Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- Heft 5 (November 1934)
- Date
- 1934-11-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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deren schändliche Kampfmethoden die Lüge/ die Verleumdung und die Gewalttat sind. Kein K.J.V.er hat das Recht, den Beschlüssen des Kongresses und anderer oberster nationaler Instanzen offen oder versteckt die Gefolgschaft zu versagen. Keine noch so emphatische Berufung auf die Bundesbrüderlichkeit, — die für uns nur bedeuten kann: Verbundenheit durch erhöhte Verpflichtungen — wird uns davon überzeugen, daß ein K. J. V. Existenzberechtigung hat, das von seinen Mitgliedern nicht mindestens Zweierlei fordern darf: Bewährung in Disziplin und politischer Moral« Erneut zur Entscheidung über diese Grundsätze aufgerufen, wird das K. J. V. in Palästina sich neu zu entscheiden haben. Das Ziel muß sein: Herstellung einer wahren und echten Einheit aller, die bei aller Verschiedenheit politischer Ansichten im Einzelnen dennoch sich verbunden wissen durch gleiche zionistische Pflichten und gleiche moralische Grundüberzeugungen. Erst dann wird auch das K. J. V, fruchtbare Arbeit in Erez Israel leisten können. Liste Ii Felix Rosenblüth, Felix Rosenblüth, Paul Hirsch, Kurt Blumenfeld, Moses Smoira, Gustav Krojanker, Heinz Hermann, Walter Preuß, Meinhold Nußbaum, Ludwig Mayer, Moscheh Kurz, Alfred Arnsdorf, Franz Brüll, Max Jacobson, Max Hirsch, Fritz Löwenstein, Moses Calvari, Siegfried Kanowitz, Julius Rosenfeld, Leo Rosenblüth, Heinrich Strauß, Sigmar Ginsburg, Ludwig Hirschbruch, Walter Csapski, Walter Deutschmann, Georg Wollstein, Boris Eisenstadt, Bruno Nathan, David Rosolio, Arnold Hildesheimer, Fritz Beer, Erich Hurwitz, Irvin Fisher, Izchak Töplitz, Edgar Heinemann, Gerhard Holdheim, Fritz Peyser, Erich Dresel, Walter Mannheim, Hermann Jacobi, Erwin'Rabau, Albert Hirsch, Ernst Böhm, Hans Lewin, Kurt Stein, Henry Anghel, Ernst Eisen, Max Buchmann, Hans Sacher, Kurt Levy, Julius Michels, Erich Goldberg, Hermann Steinitz, Julius Motulski, Siegfried Silberstein, Georg Landauer. Wahlaufruf der Liste Theodor Zlocisti Liebe Bundesbrüder, der bevorstehende Kartelltag hat eine Aufgabe: Durch klare, unzweideutige Beschlußfassung dem Kartell d i e Grundlage wiederzugeben, auf der es allein fortbestehen kann. Das bedeutet: Aufhebung der Revisionistenbeschlüsse, welche auf den beiden K.J.V.er-Tagungen des vorigen Jahres von dem Kreise des jetzt amtierenden Präsidiums durchgesetzt worden sind, und ausdrückliche Bestätigung des Grundsatzes, daß das K. J. V, seinen Angehörigen völlige Freiheit der politisch-zionistischen Ueberzeugung läßt. Wir fordern nicht nur, daß die Zugehörigkeit zu jeder zionistischen Kongreßpartei geduldet wird, sondern wir erblicken gerade die vornehmste heutige Aufgabe des K. J, V., dessen Tradition in seiner zionistische-politischen Neutralität verankert ist, dahin, der entsetzlichen Zerrissenheit des Jishuw das Beispiel einer zionistischen Körperschaft entgegenzustellen, für die der Zionismus eine bindende und verpflichtende Gewalt von solcher Stärke ist, daß Parteidifferenzen die Einheit dieser Körperschaft nicht zu erschüttern vermögen. Dem Jishuw dieses Beispiel zu geben, den Bundesbrüdern die politische Diskussion im bundesbrüderlichen Rahmen des K. J. V. und in anständiger Form zu ermöglichen — das ist die erzieherische Aufgabe, welche dem K. J. V. in diesem Zeitpunkt mehr als jemals gesetzt ist. 136