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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. Seite 8

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
Die Tätigkeit der Jewish Colonization Association
Date
1905-10-01
Page
Seite 8 (sequence 3)
Language
German
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rn Brasilien . auf 5 398 ha ca. 267 Personen, „ Kanada . „ 12 472 „ „ 534 „ Cypern . „ 597 „ „ 75 „ Palästina ....... 5 610 .. Kleinasien......„ 80 Familien leben. Die Angaben über die palästinensischen Kolonieen im Berichte der Gesellschaft sind ziemlich summarisch: wir können jedoch diesbezüglich auf die in No. 7 der Zeitschrift gemachten Mitteilungen auf Grund des Ettinger'sehen Buches verweisen. JNeben ihrer Wirksamkeit für die Ackerbaukolonieen betätigt sich die Gesellschaft noch in dreierlei Weise: sie unterhält Ackerbauschulen oder landwirtschaftliche Großbetriebe, sie unterhält ferner Handwerkerschulen und gewährt schließlich an andere Gesellschaften, welche ähnliche Zwecke verfolgen, Subventionen. I. Landwirtschaftliche Schulen und Großbetriebe sind vorhanden: 1. eine Domaine in Sedjera (Palästina), wo 401 ha in eigener Regie bewirtschartet und 35—40 jüdische Arbeiter beschäftigt werden; außerdem ist Land an 12 Juden verpachtet. 2. eine Schule in Or Jehuda (Kleinasien), zu der 2600 ha Fläche (darunter 600 ha bebaut) und 52 Schüler gehören. 3. eine Schule in Minsk (Rußland) mit 62 Schülern. 4. eine Schule in Mohilew am Dnjepr mit 20 Schülern, 5. eine Schule in Orguiew (Rußland) mit 12 Schülern, 6. eine Schule in Novapoltavka (Rußland) mit 42 Schülern, 7. eine Schule in Czenstochowra (Rußland) mit 20 Schülern. 8. eine Schule in Czenstoniew (Rußland) mit 70 Schülern, 9. Domaine und Schule in Slobodka Lesna (Galizien) mit 930 ha und 72 Schülern. IL An Handwerkerschulen sind vorhanden: 20 Schulen für Knaben in Rußland mit 1606 Schülern, von denen 1078 als Schlosser, 272 als Tischler und 256 für andere Handwerke ausgebildet werden. 19 Schulen für Mädchen in Rußland mit 1299 Schülerinnen, von denen 92£ in der Schneiderei, 178 im Spitzenkloppelu, 94 in Putz und die übrigen in sonstiger Weise unterrichtet werden. 1 Tischlereischule in Stanislau (Galizien) mit 20 Schülern. Ausserdem hat die Gesellschaft 17 Knabenschulen, 13 Mädchenschulen und 6 gemischte Schulen in Rumänien, die daselbst von jüdischen Gemeinden oder Vereinen zur Förderung des Handwerks begründet sind, durch Geldbeiträge unterstützt. III. Folgende Organisationen und Institute sind von der Gesellschaft subventioniert worden: 1. Baron von Hirsch-Institut in Montreal. Dasselbe hat vom 1. Oktober 1903 bis 30. September 1904 3967 jüdische Einwanderer in Kanada unterstützt und den Einwanderern in Abendkursen, die von 513 Erwachsenen besucht wurden, und in einer Elementarschule, die 725 Kinder zählte, Unterricht erteilt. 2. Baron von Hirsch-Stiftung in New-York. Diese Stiftung unterhält eine Handwerker- Schule in New-York, welche jedes Jahr ca, 100 junge Leute zu Handwerkern ausbildet, und eine Ackerbauschule in Woodbine mit 156 Schülern. 3. Jewish Agricultural and Industrial Aid Society. Dieselbe will die nach den Vereinigten Staaten einwandernden Juden von den großen Städten, insbesondere von New-York, fernhalten, und sie als Ackerbauer und Handwerker auf dem Lande ansiedeln. Sie hat an jüdische Landwirte im Jahre 1904 in 139 Fällen Darlehen im Betrage von 55 000 Dollars gewährt und unterhält mehrere Fabriken, insbesondere Ziegeleien, in denen sie jüdische Arbeiter beschäftigt. 6023 Personen sind mit Hilfe der Gesellschaft im Jahre 1904 von New-York ins Innere des Landes übergesiedelt, ebenso 191 Personen aus Philadelphia und 539 aus Boston. 4. Gesellschaft für Verbreitung von Elementarbildung unter den russischen Juden.

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