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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1906-02-01 · Heft 2 (Februar 1906) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1906)
Issue
Heft 2 (Februar 1906)
Article
Aufbau der jüdischen Bevölkerung in Baden während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Date
1906-02-01
Page
Seite 27 (sequence 6)
Language
German
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27 - sondern nur Privathandelsschulen, die in der Tabelle aufgeführt sind. Tabelle XI und XII behandeln die badischen Hochschulen, deren es bekanntlich 3 gibt, nämlich 2 Universitäten in Heideiberg und Freiburg und eine technische Hochschule in Karlsruhe. Dabei ist aus Tabelle XI zu entnehmen, daß die Zahl der jüdischen Studierenden seit 1869—73 von 9,62 Studierenden pro 10 000 jüdische Einwohner auf 35,93 im Jahrfünft 1889—93 gestiegen ist. sich also nahezu vervierfacht hat, während die entsprechenden Zahlen christlicher Studierender 6,42 :10,93 noch nicht einmal eine Verdoppelung zeigen. Während sich also früher die christlichen Ziffern pro 10 000 christliche Tabelle XI. Die jüdischen Badenser auf den badischen Hochschulen Einwohner zu den entsprechenden jüdischen wie 1:1,5 verhielten, verhalten sie sich 1889—93 wie 1 : 3,5. Die meisten jüdischen Studierenden wreist Heidelberg auf, die wenigsten Freiburg. Die frühere Zurückhaltung von den technischen Studien scheint nicht mehr obzuwalten. Tabelle XII (Eltern der Studierenden) zeigt, daß bei den Universitätsstudierenden fast 66 % aller jüdischen Studierenden Kaufleute als Väter haben, bei den Technikern ca. 54%. Bei letzteren finden sich 19,25% Industrielle und 19,25% Rentner (bei den Universitätsstudierenden 5,89 % und 13,22 %) als Väter, was für die Indusriellen aus dem Charakter der technischen Hochschule leicht erklärlich ist. Bei den jüdischen Studieren - (Teilweise nach Cron.) Es studierten % Ver- Von 10000 Einwohnern der be¬ In Heideiberg in Frei bürg In Karlsruhe Jahrfünft badische hältn. der Juden treffenden Konfession studieren studierten studierten studierten*) bei den bei den Christen Ju ien Christen Jaden Christen Juden Christen j Juden Christen Juden absol. in °/o absoi. o/o absol. | in °;ü 1869-73 1874-78 1879—83 1884-88 1889-93 921! 25 884 | 33 881 j 66 1 421 1 96 1 777; 97 2,64 3,59 6,97 6,39 5,18 6,42 5,99 5,72 9,06 10,93 9,62 12,69 24,44 35,55 35,93 271 239 393 531 603 20 27 52 67 63 6,87 10,15 11,68 11,20 9,42 265 231 294 624 763 2 12 25 22 0,75 3,92 3,85 2.42 385 414 194 266 411 3! 0,77 6! 1,45 2; 1,03 4 :1,51 12 2,92 *) Studienzugang. (Um za vermeiden, daß ein Studierender doppelt gezählt wurde, ist stets der reine Zugang genommen. Tabelle XII. Die Eltern der jüdischen Studierenden in Baden im Gesamtzeitraum 1869—93. (Teilweise nach Cron.) (Studienzugangszahlen.) Heideiberg Karlsruhe F r e i b u r & Ö V o n je 100 Vätern der in Heidelberg der in Karlsruhe B e r u f Der Stand der Eltern Der Stand der Eitern Der Stand der Eitern und Fr eibirrg Studierenden Studierenden s. sin ihrem Bewar bei den war bei den war bei den ihrem Ber. nach rufe nach S°/o Verh. bei den; bei den bei den bei den Christen Juden |d. Juden C tristen Juden %d.Jud. Christen Juden j° 0d.Jud. Christen'; Juden Christen Juden Kaufieute . . . 261 146 ' 35,9 217 14 6,1 233 36 : 13,4 14,51 65,95 15,24 53,84 Staatsbeamte : in. akad Bildg. 212 13 : 58 304 1 0,3 277 4 1,4 14,11 6,09 21,42 3,83 Handwerker . 204 4!,9 181 — 359 2 0,6 16,21 2,15 12,83 — Landwirte. . . 163 — 109 — 433 , 17,42 — 6,95 — Beamte ohne; akad. Bildung 207 — 199 — 123 9,91 — 13,95 — Lehrer ohne 6,05 6,31 3,83 akad. Bildung 193 13 6,3 89 1 U iS7 4 \ 24 10,91 Industrielle . 115 16 12.2 174 5 2,5 56 4 91 5,89 12,25 19,25 Rentner .... 112 26 17,5 119 5 4,2 90 10 10,0 5,91 13,12 8,42 i 19,25 Nied. Bedienstete 82 | 36 — 158 2; 1,2 6,11 0,75 2,63! — 100.00^ 100,00 100,00: 100,00

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