Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1905)
- Article
- Die transkaukasischen Juden
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Baku 2× ep/1000527
- Kars 1× ep/2506332
- Tuapse 1× ep/1577214
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— 2 allgemeinen nur ausnahmsweise aufsuchen. Wie aus den darüber vorhandenen Daten, die ich hier übersichtlich zusammengestellt habe, hervorgeht, lebten z. B. im Baku'schen 3/4 sämtlicher dort gezählter Juden in den Städten, nur 1/4 auf dem Lande. Aehnlich liegen die Verhältnisse im Tiflis'schen, Kutais'schen und Eriwan'schen Gouvernement, ja im Schwarzmeersstrich verteilen sich sämtliche dort überhaupt vorhandene Juden auf die Städte (Noworoszisk, Ssotschi und Tuapse). Die Stadt Baku allein zählt 2158 Juden, die Niederlassung Kuba im Baku'schen 6609; die Stadt Tiflis 2685, Kutais 4364, Batum 842, Eriwan 363, Jelisawetpol 89 Juden. Stadtbewohner Landbewohner 13 C Ä © 1 ta u © sä ö © cö 13 •3 a < u £ p 5 N s 53 sc 5 43554122 8977 1529 1 1025! 2554 11531 Jelisawetpol 44 49 93 1021 872 1893 1986 30 21 51 25 12 37 88 Kutais .... 278512129 4914 1737 1425 3162 8076 Tiflis..... 309312194 5287 2184 1608 3792 9079 Schwarzmeergebiet 1319! 900 2219 0 0 0 2219 Eriwan . . . 201 162 363 92 65 157 520 Batum .... 477 365 842 2 0 2 844 12804j9942 22746 6590|5007|ll597 343 IS Im Gouvernement Jelisawetpol haben wir in Transkaukasien das einzige Beispiel einer fast ausschließlich landbewohnenden Judenbevölkerung, da hier auf 1803 Landbewohner kaum 100 Städter kommen. Ueber die Verbreitung der Freizügigkeit unter den transkaukasischen Juden ist es ans Gründen, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen, recht schwer, zuverlässige Ermittelungen Von den bei der Volkszählungvorhandenen Juden waren u ei & .2 if'rS ei © > tß — s m £ © j - ci "o 1 3 B M | J* —! CC © l— >-3 | K e TifHs Kutais dauernd anwesend vorüberg. anwesend i! | i 1 62183 1765; 14| 73j 9187! \ i! I 82! 36 22118304471 2344 7336 7410 1743- 666 28074 6369 88 2219 1986|8I4 520; 11531;9079;8076 34343 beizubringen. In üblicher Weise haben die hier in Frage kommenden Erhebungen sowohl die Gesamteinwohnerzahl festgestellt als auch zwischen „dauernd Ansässigen" und „zeitweilig Anwesenden" in jedem einzelnen Gebiet und Ort unterschieden. Das mag in jenem Lande vielleicht seine Schwierigkeiten haben und es werden dabei manche absichtliche und unabsichtliche Irrtümer vorgekommen sein, aber das in vorstehender Tabelle zusammengestellte Resultat der Aufzeichnungen deutet darauf hin, daß in Transkaukasien hinsichtlich der Freizügigkeit zwei Fälle zu unterscheiden sind. In manchen Gouvernements erscheinen die Juden vorwiegend als ansässiges Element, in andern sind sie ausschließlich oder fast ausschließlich beweglich, zugewandert. Zur ersteren Gruppe gehört vor allem das Schwarzmeergebiet im äußersten Westen des Landes, sodann Kutais, Baku und Tiflis, wo die Anzahl der Freizügler anscheinend nur gering ist. Dagegen setzt sich die jüdische Bevölkerung von Batum, Eriwan und Kars, jener Gebiete also, wo die Juden in Transkaukasien überhaupt am spärlichsten auftreten, ganz überwiegend aus „zeitweilig Anwesenden" zusammen, die kommen und gehen, ohne dort festen Fuß zu fassen im Bereich der türkischen Grenzzone. Die biostatischen Verhältnisse in Transkaukasien sind hinsichtlich der dort lebenden Juden nicht bearbeitet und die darüber etwa gewonnenen Daten jedenfalls nicht veröffentlicht. Nur aus dem Schwarzmeer strich und dem Gouvernement Eriwan liegen für das Jahr 1902 die hierhergehörigen Ermittelungen vor. Aus der Tabelle, in der ich die betreffenden Resultate zusammengebracht habe, geht unter anderem e © bß 5 ca P "o «J © Zahl der Geborenen Zahl der Gestorbenen Zuwachs Ehelich Außerehelich Total m. w. zns. m. w. CO m. w. zus. m. w. zus. Schwarzmeergebiet Eriwan . . 14 7 41 14 37 11 78 25 ~ — - 41 14 87 11 78 25 17 12 7 5 24 17 +54 4- 8 21 55!48!l08 -!- 5o|48;lÖ3 29;i2|4l|+62 hervor, daß auch in jenen Gegenden die Juden *n den offiziellen Statistiken zu der Rubrik der außerehelichen Geburten keine Beiträge liefern.