Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 95 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kurzum, die Marburger Beschlüsse drücken glücklicherweise nur den Willen einer kleinen Minderheit innerhalb der „F. J." aus, und sie werden und müssen schon deshalb fallen. Die Frage ist, was dann werden soll. II. Die Hauptschwierigkeit in der Organisation der „F. J." lag in der Zusammenfassung der verschiedenen Altersschichten zu einer Gemeinschaft, unter ein Gesetz. Die Studenten, die die „F. J." schufen, dachten dabei nicht an die Jugend der Schuljahre. Deren Problem hatten sie sich nicht klar gemacht, hatten sie noch nicht empfunden. In ganz konventioneller Einstellung scheinen sie diesen Teil der Jugend einfach als den durch die pädagogischen Autoritäten gefesselten und also zur Aktivität unfähigen, zum Gelöbnis der Tat unbefugten angesehen zu haben. Aber man hatte nun einmal — im Wandervogel, in der Germania, in der Freien Schulgemeinde, im Landschulheim — die Schuljugend mit in den Bund hineingezogen, und so mußte man in den Kauf nehmen, daß sie sich nicht ignorieren ließ. Bekanntlich ist es Wyneken gewesen, der ihr Interesse, von dem tatsächlich gar nicht die Rede war, auf dem Hanstein in den Vordergrund schob, oder vielmehr, der zuerst und als einziger dort die Idee der einen Jugend vertrat. Gerade im Hinblick auf diesen jüngeren Teil der Jugend geschah es ja vornehmlich, daß er die Bindung der „F. J." an Sonderziele bekämpfte. So kann man sagen, daß durch das bewußte und kräftige Sichregen der Schuljugend (oder ihrer Vertreter) das Schicksal der „F. J." entscheidend beeinflußt, ja, in eine andere Richtung gedrängt worden ist, als den Urhebern der Tagung vorschwebte. Erst auf der Tagung selber ging ihnen das Problem in seinem ganzen Umfange auf, erst dort trat ihnen der Gedanke der einen ideellen Jugend nahe. Und das Ergebnis war, wie recht und billig: daß die allgemeinere und am tiefsten gefaßte Jugendidee den Sieg davontrug; in diesem Falle die von der jüngeren Schicht getragene über die der älteren. Es gereicht diesen Älteren zur Ehre, daß sie, unvorbereitet, sich doch sogleich in diesen Gedanken der einen unteilbaren Jugend mit ihrem besonderen Wert und ihren eigenen aus dem 95