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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-07-01 · Heft 7 (Juli 1905) · p. Seite 7

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 7 (Juli 1905)
Article
Ueber die sprachlichen Verhältnisse der Juden Russlands
Date
1905-07-01
Page
Seite 7 (sequence 2)
Language
German
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7 — einschließen), dann die Gouvernements Charkow und Dongebiet in Südostrußland; Pensa und Smolensk in Zentralrußland: Pskow in Nordrußland und Tomsk in Sibirien. Unter diesen 8 Gouvernements sind 6, welche noch eine nennenswerte jüdische Bevölkerung (über 6ÖOÜ Seelen) aufweisen. Tabelle IV. Gouvernements Gesamtzahl der Juden Davon lauen als lim jüdisch in abin % soluten aller Zahlen Juden terspraclie angegeii. eine andere Sprache in ab- : in % soluten' aller Zahlen j Juden St. Petersburg . Moskau (Stadt). 21122 7 977 15 866: 75,12 4 880! 61,18 5 2c6 3 097 24,88 38,82 zusammen 29 099 20 746! 71,30 8 353 28,7 Tabelle V. Charkow..... 13 063 12 557 91,9 1106 8,1 Dongebiet .... 15 978 15 005 93,7 973; 6,1 Smolensk .... 11 144 10 863 97,5 281 : 2,5 Pskow...... 7 412 7 321 98,8 91 ' 1,2 Pensa....... 536 471 87,9 65^ 12,1 Tomsk...... 2 779 2 635 94,8 144; 5,2 zusammen 51 512 48 852 94,8 2 660; 5,2 Wenn wir die Resultate der Tabellen IV und Y mit derjenigen der Tabelle I in voriger Nummer, die die Verhältnisse im Ansiedlungsrayon behandelt, in Vergleich ziehen, so können wir den bedeutenden Unterschied im assimilierenden Sinne nicht verkennen; ganz besonders bezeichnend sind die Verhältnisse von Moskau und Petersburg. Das fremde Milieu mit der überwältigenden Majorität der christlichen Bevölkerung mußte hier einen viel größeren Einfluß ausüben als im Ansiedlungsrayon. Dabei lässt sich noch ziffermäßig feststellen, daß der Einfluß einer unzivilisierten Umgebung viel schwächer ist als der einer höher zivilisierten. Sonach findet sich die allergrößte Verbreitung der nichtjüdischen Sprachen unter den Juden in den Hauptstädten Rußlands (in Moskau und Petersburg), sodaß dort bereits 28/7 0;0 eine nichtjüdische Muttersprache angegeben haben. Wenn wir das Ergebnis der oben in Tabelle V angeführten sechs Gouvernements als Durchschnittsmaß für die Verhältnisse im ganzen Rußland außerhalb des Ansiedlungsrayons zur Basis unserer Berechnung annehmen, so läßt sich die Gesamtzahl derjenigen, die in ganz Rußland die jüdische Sprache als Muttersprache angegeben haben, sehr leicht feststellen. Tabelle VI. G-ouvernements Sämtliche Gouvernements d. Ansiedlungsrayons . . . . Petersburg u. Moskau . . . . Sämtliche Gouvernements d, übrigen Rußlands (berechnet) . Summa Gesamtzahl der Juden 4899493 29099 Hauen alsMatterspraclie angebt). jüdisch in abj in % soluten! aller Zahlen \ Juden 4799663: 97,96 20746; 71,3 287213 272393 94,8 5215805|5092802j 97,64 eine ante Sprache in abj In % soluten; aller Zahlen j Juden 99830 2,04 I 8353| 28,7 i 14820| 5,2 123003| 2,36 Wir sehen hieraus, daß im Endresultate die etwas ungünstigeren Verhältnisse für die jüdische Sprache außerhalb des Ansiedlungsrayons das Schiaßergebnis nur ganz wenig beeinflußt haben: sie haben den Prozentsatz der jüdisch sprechenden Juden unter allen Juden von 97,96 % nur auf 97.64 % d. i. also um 0,32 % herabgedrückt. Was die einzelnen nichtjüdischen Sprachen, die unter den Juden außerhalb des Ansiedlungsrayons verbreitet sind, anbetrifft, so beträgt in den oben angeführten acht Gouvernements die Gesamtzahl der eine nichtjüdische Sprache sprechenden Juden 11 013, und zwar sprechen davon: russisch deutsch polnisch . tatarisch . französisch 671 179 24 16 /0: 6,1 „ 1,0 „ 0,9 „ sonstige Sprachen 54 j Die russische Sprache spielt hiernach eine prädominierende Rolle außerhalb des Ansiedlungsrayons, alle übrigen Sprachen haben nur eine nebensächliche Bedeutung. Die allergrößte Abweichung zwischen dem Ansiedlungsrayon und dem übrigen Rußland stellt sich, wie vorauszusehen war, bei der Anzahl der „gewesenen" Juden, die ihre jüdische Mutter-

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