Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- Heft 7 (November 1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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gegen ist es ausgezeichnet für Kursleiter als Handbuch. Dieses Buch, verbunden mit dem einschlägigen Material ist durchaus geeignet als Leitfaden, bei der Jugend und auch bei den Alten, die es manchmal auch nötig haben, zu rekapitulieren, benutzt zu werden. Georg Hirsch. Steimatzfcys Palästinaführung Im Verlage Steimatzky, Jerusalem, ist ein Reiseführer für Palästina erschienen, der sich nicht darauf beschränkt, ein geographischer Wegweiser für das Land zu sein, sondern der darüber hinaus seine Aufgabe darin sieht, zum Mittler zwischen altem und neuem Land zu werden. Dazu muß aber auch gesagt werden, daß das Land selbst es leicht macht, einen Reiseführer herauszubringen. Die verschiedenartige Bodenbeschaffenheit, das abwechslungsreiche Klima, geographische Lage, die Historie des Landes haben im Verlaufe der Jahrhunderte und im Zusammenhang mit der neusten Entwicklung Gegensätze mannigfacher Art auf allen Gebieten des Lebens hervorgerufen, die so die Möglichkeit bieten, lebendig und nicht in trockener Sachlichkeit über Land und Leute zu berichten. Der Führer umfaßt 1. die eigentliche Beschreibung der Fahrtrouten, Städte und Kolonien von Zev Vilany, die sehr klar und übersichtlich gegliedert ist, ferner einen umfassenden Abriß sogenannter Landeskunde Palästinas von unserem Bundesbruder Alfred Bonne. An der weiteren Ausarbeitung sind beteiligt: Dr. Max Osborn, als Mitarbeiter der deutschen Uebersetzung des kunstgeschichtlichen Ueberblicks, Walter Turnowsky, des Palestine & Egypt Lloyd hinsichtlich seiner Anmerkungen für Palästinareisen, Dr. Eig, der Leiter der Botanischen Abteilung der Hebräischen Universität für die Uebersieht der palästinensischen Flora, Dr. Haas, Leiter von der Hebräischen Universität über die Fauna Palästinas, sowie Dr. Max Meyer, Jerusalem für die Uebersetzung. Als Uebelstand empfindet man die Angaben der Bevölkerungszahl, die entweder geschätzt ist oder sich auf die Zählung der Palästinaregierung von 1931 stützt, dann also überholt ist. Es ist zu wünschen, daß endlich einmal hierüber exakte Untersuchungen angestellt werden, die uns alle brennend interessieren und die dann auch einem solchen Buche zugute kommen würden, wenn es mit Recht Anspruch erheben will, zuverlässiges Zahlenmaterial zu bringen. Reichliches Kartenmaterial, Literaturangaben, ein Anhang über Trans - Jordanien vervollständigen dieses Buch. — Diese Neuerscheinung versteht es, dem Touristen ein Bild Palästinas mit allen seinen Gegensätzen zu vermitteln, Vergangenheit geschickt in die Gegenwart zu verweben und die neue Entwicklung Palästinas bis zum Tage des Erscheinens dieses Buches bestmöglichst in instruktiver Weise darzustellen. Georg Hirsch. Kalender der jüdisdhen Künstlerhilfe Dieser jüdische Kalender, bei Dr. Herbert Löwenstein Kunstverlag, Berlin, erschienen, bereitet jedem an künstlerischen Dingen interessierten Juden viel Freude. Mit einer sehr großen Sorgfalt sind die Blätter mit ihrer Bild- und Textgestaltung und dem eigentlichen jüdischen Kalendarium von den Mitarbeitern — Dr. Max Osborn, Prof. Franz Landsberger, Erna Stein-Blumenthal — zusammengestellt worden. Der Rahmen des hier reproduzierten Materials geht in der Erkenntnis eines gesamt-jüdischen Erlebnisses über das , künstlerische Schaffen deutscher Juden hinaus, und aus den Blättern sprechen nicht nur die wesentlichsten Vertreter der jüdischen Kunst in Deutschland, wenn von einer solchen überhaupt die Rede sein kann, sondern eine Reihe von ostjüdischen Malern, zum großen Teil aus der Pariser Schule. Darüber hinaus vermittelt uns der Kalender einiges aus der jungen palästinensischen Kunst. J. R. 190