Alter, Familienstand. Geburtsort, Staatsangehörigkeit) der daselbst internierten Juden verdient machen. 4. Ärzte an Irrenhäusern könnten auf Grund der bei der Aufnahme von Geistesgestörten zu den Anstaltsakteii gelangenden Angaben Vergleiche zwischen Christen und Juden inbezug auf die Art der Geisteskrankheit, das Alter, in dem sie aufgetreten, auf Vererbung von seiteu der Eltern usw. anstellen. 5. Besonderes Interesse dürften alle diejenigen Beobachtungen erwecken, welche sich auf die Kinder aus Mischehen zwischen Juden und Christen beziehen, auf ihren Charakter, ihre geistigen Fähigkeiten, ihren Gesundheitszustand, ob sie nach dem Vater oder der Mutter geartet sind usw. Statistisches Archiv. Die Jahreskonferenz der zionistischen Organij sation fand Ende August 1900 in Köln statt. Aus dem j in dem offiziellen Organe „Die Welt* verölten rückten \ Rechenschaftsbericht entnehmen wir folgende Daten; vgl. den Bericht iiher das vorangegangene Jahr in I Heft 9 des 1. Jahrg. dieser Zeitschritt):; Die laufenden Einnahmen der Organisation; betrugen in der Zeit vom 1. Juli 1905 bis 30. Juni j 1900 01876 Mk. Der grüßte Teil dieser Einnahmen,! nämlich 59848 Mk., stammt aus dem Schekel, d. h. I dem Beitrag, den jeder organisierte Zionist alljährlich j zu entrichten hat und der 1 Mk. (bezw. 1 Krone,; 1 Fres., 1 Schilling, 40 Kopeken) beträgt. Im Vor-! jähre hatten die Sehekelbeiträge 130 218 Kr. — die j Rechnung wurde damals, weil der Sitz der jetzt in Köln j befindlichen Leitung in Wien war, in österreiehicher j Währung geführt — betragen, sie sind also in diesem Jahre fast um die Hälfte zurückgegangen. Der Grand dafür ist nach dem Rechenschaftsbericht einmal darin zu suchen, daß die Mehrzahl aller Zionisten in Rußland wohnt und die allgemeine Depression, unter der die russischen Juden leiden, der Abführung des Schekels hinderlich ist, sodann darin, daß,vieleZionisten den Schekel nur in demjenigen Jahre zahlen, in dem ein Kongreß statt-; findet, was in diesem Jahre nicht der Fall war. An- < gaben darüber, wie sich die Schekelzahier auf die; einzelnen Länder verteilen, liegen nicht \Tor; nur für Deutschland wird angegeben, daß die Zahl der Schekel- : zahler etwa 0000 beträgt und daß in Deutschland; 00 zionistische Vereine bestehen. j Die laufenden Ausgaben betrugen vom 1. Juli j 1905 bis 30* Juni 1900 127 584 Mk., waren also um; 05 708 Mk. höher als die Einnahmen. Die Folge da- , von ist, daß an Stelle des Vermögens von 01222 Mk., . das die Bewegung am 1. Juli 1905 besaß, am 1. Juli : 1900 ein Defizit von 4485 Mk. getreten ist. Die zionistische Leitung ist zugleich Verwalterindes; Jüdischen Nationalfond s, der seit 1. Januar 1902 | aus freiwilligen Spenden von Zionisten gesammelt und j zum Ankauf von Land in Palästina bestimmt ist. Er betrug am 1. Juli 1905 41997 £ (ca. 850000 Mk.) und ist im Berichtsjahre auf 52 929 £ (1 OSO 000 Mk.) angewachsen. Von den insgesamt für den jSTationalfonds eingegangenen 13029 £ — 2098 £ sind für die Verwaltung des Fonds ausgegeben worden — stammen 1353 £ aus Zinsen, 932 £ aus besonderen Spenden, die übrigen 10 744 £ sind gewöhnliche Spenden und zwar sind eingegangen aus Rußland £ 3992 37,2 0 / ( England r> 302 n 3,4 >5 Kanada )•> 23 TO 0/2 „ Südafrika 1725 J? 10,1 Oesterreich-! "ngam n 1817 r> 10,9 » Nordamerika w 914 y> 8,5 Deutschland „ 903 n 8,4 „ Rumänien v 249 2,3 V) der Schweiz n 100 „ Bulgarien n 177 >? 1,7 w Südamerika •5 34 n 0,3 „ Frankreich „ 57 » 0,5 » Italien „ 37 n 0,3 „ Palästina n 43 rs 0.4 » Holland r> 150 1.4 „ Belgien 110 n 1^0 » Schweden u. Dänemark M 27 n 0,2 » Serbien n 10 n o,i „ Aegypten r> 1 )J 0,0 „ Spanien r 1 tt 0,0 „ der Türkei „ 0 0,1 „ Sa. £ 10 744 100.0 < Deirrfdiland Eheschließungen im Jahre 1904. Das 1. Viertelj ah rshef tzur '!=:—--.S t a t i s t i k des Deutschen Reiches. 15. Jahrg. 1900 (Berlin 1900) bringt die Zahlen der Eheschließungen in Deusehland im Jahre 1904, die, soweit sie die Juden betreffen, in der Tabelle zusammengestellt sind- Die Gesamtzahl aller Eheschließungen betrug 47 < 822. Rechnet man die Mischehen zwischen Christen und Juden je zur Hälfte den Christen und Juden zu, so kamen im

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