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Der jüdische Wille · 1936-10-01 · Heft 8-9 (Oktober 1936) · page 57

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 8-9 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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Unruhen in Palästina Sammelheft zur politischen Lage. Herausgegeben von der Hitachduth Olej Germania. Zu beziehen durch Palestine Ecconomic Service, Book-Department, Tel-Aviv, 119 Allenby Road, (In Deutschland durch Verlag Jüdische Rundschau, zum Preise von RM 1,25). 144 Seiten. Wir haben, einer Anregung des KJV Erez Israel gern Folge leistend, in der vorigen Nummer die Rede, die Bbr. Felix Rosenblüth zur politischen Lage gehalten hat, zum Abdruck gebracht. — Die vorliegende Broschüre enthält noch vieles andere gediegene Orientierungsmaterial: Einen Aufsatz von K 1 i n o w, der einen Überblick über die früheren Unruhen, ihre Ursachen und Lehren gibt, — eine Staats- und völkerrechtliche Arbeit von Bbr. Gerhard H o 1 d h e i m : „Kraft eigenen Rechts und nicht aus Duldung", — den immer noch aktuellen Aufsatz des verewigten Chaim Arlosoroff „Die britische Verwaltung und das jüdische Nationalheim" sowie denjenigen von A s s a f über die arabischen Parteien, — ferner eine Anzahl Reden und Presseartikel aus jüdischen und englischen Lagern aller Richtungen, schließlich Aufsätze aus der arabischen Presse, Erwähnt seien hiervon besonders die wuchtige Ansprache Berl Katzenelsons an die jüdischen Arbeiter, ferner die innerjüdische Polemik über das Prinzip der hundertprozentigen jüdischen Arbeit zwischen Smilansky (im „Bustenai") und Lavie (im „Dawar"). Das Sammelheft erfüllt seinen Zweck, den in Erez Israel Eingewanderten, denen der Zugang zur hebräischen Presse mangels Sprachkenntnissen verschlossen ist, weitgehende Orientierungsmöglichkeit zu geben, ganz hervorragend und vielleicht noch besser, als dies eine geschlossen» Kampfschrift vermöchte. C. K. Niv^Hastudent Herausgegeben von der Vereinigung der Studenten in Erez Israel. Jerusalem, Siwan 696. Die „Allgemeine Studentenorganisation an der Hebräischen Universität Jerusalem" vertritt die Studentenschaft vor den dortigen Universitätsbehörden, unterhält ein Büro zur Arheitsver« mittlung, richtet Studentenlager für landwirtschaftliche Arbeit während der Ferien ein usw. Sie leistet fernerwichti^e kulturelle Arbeit, gibt auch regelmäßig eine eigene Zeitschrift, den un» ten besprochenen „Niv^Hastudent" heraus, dessen jüngstes Heft Herr Jehoschuah Bat Hillel uns freundlichst übermittelt hat. Schon die äußere Aufmachung dieses 64 Seiten starken Organs der Studierenden der Jerusalemer Universität macht einen sehr guten Eindruck durch die darauf verwandte Sorgfalt. Leider ist aus dem Hefte nicht zu ersehen, in welchen Abständen es erscheinen wird. Auch eine Nummerierung der Hefte wäre zweckmäßig. Der für uns äußerst interessante Inhalt der Schrift zerfällt in drei von der Redaktion streng geschiedene Teile: I Allgemeines, II Schöne Literatur und Studium und III Chronik. Die Schrift steht, wie nicht anders zu erwarten war, im traurigen Zeichen unserer tief bewegten Zeit; Beginnt bereits die erste Seite mit einer Liste der in den letzten Unruhen Gefallenen, auf die eine kurze Würdigung des Verlustes folgt, den das jüdische Volk durch das Ableben Sokolows erlitten hat, so lesen wir im nächsten Aufsatz „In den Spuren dieser Tage" von zwei Opfern aus der Mitte der Studenten^-, schaft, und Baruch Rubinstein setzt sich in seinem Aufsatz „Einige Zei-i chen der Zeit" mit dem Antisemitismus an den Hochschulen und im Kulturleben der Gola auseinander. Mit den internen Angelegenheiten der Universität befaßt sich ein Aufsatz „Schöpferischer Eifer" von Lewinsohn, der in der Aufforderung gipfelt, eine rein hebräische Atmosphäre unter der Stu- 271

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