Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1906)
- Article
- Zur Biologie und Pathologie der jüdischen Rasse
- Date
- 1906-06-01
- Page
- Seite 92 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2650397-3187651-3187658-3188835--0688-3188870- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 92 — kann bei Überfütterung mit mehl- oder zuckerhaltigen Speisen bei belasteten Personen eine vorübergehende Zuckerausscheidung auftreten. Das muß dann für familiär belastete Personen, und nur bei solchen tritt diese vorübergehende Zuckeransscheidung auf, als Warnungssignal gelten. Sind sie mit dem Grenuß von zuckerhaltigen Substanzen, besonders von Obst, sehr vorsichtig und zurückhaltend, so gelingt es, den Ausbruch der Zuckerkrankheit hinauszuschieben, ja, ganz zu unterdrücken. Acetessigsäure wird fast nie gefunden; ebenso ist Lungentuberkulose eine seltene Komplikation. Dagegen leiden die Patienten fast immer an Arteriosklerose, die auch häufig die Todesursache bildet. Daß die Zuckerkrankheit in der vererbten Form recht gutartig ist, geht aus der Tatsache hervor, daß sehr wenige Leute, die von ihr befallen sind, an ihren Folgen sterben. Sehr häufig wird die Verwandtenehe bezichtigt, die Ursache gewisser geistiger Degenerationserscheinungen bei den Juden zu sein. Dies ist nur insoweit richtig, als erblich belastete Verwandte allerdings das Vorkommen solcher Prozesse provozieren; erblich nicht belastete Verwandte haben für ihre Deszendenz ein gutes Prognostiken. Prof. May et hat auf Grund statistischer Untersuchungen die Beziehung der. Verwandtenehen zu Geistesstörungen geprüft. Er fand, daß der Prozentsatz der Verwandtenehen unter der Gesamtbevölkerung ziemlich genau mit dem Prozentsatz der Sprößlinge aus Verwandtenehen unter den Geisteskranken übereinstimmt. Angenommen nun, daß die Verwandtenehen ebenso fruchtbar sind, wie die Ehen ohne Blutsverwandtschaft der Gatten, so widerlegt die Statistik die Meinung, daß Blutsverwandtschaft der Eltern an sich die geistige Gesundheit der Abkömmlinge gefährde. Bewiesen ist es aber statistisch nicht, daß die Kinderzahl der blutsverwandten Gatten durchschnittlich geringer ist als die der übrigen Ehen. Eine Ausnahme von dem obigen Prozentverhältnis findet jedoch mit Bezug auf Schwachsinn und Idiotie statt. Hier übersteigt der Prozentsatz der Sprößlinge Blutsverwandter denjenigen der blutsverwandten Ehen unter der Gesamtbe völkerimg um das Doppelte. Dies könnte man zur Erklärung der Beobachtung Dr. A. Pilcz's heranziehen, daß die jugendlichen Verblödungsprozesse bei den Juden häufiger sind als bei Nichtjuden. Die angeborenen Geistesmängel scheinen also durch die Verwandtenehen entschieden gefördert zu werden. Noch deutlicher tritt dieser Unterschied zutage, wenn man unter den Geisteskranken die erblich belasteten von den nicht belasteten Sprößlingen blutsverwandter Ehen trennt. Dann bleiben die nicht Belasteten (ausgenommen die Rubrik der Schwachsinnigen und. Idioten, s. o.) weit hinter dem erstgenannten Durchschnitt zurück, die Belasteten schnellen hoch darüber empor. Es zeigt sich also hier aufs deutlichste die Wirkung gehäufter Vererbung von krankhaften Anlagen infoige der Verwandtenehe. (Jahrbuch der internationalen Vereinigung für vergleichende Rechtswissenschaft, Bd. VI und VII). Damit würde auch die Angabe A. Pilcz's ihre Erklärung finden, daß die Juden zu Psychosen auf hereditär - degenerativer Basis, wobei als wichtigstes, oft vielleicht einziges ursächliches Moment die erbliche Belastung erscheint, unverhältnismäßig stark disponiert sind. Dagegen bin ich geneigt, als Ursache des hohen prozentualen Anteiles an der zweiten Gruppe nicht die Lues anzusehen, weil kein Forscher angibt, daß die Juden besonders zu dieser Infektion inklinieren, sondern die häufigen und tiefgehenden Aufregungen des Gemütes und des Intellekts, die der Kampf ums Dasein gerade bei den Juden erfordert. Die Hauptergebnisse derOnterriclitsstatistifc im Königreich Bayern für das Scauljahrl903/190A*) Von Dr. E. St raus in München. I. Unter den 7481 Volksschulen in Bayern bezirke verteilen diese sich folgendermaßen: Oberbefanden sich 88 oder 1,2 % israelitische bayern (0), Niederbayern (0), Pfalz (26), Ober- Volksschulen. Auf die einzelnen Eegierungspfalz (6), Oberfranken (8), Mittelfranken (15),