Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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25 Jahre Ruder VISt. Am 16. Februar feiern der Altherrenbund des Ruder-V. J, St. und der Jüdische Ruderclub Ivria gemeinschaftlich ihr 25jähriges Bestehen. Damit folgen sie der Hasmonäa und der Maccabäa-Berlin, die in den letzten Jahren ähnliche Jubiläen begangen haben. Wie diese beiden Verbindungen einmal Menschen von bestimmter, von einander verschiedener Prägung an sich zogen und, in Wechselwirkung, von diesen Menschen zu besonderen Gebilden im Rahmen des KJV. gestaltet wurden, so hat auch der Ruder-V. J. St. einen eigenen KJV.er-Typus geschaffen: den des naturverbundenen, kameradschaftlichen, geraden und, — auch an manchen Fragen des jüdischen Lebens — wirklichkeitsnäheren Zionisten, Als BJC. und KZV. sich zusämmschlossen, da haben die Ruderer die Fusion vorbildlich verwirklicht, indem sich die V.J.St.er der Ruderabteilung und die damals in der Ivria führenden KZV.er nicht nur im Rahmen des Kartells, sondern in einer Verbindung zusammenfanden. Die gut zionistische Tradition und der enge menschliche Zusammenschluß der Ruder-V.J.St.er hat sich in den Nachkriegsjahren oft als ein „gesunder" Faktor in der Entwicklung des Gesamt-KJV, erwiesen. — Und eben jetzt zeigen Ruder-V.J.St. und Ivria, an der Müggel wie in der Haifabucht, verheißungsvolle Ansätze zu neuem Leben im alten Geist. Darüber und über die 25 Jahre seiner Geschichte wird der Ruder-V.J.St. selber in einer Festschrift berichten. An dieser Stelle sei ihm und allen, die durch seine Schule gegangen sind, unser herzlicher Glückwunsch dargebracht. Kurt Tuchler. Zur Situation der zionistischen Arbeit in Deutschland. Von Hans Klee Wer eine Bilanz der letzten zwei Jahre zionistischer Arbeit in Deutschland ziehen will, darf sich nicht damit begnügen, da, wo es ihm nötig scheint, Kritik zu üben, wie das so häufig unsere Art ist, sondern er wird auch das gut und erfolgreich Geleistete hervorheben müssen. Hierzu gehören vor allem zwei Dinge: Die Position der Jüdischen Rundschau und der organisatorische Ausbau der ZVfD. Die Rundschau verdankt ihrem Redakteur, einem Publizisten von europäischem Format, was sie heute ist. Es ist kein Zufall, daß, wenn man mit Personen spricht, die noch vor nicht langer Zeit unserer Bewegung ablehnend gegenüber gestanden haben, sie in erster Linie auf die starken Eindrücke hinweisen, die ihnen in den Tagen des Umbruchs aus den Worten der Rundschau vermittelt wurden. Dort hat wirklich in einer bedeutsamen Stunde ein Mann, der viel mehr ist, als ein Journalist, eine Sprache gefunden, aus der ein Ton historischer jüdischer Größe wiederklang und die deshalb auch alles mitschwingen ließ, was in Juden) an jüdischem Gefühl lebendig war. Der organisatorische Ausbau der ZVfD., der natürlich nicht zuletzt der heute leichter gewordenen Propaganda zu danken ist, ist zweckvoll erfolgt Wer die leisten Nummern der ZVJD»-Slitter zur Hand nimmt und dort 4