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Der jüdische Wille · 1937-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1937) · page 68

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
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Am 21. 3. 36 fand eine Tagung für das gesamte Kartell statt mit dem Thema: „Organisierte jüdische Arbeit." Leider war die Zahl der Teilnehmer verhältnismäßig gering, obwohl die Tagung gut vorbereitet war. Im Rahmen des Snif Tel-Aviv veranstalteten wir dann noch einen Abend über soziale Fragen, es sprachen Bbr. Walter Preuß, Frl. Weinreich, Dr. Ernst Levy und Perlson (Leiter der sozialen Abteilung der Iriah). Die Arbeit in unseren kleineren Gruppen stockte nicht. Der Chug Ivri traf sich regelmäßig, der Chug Boulevard Rothschild veranstaltete eine Reihe von Zusammenkünften und die Ärzteschaft des KJV. einen Vortrag über „Aktuelle Fragen der ärztlichen Standespolitik". Der Arbeit im Winter verspricht erfolgreich zu werden. Über den Konvent, der am 2. 12. 36 stattgefunden hat, wird gesondert berichtet. Auf Initiative des Präsidiums sind 3 Seminare in Angriff genommen worden: 1. Europäische Politik im Vorderen Orient (Leitung: Herr Ben Aharon und Bbr. Reinhold Cohn.) 2. Planwirtschaft in Palästina (Leitung: D. Horowitz und Bbr. Max Hirsch.) 3. Innerzionistische Fragen (Leitung: Bbr. Erich Hurwitz.) Das Interesse hierfür ist, gemessen an der Zahl der in Tel-Aviv lebenden Bundesbrüder, noch nicht groß. Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß von den Teilnehmern an den Seminaren eine starke Mitarbeit verlangt wird. Doch zeigt sich, daß das Interesse der Bundesbrüder zusehends größer wird. An größeren Veranstaltungen dieses Winters fanden statt: Alexander G o 1 d s t e i n (Direktor des Keren-Hajessod in Palästina) referierte über „Das Echo -der Unruhen in der Golah" und Bbr. Felix Rosenblüth über „Probleme der Stadtveraltung Tel-Aviv". * Aus dem Protokoll des KJV.-Konvents vom 2.12.1936 in Tel Aviv Nach einleitenden Gedenkworten auf den bei den Unruhen gefallenen Bundesbruder Reuben Strauß gibt Reinhold Cohn den Rechenschaftsbericht über die Arbeit des Snif Tel-Aviv. Auf Wunsch wird der in Hebräisch gegebene Bericht ins Deutsche übersetzt. In der Aussprache über den Bericht sprechen Hans Kaufmann, Perzikowitz, Max Hirsch, Kurt Stein, Leo Cohn, H. Levisohn u. a. Hans Kaufmann bittet, die aktuellen Ereignisse mindestens einmal im Monat in einer geschlossenen Veranstaltung des Snif darzustellen und wenn möglich, eine Stellungnahme durch uns herbeizuführen. Max Hirsch nimmt zu den Fragen des künftigen Arbeitsprogramms Stellung, befaßt sich mit der Einrichtung des Seminars und fordert von jedem intensive Mitarbeit. Weiter wünscht er, daß der Chug Ivri seine hebräische Arbeit weiter intensiviere und, wenn möglich, eine Kontrolle über alle Bundesbrüder ausübe, inwieweit sie den Forderungen des Kartells genügen. Ferner verlangt er die Einsetzung einer Kommission, die sich mit sportlichen Dingen befaßt. Perzikowitz bemängelt, daß wir uns zu sehr mit der Analyse des KJV. befassen und uns keine konkreten Kulturaufgaben stellen. 68

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