Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1906)
- Article
- Ein Beitrag zur Statistik der Juden in Großbritannien
- Date
- 1906-08-01
- Page
- Seite 118 (sequence 6)
- Language
- German
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— 118 — unmöglich, die in dieser Ziffer einbegriffene Anzahl der Nicht-Juden in irgendwie exakter Weise zu schätzen, immerhin glaube ich im Hinblick auf die aus politischen Gründen Ausgewiesenen, die meistens Nicht-Juden sind, sowie auf die Flüchtlinge und anderen Emigranten, daß die Zahl 3000 nicht als übertrieben anzusehen ist. Dies würde eine Summe von 52,650 ergeben. Mit 2,74, wie oben erläutert, multipliziert, würde sich als Anzahl der Juden im Jahre 1903 ca. 144,300 ergeben. Nach der eben erwähnten anderen Methode war das Resultat für dasselbe Jahr 138,860, d. h. 5500 weniger als oben. Diese Ziffern sind einander ähnlich genug, um ein Vertrauen in das oben erwähnte Resultat zu rechtfertigen. 4. Jüdische Sterbeziffern. Die nächste Frage ist die, ob es möglich ist, auch nur eine annähernde Schätzung der Sterblichkeit der Juden in den verschiedenen Altersstufen vorzunehmen. Hierzu gehört nicht nur eine genaue Kenntnis der gesamten jüdischen Bevölkerungszahl, sondern auch der für die verschiedenen Altersgruppen in Betracht kommenden Zahlen. Wenn diese mit den Ziffern für die jüdischen Sterbefälle für ganz London kombiniert werden, so erhält man das gewünschte Resultat. Ich habe die Gesamtzahl der Juden in London im Jahre 1903 bereits geschätzt. Ich glaube, in der Annahme nicht fehl zu gehen, daß die Verteilung nach Alter und Geschlecht der ganzen jüdischen Gemeinde nicht erheblich von der der Juden in Stepney abweicht. Wenn es auch wahr ist, daß die Auswanderungen, die von Stepney nach Norden und Nord-Westen, wie Hackney, Finsbury und Hampstead stattfinden, einen größeren Prozentsatz Erwachsener und Leute, die 45 Jahre alt und darüber sind, einschliessen, so ist doch, weil die jüdische Bevölkerung in Stepney 75% der gesamten jüdischen Bevölkerung in London ausmacht, der durch diese Tatsache entstehende Irrtum jedenfalls nur unbeträchtlich. Von diesen Annahmen ist bei der Ausarbeitung der Details der folgenden Tabelle VII ausgegangen worden. Die Sterbefälle sind nach den im xAnhang gegebenen Zahlen über die Beerdigungen auf den verschiedenen jüdischen Friedhöfen in London aufgestellt. Ich füge die Sterbeziffern in den entsprechenden Altersstufen in London und England und Wales für das letzte Jahr, für welches Angaben zur Verfügung standen, bei. ~ *t o c i> CG br; 7J '-O i& > rj: O N! 7\ >t -v ~ sc ~ :° —! X .« > - O •1-^2 «= Sf£ c/: £ .= £2 O; :«* 0 X ^* Oi C C C r-l 01 oi co* -+ oo* co d tf —H CM i<0 Ol l> C2 C QO C Oi <-* Ol »-* oi co id 6 cm' 6 iT; HCGÖ-t ^4-Tt!M^-tiOOOCO rft uO O CO O Ql CMIri C5 co* o-i oi oo ' O l uÖ i Ol O Ol ^1 Oi W H uO CO CO Ol O *— r*i r-j CO Ol co t> o o tj? oi cd 16 T-i oi t>i• ö tO -H h CO CO .fl CO H O Ol CC C5 «f. C. i Ol Ol r-i CO CS »—' o Ol Ol H CO i-H CO* cd CO uO i— Ol t}* CO O ® N Ci Cl CM O H O -vO-OON'tOO »o co co* Tt" iä cd es i>" ö CO H Ol O Ol r - cc O CO »O -H tO CO uO OlCOCO-^-^iOCOcOOO r^^-MOH^iflO N iC C CO 'O I> ooooooooo O -t!> uO O H CO M H N t- (M CO O N lO »O OiCi0^t--f ooooooooo >0 N Ol CCI> iO N uO CO CO O t---i CO' CS t-i CO O >iO CO CO CtuO Ol t—f o CS O üO uO >:0 O lO »O uO , CO iC CO N i i M! I I I £ O iO iC vß uCj uO ■rH Ol CO uO CO Diese Ziffern deuten auf eine Sterblichkeit hin, welche im ganzen für die Juden, besonders in Stepney, günstiger ist als für die übrige Bevölkerung. Verglichen mit der Gesamtbevölkerung Londons sind die jüdischen Sterbeziffern für die Altersstufen bis zu 15 J ahren bei männlichen und bis zu 5 Jahren bei weiblichen Personen beträchtlich höher. In jedem späteren Alter bis zu 7."> Jahren sind die jüdischen Sterbeziffern gleich und manchmal bedeutend geringer. So betrug die Sterbeziffer