Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1905)
- Article
- Die Juden unter der städtischen Bevölkerung Rußlands
- Date
- 1905-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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- Odesa 1× ep/1000834
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- 3 — Tabelle C Südrußland Oiouverneuient Jüdische Bevölkerung 2 O m rr* -~ C :p w Jüd. städt. Bevölkerung in absol.!.in,> „ , , < . brÖS - Zahlen; Ij3V. in absolj ™> rr , , <t. Oes.- Zahlen Bev. ] v.Bessarabieu lo. Jufcaterinoslaw 14. Krim ^Taurien) IT». Clierson ohne Stadt Odessa — Odessa 228 528: 11,7 101 088 4.8 00 752 4,2 200 975 7,4 138 935 34,4 293 332 2410U5 28V) .:',lü 395 145 403 815 109 655: 37,1 64 024 26,6 BD 338 13,6 102 133 25,9 138 935 34,4 &imti. 4 Gouv. 730 278- 8,0 1 622 613 453,080: 27,9 vöikerung in den städtischen Orten. In diesem Gebiet ist überhaupt der Prozentsatz der Juden geringer als in Nord- und Südwestrußiand: die Dichte der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Gouvernements schwankt zwischen 4.2 und 11.7%, die Dichte unter der städtischen Bevölkerung dagegen zwischen 13,6 und 37,4 %. Der Durchschnitt der Dichte der jüdischen Bevölkerung in den Städten ist drei Mal so gross als im Gesamtgebiet (27,9:8,9). Tabelle D. Polen (Weichselgebiet). Gouvernement Jüdische Bevölkerung fcC o 2 g "PS o t+ H K O M^f w' % o QG Jüd. städt. Bevölkerung in absol. 1 ~ , . d. ües.- Zanlen , Ber. in ab5oj.\isf,0;'° rr i , d> Zahlen; Bev. 16. Warschau 17- Kaliscli 18. Kieke 19. Lomsha 20. Lublin 21. Petrokow 22. Flock 28. Radoni 24. Suwalky 25. Sediez 351942 18.2 34 915! 8.5 83 221! 10.9 91394! 15,7 156 221! 13.3 222 55S! 15.8 51 454 9.2 112 323! 13,9 59 195; 10.1 121135! 15,8 845 243 115 992 70 402 74 824 160 824 511 563 88 237 100 230 73 648 117 699 286 791 33,9 43 664 37.6 36 118 : 51,3 35 084 46,9 73 709 : 45,8 163 671; 32;0 30 862! 35,0 50 752 1 50,0 29 479 i 40.0 63 245 | 53,7 Sanitl. lOGouT. l 321 lOOj 14,1 2 158 662 813 375 37,7 Im Gebiete des Königreichs Polen sind die Siedlungsverhältnissc der Juden ebenfalls ganz analog denjenigen der früher angeführten Rayons, obwohl in einem etwas schwächeren Maßstabe. Hier wohnt die jüdische Bevölkerung viel kou-! zentrierter, sowohl in der Stadt wie auf dem i Lande; in den städtischen Orten sehwankt die Dichte der jüdischen Bevölkerung zwischen 32 % und 53,7 %, dagegen in den gesamten Gouvernements zwischen 10,1 und 18,2 %. Die Durchschnittsdichte der jüd. Bevölkerung ist hiernach in den Städten etwa 2% Mal grösser als im Gesamtgebiet, präzise ausgedrückt ist das Verhältnis wie 37.7 gegenüber 14,1. Noch klarer und deutlicher erscheinen die Konzentrationsverhältnisse der jüdischen Bevölkerung, wenn wir die Uebersichtstabelle E näher betrachten. Wir sehen daraus, daß in den vier Gebieten des Ansiedlungsrayons die Dichte der jüdischen Bevölkerung in den Städten 27,9 % bis 52,6 % ausmacht. Der Durchschnitt der Bevölkerungsdichte der Juden in dem gesamten Gebiete des Ansiedlungsrayons beträgt 11,5%, derselbe Durchschnitt unter der städtischen Bevölkerung beträgt 38,5 %, ist also 3,4 Mal größer. Die größte Dichtigkeit zeigen die Juden in den Städten Litauens (resp. Nordwestrußlands), dort haben sie eine absolute Majorität, aber auch in den Städten des südwestrussischen Gebietes (10,6 %) und Polens (37,7%) ist der Prozentsatz der Juden ein sehr bedeutender, nur in den Städten des südlichen Gebietes des Ansiedlungsrayons macht er weniger als ein Drittel (27,9 %) der Gesamtbevölkerung aus. Zu recht interessanten Ergebnissen führt die vierte Rubrik derselben Tabelle E, indem sie deutlich darstellt, welcher Teil der; jüdischen Bevölkerung in den Städten konzentriert i ist: hierbei sehen wir. daß die größte Konzen - | tration mit 62,1 % in den Städten Südrußlands; stattfindet, an die zweite Stelle kommt Polen mit \ 61,5 %, dann folgt Nordwestrußland mit 43,8 \ und schließlich Südwestrußland mit 33,0 %. In Polen ist die anormale Konzentrierung; von über 60 % der Juden in den Städten eine | direkte Folge der früheren polnischen Politik, die I den Juden systematisch zu einem Krämer und i Händler erzogen hat: die große Konzentration in I den Städten Südrußlands erklärt sich durch das; Vorhandensein großer Handels- und Industrie-! Zentren, wie Odessa, Oherson, Jekaterinoslaw, I Kischinew etc., die die größte Anziehungskraft