Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 11 (November 1905)
- Article
- Beiträge zur physischen Anthropologie der nordafrikanischen Juden
- Date
- 1905-11-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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- Tunis 6× ep/1048155
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— 4 — Tabelle IX. Tabelle XL Unter je 100 Juden ist die Kopfform Tunis : Algier Con- Nordstaatine' afrika Europa 16,51; 2,41 Hyperdolichocephalfbis 76);! 24,40 4,80 8,32 Dolichocephal (76-77). .126,10 17 31; 19,41 Suodolichocephal (78-79);!25.Ö0 75.06. 29.42 Mesocephal (80-81) . . .16,20 22,12 21,18 Suhbrachyceplnl (82-83) 6,6443,46; 14.70 110,07 24.61 Brachycephal (84—85) . . i; 1,2011,54 4,70 Hyperbrachycephal ....;! 0,30; 4,80; 2.36 (85 und darüber) |:! j 22,76 26,40 18,65 6.21 14,23 24 50 3.96 17,19 1,65|10.81 sind wiederum mehr dolichocephal als die von Constantin und noch mehr als die von Algier. 65 % aller gemessenen Kinder (in Tunis sogar 75 %) hatten Indices von weniger als 80. Die ausgesprochen brachycephale Form mit einem Kopfindex von 84 und darüber ist unter den nordafrikanischen Juden selten; nur 5,61 °/o, in Tunis sogar noch weniger, nämlich 1,5 °/o, hatten diese Kopfform, während sie 32,89 % der osteuropäischen Juden besitzen. Es wäre von Wichtigkeit zu wTissen, ob die Tatsache, daß die Juden Algeriens sich mehr dem Typus der europäischen Juden (deren Schädelindex im Durchschnitt 80,11 beträgt und unter denen nur 4,80 % dolichocephal, dagegen 16.34 % brachycephal sind) nähern, nicht durch die große Anzahl der europäischen Juden, die in Algier leben und in die eingeborenen Juden hineingeheiratet haben, zu erklären ist. Aber auch in Tunis leben viele europäische Juden, speziell italienische (deren Schädelindex gemäß Lombroso und Livi 82 beträgt), und doch sind die tunesischen Juden dolichocephal. Tatsächlich haben mir alle Juden Nordafrikas, die ich fragte, bestätigt, daß Mischehen zwischen einheimischen und europäischen Juden sehr selten sind. Von erwachsenen männlichen Juden Nordafrikas kann ich nur die Messungen von 77 Individuen angeben, die in Tabelle X zu finden sind. Tabelle X. Juden mit einem Kopfindex von In Tunis In Algier In Constantine In Marokko In ganz Nordafrika in °/o unter 76 4 5 4 7 25,97 76-77 1 3 5 9 2 24,67 78-79 1 3 9 2 19,48 80-81 1 5 4 — 13,00 82-83 — 4 3 — 9,09 84-85; - 3 1 1 6.49 86 1 - — 1 — 1,30 und darüber Gesamtzahl . 9 25 31 12 7,7 Teilt man die Ziffern in Gruppen nach dem Index ein, so erhält man das in Tabelle XI aufgeführte Ergebnis. Der mittlere Schädelindex ist hiernach 78,24, also ungefähr der gleiche wie bei den Kindern. Die marokkanischen Juden sind ausgesprochen langköpng mit einem Index von 75,92; ihnen zunächst folgen die Juden von Tunis mit 76,11, während die von Algier und Constantin breitköphger sind und ungefähr den Ty^pus ihrer europäischen Glaubensgenossen erreichen. Die Verteilung der verschiedenen Index-Gruppen ist interessant. Ueber 50 % der in Nordafrika gemessenen Individuen hatten Indices von weniger als 78. während unter den europäischen Juden nur zirka 8% diese Kopfform besitzen. Andererseits wurden wiederum brachycephale Köpfe mit Indices von über 84 nur zu 7,79 % unter den nordafrikanischen Juden gefunden, während sich unter den europäischen Juden 32,89 % mit derartigen Köpfen finden, d. h. also fast viermal so viel. Tabelle XII giebfc Messungen der Höhe und Breite des Gesichts und den Gesichts-Index Tabelle XII. Höhe des Gesichts Breite des Gesicht s- Constantine . . . . Tunis........ Algier........ Marokko...... Ganz Nordafrika. 121 122 120 120 121 Gesichts Index 137 88,32 139 88,77 135 88,89 134 89,55 136 88,97 ^Durchschnittliche -— 1 Tabelle XIII. Durclmitti - ■■ ii Kopfi Kopf- Ii breite lange Richer jj Höhe Kopfindex j;j der Nase Breito der Nase Nasal-Index Bei 9 Juden in Tunis . . . . |i 150 „ 25 „ , Algier. . . . j| 149 „ 31 * „ Constantine j! 150 „ 12 „ „ Marokko . . |; 145 „ 77 „ Nordafrika.! 149 196 189 1S4 190 188 76.11; Constantine......ji 56 79.12 i Tunis.......... Ii 54 79,06; Algier..........ji 57 75,92 I Marokko . . . . |! 55 78,24; Ganz Nordafrika. . . j; 56 35 33 36 34 34 62,50 61,11 63,16 61,81 60,71