Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1905)
- Article
- Die ökonomische Lage der jüdischen Kolonieen in Palästina
- Date
- 1905-07-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Zahl der Familien mit einer Arbeitskraft beträgt........ . 06,8°/0 Die Zahl der Familien mit zwei und mehr Arbeitskräften beträgt ...... 26,1% 100,0 Vom Standpunkt der Arbeitskräfte aus betrachtet, stehen also die Cherson sehen Kolonieen günstiger dar. Der Prozentsatz der Familien ohne Arbeitskräfte machte dort nur 7,6% aus, in Palästina dagegen 13,3; der Prozentsatz der Familien mit 2 und mehr Arbeitskräften betrug in den ersteren 26,1, in den letzteren dagegen nur 20,9. Nach ihrer früheren Beschäftigung (vor ihrer Kolonisierung in Palästina) zerfallen die Familien der Kolonisten in folgende Gruppen: Tabelle III. Insgesamt i 1 aller Kolonisten 48 ' 6,6 es lernten die Landarbeit 13 1.8 157 21,6 04 12,9 173 23,8 35 4,8 Ohne bestimmte Beschäftig. 207 28,5 Im Ganzen 727 100,0 Lieber V3 aller Kolonisten (36,7%) rekrutierten sich also aus gewesenen Händlern und Handwerkern und 28,5% hatten früher gar keine bestimmte Beschäftigung. Es sind größtenteils junge Leute, die bis zu ihrer Uebersiedlung nach Palästina noch keinen bestimmten Beruf gewählt hatten. Wenn man zu diesen zwei Kategorien von Kolonisten noch diejenigen Kolonisten hinzufügt, die den freien Berufen angehörten (4,8%), so erhalten wir als Resultat, daß 70% aller Kolonisten bis zu ihrer Uebersiedlung nach Palästina mit dem Ackerbau nicht bekannt waren. Nach dem Geschlechte kommen auf je 100 Männer 944 Frauen. Außer der jüdischen Bevölkerung ist in den Kolonien auch eine große Anzahl von Arabern vorhanden. Ganz bestimmte Angaben über ihre Zahl gibt es nicht, aber nach Beobachtungen Ettingers soll sie sehr beträchtlich sein. Die Bodenfläche, die die in den 17 Aussiedlungen wohnenden palästinensischen Kolonisten besaßen, belief sich im Jahre 1902 auf 119 114 Dunam (1 Dunam 925 qm). Ettinger läßt die Frage, wessen Eigentum der Grund und Boden ist, und auf wessen Kosten er erworben ist, im erörtert, ihn interessiert es mir, wie der Boden unter den Kolonisten verteilt ist. Das ist aus der Tabelle 4 zu ersehen: Tabelle IV. Kolonie: Die Zahl der Dunam insgesamt auf jede Familie auf jede Seele Kastinie......... 5 623 281,15 49,3 3 368 168,40 42,1 4 260 137,42 23,8 10 650 213,10 55,5 1369 62,23 14,4 Rischon-Lezion .... 6 828 80,33 16,9 Artuf........... 4 350 310,70 58,0 510 36,74 18,2 Petach-Tikwa..... 13 859 84,51 21,4 10 864 236,17 82,3 ) 18 246 153,33 28,4 Em-El-Djainal..... 1 Judäa insgesamt . . 79 929 137,57 30,9 10 985 274,60 47,9 Jessod-Hamala .... 11000 343,80 82,7 4 400 366,70 43,1 Metuia.......... 12 800 220,70 55,4 Galiläa insgesamt . 39 185 275,90 58,9 Gesamtzahl in Palästina 119114! 164,80; 36,6 Die ungleichmäßige Verteilung der Bodenfläche fällt sofort ins Auge. Während in manchen Kolonien auf jede Familie 350 Dunam und mehr kommen, entfallen in anderen auf die Familie weniger als 100 Dunam. Im Durchschnitt entfallen auf jede Familie in den palästinensischen Kolonien 164,8 Dunam und auf jede Seele 36,6 Dunam. Der Unterschied zwischen Galiläa und Judäa ist ein sehr großer: während im ersteren Landstrich durschnittlich auf jede Familie 275 und auf jede Seele 58,9 Dunam kommen, entfallen im letzteren auf jede Familie 137,57 und auf jede Seele 30,9 Dunam. Da die Größe der in seinem Besitze befindlichen Bodenfläche für jeden Kolonisten von großer Wichtigkeit ist, so bringen wir hier noch Angaben über die Größe der Anteile in Judäa und Galiläa, (Tab. V.)