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Der jüdische Wille · 1934-03-01 · Heft 2 (März 1934) · page 4

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 2 (März 1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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von KJVern stehen. Hier erhebt sich das Problem unseres Verhältnisses zum Hechaluz. Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, daß der Hechaluz die zentrale Hachscharahorganisation in Deutschland geworden ist, und daß auch unsere Bundesbrüder, soweit sie in die Hachscharah gegangen sind, fast restlos in den Hechaluz eingetreten sind. Angesichts des enormen Wachstums des Hechaluz, der heute in Deutschland 15 000 Mitglieder umfassen soll, und dem zahlreiche junge Menschen zweifellos aus äußeren Gründen zugeströmt sind, ist eine Mitarbeit von KJVern im Hechaluz im Interesse der Erziehung dieser Menschen und im Interesse des Aufbaus Palästinas von weittragender Bedeutung. Die Führer des Hechaluz sind bereit, die Erziehungsarbeit unserer Bundesbrüder im Hechaluz zu ermöglichen, um dadurch den Weg zu bereiten für eine Erziehung der künftigen Olim, die dem über«- parteilichen Geiste des KJV entspricht. Ueber die innerzionistischen Schwierigkeiten, die sich aus der Stellung des Hechaluz ergeben, muß man irgendwie hinwegkommen. Für die Altherrenarbeit muß zunächst grundsätzlich betont werden, daß keine zu große Divergenz zwischen dieser Arbeit und dem KJV als Jugendorganisation bestehen darf. Gerade, wenn das junge KJV zum größten Teile in die Hachscharah geht, verträgt es keine Altherrenorganisation, die an der zionistischen Arbeit nur peripher interessiert ist. Dieses sogenannte Altherrenproblem, das immer vorhanden war, ist dadurch verschärft worden, daß eine große Anzahl von alten KJVern, die die zionistische Arbeit in Deutschland trugen, und nach denen das KJV früher bewertet wurde, nach, Palästina gegangen sind. Die Frage ist, ob es gelingen wird, die verbliebenen Alten Herren in eine intensive zionistische Arbeit einzugliedern. Eine gewisse Hoffnung kann man daraus schöpfen, daß infolge der veränderten Situation viele alte Zionisten die Bedeutung des Zionismus für ihr persönliches Leben wieder neu erkannt haben. Die Berliner Zionistische Vereinigung, die jahrelang vielleicht der trägste Teil der zionistischen Bewegung in Deutschland war, hat viele alte Kräfte zurückgewonnen, ist zu neuem Leben erwacht und stellt heute vielleicht den aktivsten Teil der Zionistischen Vereinigung für Deutschland dar. Sehr zu überlegen ist die Form, in der die Alten Herren in die zionistische Arbeit eingefügt werden können. Man wird zunächst immer wieder den Versuch machen müssen, einzelne für allgemeine zionistische Aufgaben zu gewinnen, und hier sind die Aussichten vielleicht besser als früher, Weil heute größere und vielseitigere Möglichkeiten als früher bestehen. Palästinafragen z. B. und die Frage der jüdischen Schule sind heute im deutschen Zionismus aktueller denn je und sind geeignet, zionistische Kräfte auch aus dem Lager unserer Alten Herren heranzuziehen. Daneben besteht vielleicht die Möglichkeit, KJV-Gruppen als solche in die zionistische Arbeit einzufügen, indem Aktivkreise aus den KJV-Gruppen kollektiv zionistische Aufgaben übernehmen. Z. B. Propaganda, insbesondere in akademischen Kreisen oder Beschäftigung mit besonderen Palästinaprojekten, die auch zur Alijah eines Kreises führen kann. Diese letztere Aufgabe erfordert dann ein. Zusammenwirken mit dem KJV in Palästina, Die Konstituierung dieses palästinensischen KJV war im Augenblick einer größeren Einwanderung von KJVern notwendig, um eine Auffangstellung für diese KJVer zu schaffen und um die Eingliederung dieser KJVer in den Jischuw zu erleichtern. Das KJV dort darf allerdings nicht der Sammelpunkt derjenigen werden, die sich nicht in den Jischuw eingliedern können. Daher ist es zu begrüßen, daß sich das KJV in Palästina Aufgaben gestellt hat, die über den rein bundesbrüderlichen Zusammenhang hinausgehen, nämlich die Aufgaben der Führung der deutschen 4j

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