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Der jüdische Wille · 1936-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1936) · page 3

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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DER JODISCHE WILLE ZEITSCHRIFT DES KARTELLS JÜDISCHER VERBINDUNGEN Die im J. W. abgedruckten Beiträge sind, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt ist, als personliche Meinungsäußerung des Verfassers anzusehen. Der »Jüdische Wille« ist nur für. Mitglieder des K. J.V. bestimmt. Weitergabe an Nichtmitglieder nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Präsidiums gestattet. 4. Jahrgang Januar/Februar 1936 Heft 1/2 Zum 25. Delegiertentag Von Kurt Tuchler, Zum ersten Male nach der völligen Aenderung der Verhältnisse in Deutschland treten Anfang Februar Delegierte der Zionisten aus allen Teilen des Reiches zu einer Tagung zusammen, Ueber die Aufgaben früherer Arbeitstagungen hinaus werden sie für das seit 1932 Getane und Unterlassene Rechenschaft zu verlangen, die Vertreterkörperschaften der ZVfD zu bestätigen bzw. neu zu bilden und die Richtlinien der künftigen politischen und praktischen Arbeit zu bestimmen haben. Eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe. Wenn der Geschäftsführende Ausschuß heute als Ziel der zionistischen Bemühungen in diesem Lande u. a. hinstellt, „die Judenheit in Deutschland zu einem geschlossenen und bewußten Teil des jüdischen Volkes umzuformen", so kann eine solche Zielsetzung, die den Weg aus der Enge bloßer Gruppenbildungen weist, unserer Zustimmung gewiß sein. Leider sind wir auch nach allen Erfahrungen dieser drei Jahre noch weit entfernt von einer wirklichen geschlossenen Zusammenfassung der jüdischen Kräfte im Zeichen des Zionismus. Daß fast 30 000 Juden seit dem 24. Delegiertentag von hier nach Palästina hinausgegangen sind; daß gegen das Programm von Basel: für das jüdische Volk eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina zu schaffen, kaum mehr ernstlicher Widerstand sich geltend macht; daß viele Nichtzionisten an unseren Arbeiten (KH, Umschichtung, Jugendalijah, Schule, Hebraisierung u. s. f., u. s. f.) praktisch teilnehmen — all das hat nicht dazu geführt, die Zionistische Organisation als solche in jenem Ausmaße zu stärken, wie der völlige Wandel der äußeren und inneren Situation der Juden hätte erwarten lassen. Eine solche Stärkung der Organisation ist und bleibt aber Voraussetzung für eine einheitliche und wirksame Politik. Alle großen politischen Erfolge sind in den letzten Jahrzehnten auf der Grundlage bedeutender Organisationen erzielt worden. Für die Juden, die in Palästina und in der Palästina zugewandten Galutharbeit zur Nation sich zu bilden trachten, gilt 3

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