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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-02-01 · Heft 2 (Februar 1906) · p. Seite 29

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 2 (Februar 1906)
Article
Aufbau der jüdischen Bevölkerung in Baden während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Date
1906-02-01
Page
Seite 29 (sequence 8)
Language
German
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... 29 — darf. Lehrreich ist es. diese Ziffern mit den ' Die hohe preußische Selbstmord ziffer der preußischen Selbstmordzahlen zu vergleichen. I Juden läßt sich wohl daraus erklären, daß ein Nach der Ruppin'schen Abhandlung über j großer Teil der Juden Preußens in Großstädten die sozialen Verhältnisse der Juden in Preußen j wie Berlin, Breslau etc. lebt, die aber in Baden und Deutschland im März- und Juni-Heft 1902 j fehlen. Die Großstadt ist aber allgemein der der Conrad7schen Jahrbücher für National- | eigentliche Herd der Selbstmorde. Ferner darf Ökonomie und Statistik, kamen in Preußen von j nicht vergessen werden, daß die jüdische Be- 1893—1897 bei den Christen 3,92 Selbstmorde j völkerung Badens viel religiöser ist, als die auf 10 000 christliche Einwohner, bei den Juden j Großstadtbevölkerung Preußens; der orthodoxe 4,84 Selbstmorde auf 10 000 jüdische Einwohner, i Jude begeht selten Selbstmord, weil ihm dies Die jüdischen Ziffern in Baden sind also er-; seine Eeligion verbietet, heblich niedriger als in Preußen. Schulbesuch christliche und jüdischer Schiller im iinferhsihjahr 1904 in Berlin. Auf Grund der im letzten Jahrgang des Statistischen Jahrbuchs der Stadt Berlin für das Jahr 1904 (Berlin 1905) enthaltenen Angaben über den Schulbesuch in Berlin im Winterhalbjahr 1904 bringen wir nachfolgende Mitteilungen über die Verteilung der christlichen und jüdischen Schüler auf die einzelnen Schulgattungen und Klassen. Tabelle I gibt an, wie sich die christlichen und jüdischen Schulkinder in absoluten und relativen Zahlen auf die einzelnen Schulgattungen verteilen. Unter 267 303 schulbesuchenden Kindern üherhaupt gab es 13 066 jüdische Kinder, sie bildeten also 4,89% aller Schulkinder. Während bei den Christen auf 100 schulbesuchende Knaben 98,2 Mädchen entfallen, entfallen auf 100 jüdische Schulknaben nur 85,9 Mädchen. Dieses auf den ersten Blick überraschende Verhältnis erklärt sich durch die sofort nachzuweisende Tatsache, daß die jüdischen Knaben sich in viel höherem Maße als die christlichen in den höheren Schulen befinden. Da sie infolgedessen oft bis zum vollendeten 18. Lebensjahre und noch darüber hinaus die Schule besuchen, muß natürlich die Tabelle I. Vol-il rlav Von je 100 waren an den neben- Schulgattung ZidiiL uei bezeichneten Anstalten Schüler i Schülerinnen Schüler j Schülerinnen Christen j Juden;! Christen Juden Christen Juden \ Christen! Juden 5169 1704 ij Ii _ 4,03 25,10 I : Realgym., Oberreaisehulen 4292 853;i _ — 3,34; 12,13 j. — Realu. höhere öffentliche ij Mädchenschulen..... 5525 432 1 3 552 1 593 4,31 6,14 i 2,81 ■ 26,39 Vorschulen.......... 2795 : S83 ]', — — 2.18 12,56 j — — GemeindeschnI.(V olkssch.) 107 799 2 077! 110 029 2 012 84*04 29,55 Ii 87.35 33,82 Sonstige öffentl. Schulen 849 : 11 401 6 0,67 0,16 Ü 0.32 0,10 270 — 555 2 0,21 — II 0,44 j 0,03 Jüdische Schulen (gehob. Volksschule). . ... — 606 H — 413 — j 8,62 i| ij 6,84 Privatschulen (höh. Knab.- und Mädchenschule). . . 1362! 349; 9 703 1 732 1,06 4,97 I 7,71 28,69 Privatschulen (Mittel- und Ii Elementarschulen) . - . 214 1 54 jj 1722 249 0,16 0,77 l! 1,37 . 4,13 Summa 128 275 | 7 029 II 125 962 6 037 100,00 100,00 j 100,C0 : 100,00

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