Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 3 (März 1905)
- Article
- Die Auserwähltheit der Juden im Lichte der Biologie
- Date
- 1905-03-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2650397-3187624-3187628-3188042--0089-3188062- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
IfflfiliLMtUiii. Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,— M. für das halbe Jahr 3,50 M. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Westfälische Strasse 4<>. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Zu beziehen dun Ii das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halcnsee, . Jahrgang. | I. Abhandlungen, Hr. Alfred 1 Das Hlrngewloat der ,ludi II. Statistisches Archiv. Union (Nachdruck der vi Sic Buserwähltheit der M Von Dr. Alfred Die Idee der Auserwäbltheit der Juden und ihres Einflusses auf die geistige, moralische und und physische Entwicklung derselben läßt eine ganz andere Auffassung zu, als die im vorangehenden Hefte dieser Zeitschrift von Curt; Michaelis vorgebrachte. Der Gegenstand ist ein j so umfassender, daß ich mich an dieser Stelle I nur auf Andeutungen beschränken muß. Zunächst seien die Hauptgedanken von , Michaelis in Erinnerung gebracht. Nach der I jüdischen Weltanschauung, auf welcher die moralische Geschichtsschreibung beruht, ist die Ge-! schichte der Juden das Produkt eines heiligen göttlichen Willens. Selbst ein Jesaias sieht noch auf diesem Standpunkt und versperrt damit j seinem Volke die aktive Teilnahme an der Welt- I gescliichte. Die moderne, naturwissenschaftliche Geschichtsschreibung erklärt das Schicksal der j Völker als das Produkt ihrer eigenen Fähigkeiten und Ansprüche, unter steter Einwirkung der Vererbung und Anpassung. In der Geschichte | der Juden entfällt aber der Einfluß der Anj passung. Denn die Idee der Auserwäbltheit, | en im Lichte der Hioiorjii. Nossig, Berlin. welche in ihrer bizarren Karrikierui.g ein Spezia! übel der Juden ist, hat ihren Rassencharakter zu ewiger Stagnation verurteilt. So isi die Gesohichte der Juden nur Tradition, nicht Fortschritt. Die Idee der Auserwählung erwuchs ans dem Rassenstolz der Juddn. So potenziert, wurde der Rassenstolz für die Juden biogenetisch verhängnisvoll. Er zog ein Sich-Absehließen nach sich, strenge endogamische Gesetze, Verachtung, Grausamkeit und Haß gegen die anderen Völker. In seiner Betätigung stützte er sich auf den primitiven Rechtsgrundsatz „Auge um Auge". Im Laufe Handel, 'angewendet. Der Jude ward zum Schacherer. Dieser Volkscharakter wurde unveränderlich vererbt. Er führte eur Einsperrung der Juden ins Ghotto und .spiegelt sich in der geringen Wertschätzung der Juden durch andere Volker. Ableitungen kaum einen Punkt, der nicht den