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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-11-01 · Heft 11 (November 1905) · p. Seite 10

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 11 (November 1905)
Article
Russische Studierende an westeuropäischen Universitäten
Date
1905-11-01
Page
Seite 10 (sequence 2)
Language
German
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— 10 — Studierenden £ab es im W.-H. 1002/03 noch 118 christliche Studierende, die aus dem europ. Russland stammten, die Juden machten demnach 69,2 % aller aus Russland stammenden reichsausländischen*) Studierenden aus. Da die Gesamtzahl der an preuß. Universitäten studierenden reichsausländischen Juden im W.-H. 1 £02/03 495 betrug, ergibt sich ein prozentualer Anteil der russ. Juden von 67.0 ( Neben ihnen sind, in erheblicher Zahl nur noch österr.-ungarische Juden vorhanden, deren Zahl 105 betrug, alle übrigen Länder sind nur mit 58 Juden vertreten. Von den 332 in Russland geborenen reichsausländ. Juden studierten 14 in der juristischen Fakultät 183 „ „ medizin. „ 135 „ „ philosoph. „ Für die übrigen deutschen Universitäten sind ähnlich genaue Ziffern nicht zu beschaffen.**) Man kann jedoch annehmen, daß die außerpreuJßischen Universitäten unter den gesamten Studierenden denselben Prozentsatz russischer Juden haben wie die preußischen Universitäten ***) Da die Gesamtzahl der Studierenden im Winterhalbjahr 1902.03 für Preußen 18 207. für Deutschland 35 857 betrug, so würde hiernach die Zahl der in Deutschland studierenden russischen Juden auf 655 zu berechnen sein. In der Universitätsstatistik der Schweiz ist nur die Gesamtzahl der ausländischen immatri* kulierten Studierenden ohne genauere Angabe ihrer Staatsangehörigkeit verzeichnet. Es gab im S.-H. 1903 unter 4786 immatrikulierten Studierenden 2539 53,1 % Ausländer. Von den (in obigen Zahlen einbegriffenen) 1136 immatrikulierten weiblichen Studierenden waren nicht *) Anm. Daneben gab es noch 12 Jude*, dio zwar in Fuss! land gehören, aber deutscher Staatsangehörigkeit waren, also entj "weder in Russland von deutschen Eltern gehören oder später in j Teutschland naturalisiert sein müssen.! **) Wir kennen meist nur die Gesamtzahl der reicSsausläiid.; Studierenden, die im Durchschnitt des W.-H. 1902/03 und des S. H. i 1903 z. B. an den bayrischen Universitäten München. Würzburg und i Erlangen 340 (davon 258 in München), an den hadischen Unij versitäten Freiburg und Heidelberg unter Berücksichtigung nur d-.T j aus europ. Staaten stammenden Reichsausländer "Zol betrug.; ***) Anm. Der Universität Berlin, welche sehr viele ji'tö. Stn- > dierende aus Russland anzieht, stehen im mchtpreußischen DeutscUland die Universitäten München. Heidelberg, Freiburg mit relativ starkem Prozentsatz von russ.-jüdischen Studierenden gegenüber. | weniger ob 1024 00.4% Ausländerinnen. Der Fakultät nach entfielen von den ausländischen (männlichen und weiblichen) Studierenden auf Protestant. Theologie 43 kathol. Theologie 137 Jurisprudenz 344 (darunter 16 weibl.) Medizin 971 (darunter 762 weibl.) Philosophie 1044 (darunter 246 weibl.) Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß unter den ausländischen (männl. und weibl) Studierenden 1/3 bis 1/2 riuss. Juden sind, was eine Zahl von 850 bis 1270 russische Juden an schweizerischen Universitäten ergeben würde. In Frankreich waren auf den Universitäten am 15. 1. 1903 557 Studierende aus Russland vorhanden, die Konfession derselben ist nicht angegeben. Von ihnen studierten protest. Theologie 1 Jurisprudenz 32 Medizin 109 Pharmazie 4 Philosophie u. Litter atur 351 Angaben darüber, an welchen einzelnen Universitäten die Russen studierten, fehlen. Nur für die gesamten an franz. Universitäten studierenden 2045 Ausländer (1537 Männer und 508 Frauen) findet sich die Mitteilung, daß davon die Mehrzahl, nämlich 905 Männer und 336 Frauen, in Paris studieren. Die in Paris studierenden 336 ausländ. Frauen machen damit 54,8 % der gesamten in Paris studierenden 612 Frauen aus, während unter den an allen französ. Universitäten studierenden 1339 Frauen der Prozentsatz der Ausländerinnen 37,9 % beträgt. Insgesamt sind unter den 31 277 an französischen Universitäten studierenden Männern und Frauen 6,55 °/o Nichtfranzosen. Der Anteil der Juden unter den russischen Studierenden dürfte auf 1/2 bis 2/3 und die Zahl der russ. Juden an französ. Universitäten demnach auf 280 bis 370 zu schätzen sein. In Oesterreich waren im Durchschnitt des Winterhalbjahres 1901/02 und Sommerhalbjahres 1902 276 Studierende aus Rußland vorhanden und zwar 85 in Wien, 148 in Krakau und 30 in Lemberg, 13 an den anderen Universitäten. In

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