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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-04-01 · Heft 4 (April 1905) · p. Seite 7

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 4 (April 1905)
Article
Eheschließungen zwischen Juden und Christen in Ungarn
Date
1905-04-01
Page
Seite 7 (sequence 3)
Language
German
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und den Juden herrscht und daher, trotz der so großen Anzahl Juden, die zwischen ihnen wohnen, Mischehen nur äußerst selten zustande kommen läßt. Auch darf hier nicht außer Acht gelassen werden, daß gerade zwischen den Griechisch-Katholischen und teilweise auch zwischen den Evangelischen ref. Bekenntnisses überwiegend der streng orthodoxen Richtung angehörende Juden wohnen, bei welchen Mischehen fast ganz ausgeschlossen sind. Im Sinne der Gfesetze kann bei Mischehen zwischen den beiden Ehegatten vor Abschluß der Ehe eine Vereinbarung wegen der zukünftigen Religion der Kinder erfolgen oder es kann auch eine solche unterbleiben. In letzterem Falle folgen die Knaben der Religion des Vaters, die Mädchen derjenigen der Mutter. In welchem Umfange von dem Rechte der Vereinbarung zu Gunsten der christlichen oder jüd. Erziehung der Kinder Gebrauch gebrauch gemacht wurde, zeigt die nachfolgende Tabelle. Bei den Ehen zwischen jüd. Manne und nielitjüd. Frau. Bei den Ehen zwischen nichtjüd. Manne und jüd. Frau. wurde über die Kindererziehung eine Vereinbarung nicht getroffen in Fällen getroffen in Fällen in den Fällen der Vereinbarung sollen die Kinder erzogen werden als wurde über die Kindererziehung eine Vereinbarung Christen Ju2en nicht getroffen in Fällen getroffen in Fällen in den Fällen der Vereinbarung sollen die Kinder erzogen werden als Christen Juden 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 191 114 1-21 141 158 153 220 63 57 60 50 43 34 22 53 51 40 33 39 26 20 10 6 10 12 4 217 117 114 146 154 149 179 58 66 54 41 56 47 60 49 60 46 34 50 44 51 1098 I 319 I 267 j 52 Es sind für das Judentum nicht sehr erfreuliche Resultate, die uns ein auch nur flüchtiges Durchgehen dieser Ziffern aufweist. Von 701 Fällen, in denen eine Vereinbarung betreffs der Religion der Kinder stattgefunden hat, war es in 100 Fällen zu Gunsten des Judentumes, sechsmal so oft aber zu seinem Schaden. Bezeichnenderweise gab es sogar bei den Eheschließungen zwischen Juden und Konfessionslosen, wo also keiner der Ehegatten christlich ist, doch fünf Vereinbarungen zu Tabelle 1076 I 382 I 334 j 48 Grünsten des Christentums (neben ebensovielen zu Gunsten des Judentums). Vergleichen wir die Gewinne und Verluste, die den sämtlichen einzelnen Konfessionen durch die Vereinbarungen betreffs der Kindererziehung bei den Mischehen erwachsen, so ergiebt sich (+ — Gewinn, — Verlust) das in Tabelle IV dargelegte Resultat. Wir sehen also, daß mit Ausnahme der beiden katholischen Bekenntnisse alle übrigen Konfessionen verlieren. So verlieren die Protestanten 3V.! röm. kath. griech kath. griech. un. ev. Augsb. ev. ref. unit. Israel. 1896 +515 — 1 -45 —179 —242 — 5 —42 1897 +552 + 5 -54 —183 —263 - 9 -50 1898 + 563 + 13 —78 —223 —235 - 6 -34 1899 + 605 + 7 -70 -236 -268 —10 —26 1900 +567 + 15 -89 —209 —236 — 9 —39 1901 + 552 + 8 —53 —179 -243 -11 —29 1902 +593 + 3 —50 -216 —242 —10 -30 .

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