Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 8 (August 1905)
- Article
- Zur Pathologie der Juden
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 11 (sequence 2)
- Language
- German
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— II — Es könnte wohl sein, daß Grind ebensowenig eine Rasseneigentümlichkeit der Juden darstellt, wie der berüchtigte Foetor judaicus, bekanntlich ein physiologisches. Attribut der meisten Südländer. Im übrigen verdient vielleicht Beachtung, daß die Verbreitung der hier untersuchten Krankheit bei den jüdischen Rekruten Petersburgs mit den Jahren deutlich in Abnahme begriffen ist: während das Jahr 1898 noch 142 favöse Juden aufwies, ging ihre Zahl im Jahre 1899 auf 118, im Jahre 1900 auf 55 herab; 1901 gab es 87 Favöse, 1902 wurden 90 gezählt; das Jahr 1903, das letzte in der vorliegenden Statistik, führt nur 14 favuskranke Juden auf. Es ist schwer, mit Bestimmtheit zu sagen, womit; dieses Sinken der Erkrankungsziffer zusammenhänge. Einwanderung nach Groß Wir brachten in Nummer 4 der Zeitschrift Angaben über die Einwanderung nach Großbritannien bis zum Jahre 1903. Inzwischen sind neue Statistical Tables re^ting to Emigration and Immigration from and into the United kingdom in the Jear 1904 (London 1905) erschienen, auf Grund deren wir die Zahl der Einwanderer im Jahre 1904 angeben können. Freilich läßt sich die Zahl der Juden darunter nicht mit absoluter Genauigkeit bestimmen, da die englischen Einwanderungsbehörden nicht die Konfession, sondern nur die Nationalität der Einwanderer feststellen: doch läßt sich die Zahl der Juden annähernd berechnen, da die als Russen, Polen und Rumänen bezeichneten Einwanderer, wie auch der Bericht der Einwanderungsbehörde zum Ausdruck bringt, zum allergrößten Teile Juden sind. Die Tabelle zeigt, daß die Zahl der eingewanderten Russen und Polen im Jahre 1904 gegen das Vorjahr ganz bedeutend (um mehr als 50%) zugenommen hat. Die Steigerung der gesamten Einwanderung von 69198 Personen im Jahre 1903 auf 82 845 Personen im Jahre 1904 ist lediglich durch die gestiegene Zahl der eingewanderten Russen und Polen verursacht. Die Zahl der eingewanderten Rumänen hat keine wesentliche Aenderung erfahren, die Zahl der einwandernden Oesterreicher und Ungarn, unter denen sich auch ein großer Prozentsatz Juden befindet, ist sogar erheblich zurückgegangen. Nach den kontinentalen Einschiffungshäfen geordnet, kamen von den 46 095 russischen und Britannien Im Mm ISöf. I polnischen Einwanderern 14 026 oder 30 % von; Hamburg, 7935 oder 17 % von Bremen, 7634 I oder 17% von Li bau und 12 110 oder 26% von; Rotterdam. j 35 651 oder 77% der Russen und Polen und; 257 -= 50% der Rumänen kamen in London, die | übrigen in den anderen englischen Häfen an.; Unter den 46 095 Russen und Polen waren; 30 443 (erwachsene) Männer, 8984 Frauen und j 6668 Kinder.! An den Jewish Board of Guardians in London i wandten sich 6602 Personen mit dem Gesuch um Unterstützung. In 6018 Fällen wurde die Ünteri Stützung gewährt, die im ganzen 22 859 Personen! zugute kam. In 2807 von den 6018 Fällen : handelte es sich um Unterstützungsgesuche neu i angekommener Juden. Von dem Russo-Jewish j and Jewish Board of Guardians Conjoint Comj mittee wurde ferner in 397 Fällen (auf 620 Unterstütz ungsgesuche) an 1111 Personen Unterstützung I gewährt. Nationalität Es wanderten ein 1904 | 1903 im Jahre 1902 Russen und Polen..... 46 095 80 04G 28 oll Norwegen, Schweden und Dänen........... 4 827 4 702 5 028 7 048 7 502 6 905 Holländer......... 4 082 3 761 2 456 Franzosen ......... 6 564 6 495 6 637 0 est err ei eher un d Un i am 2199 4 005 3144; 513 565 12S2 Andere Nationalitäten . . 5181 5 047 4714 Zusammen . . . 82 845 69 168 66 471