Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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als Umweg erscheint. Eine allgemeine Palästina-Arbeit des KJV dürfte daher nur auf dem umgekehrten Wege in Frage kommen, daß seitens des KJV in Palästina Anregungen, Vorschläge, Pläne gebracht werden, und daß für diese um das Interesse und die Mitarbeit der noch hier befindlichen Bundesbrüder geworben wird. Die Siedlungspläne einer Gruppe von Bundesbrüdern im Lande sind gegenwärtig noch nicht weit genug gediehen, um darüber substantiierte Mitteilungen zu machen. Gegenwärtig befindet sich Bbr. Konrad Jacoby im Lande und wird nach seiner Rückkehr eingehenden Bericht erstatten, insbesondere darüber, inwieweit von hier aus diese Projekte gefördert werden können. Gegebenenfalls werden dann in einem besonderen Rundschreiben genauere Angaben gemacht werden. Das Präsidium wendet jedenfalls dieser Angelegenheit seine besondere Aufmerksamkeit zu. Unsere Außenarbeit Bericht des Ruder-V.XSt. Es soll hier nur von der „Außenarbeit" gesprochen werden. Eine verhältnismäßig große Zahl unserer Bundesbrüder ist im Verlauf des letzten Jahres an den verschiedenen Stellen, so besonders im Palästinaamt, in der Ortsgruppenarbeit, in den Junggruppen tätig gewesen. Insofern unterschied sich die von uns geleistete Arbeit wohl nicht wesentlich von der anderer Altherrenbünde. Ueber ein anderes Arbeitsgebiet ist jedoch ausführlicher zu berichten, weil dieses wohl aus dem Rahmen dieser regelmäßigen Arbeit herausfällt. Bei dem Bestreben, die durch die Ereignisse des letzten Jahres aufgelockerten jüdischen Kreise zu erfassen, bot sich für uns als besonderes Gebiet die zionistische Arbeit in den bisher paritätischen Rudervereinen. Mitglieder dieser Vereine, die zionistischen Gedankengängen zugänglich geworden waren, gaben uns die Anregung, sie selbst und einen größeren Kreis von Mitgliedern mit jüdischen, insbesondere zionistischen Problemen vertraut zu machen. Hier war uns eine Aufgabe besonderer Art gestellt. In ständiger Zusammenarbeit mit der BZV haben wir für diesen Kreis im Juli 1933 die Arbeitsgemeinschaft „Ivria" (nicht identisch mit dem noch zu erwähnenden Ruderclub „Ivria") in Form einer kleinen lockeren Ortsgruppe gebildet, die wöchentlich einmal zusammenkommt. Die Teilnehmerzahl betrug durchschnittlich 50—60 Personen. Ursprünglich bestand der Kreis der Arbeitsgemeinschaft „Ivria" ausschließlich aus Nichtzionisten. Im Laufe der Zeit sind etwa 25—30 Teilnehmer in die BZV eingetreten, so daß wir aus diesen wiederum einen Aktivkreis gebildet haben, der für zionistische Propaganda besonders geschult wird. Diese Arbeit wird fortgesetzt. Das eigentliche Arbeitsgebiet für die jüngeren Bundesbrüder liegt in der Arbeit im seit langen bestehenden und uns befreundeten Jüdischen Ruderclub „Ivria". Seit einiger Zeit hat ein starker Zustrom zur „Ivria" eingesetzt. Demgegenüber hat sich die Zahl zionistisch fundierter Bundesbrüder sehr verringert, die geeignet wären, diese neuen Menschen zu erfassen. Für die wenigen, die noch hier sind, liegt hier eine dankbare Aufgabe. Diese Arbeit ist zur Zeit um so wichtiger, als es darauf ankommt, die „Ivria" zionistisch stark zu machen und sie in die Lage zu versetzen, ihre heute deutlich 86