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Der Anfang · 1914-06-01 · Heft 2-3 (Juni 1914) · p. Seite 90

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Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 2-3 (Juni 1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 90 (sequence 54)
Language
German
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Verein umgewandelt, sogar mit der Möglichkeit des Ausschlusses von Mitgliedern (§ 3 b der Satzungen), entschieden die radikalste Weiterentwicklung gegenüber den früheren freistudentischen Abteilungen. Das Programm ist von ihr so formuliert: „Das Wesen einer stud.- pädag. Gruppe beruht nicht auf der Vermehrung des pädagogischen Wissens , . . sondern auf der Weckung des pädagogischen Willens . . Der Gruppe gehören im W.-S. 20 Mitglieder an. Es fand ein öffentlicher Vortrag von Professor Rosenthal über „Die Schularztfrage4* statt. In fünf Diskussionsabenden referierte man kapitelweise über Wyneken: „Schule und Jugendkultur" mit anschließender Diskussion. Das Fazit dieser Diskussionen soll nach beendeter Lektüre niedergeschrieben werden. Ein kleinerer Vortragsabend wurde über die „Vorbildung der Lehrerin" gehalten. Mit den Märchennachmittagen nach Jenaer Vorbild hatten die Göttinger keinen Erfolg, Man kollidiert mit Jugendpflegearbeit, die von anderer Seite getrieben wurde. Die befragten Schulbehörden äußerten sich außerdem gegen diese Art der »Zerstreuung" (!) der Kinder« Im S.-S. will man trotzdem Kinderausflüge einrichten. — Die Gruppe will sich dem Bunde für F. S. G. korporativ anschließen. Ein Überblick über die gesamte Gruppentätigkeit des verflossenen Winter-Semesters ergibt doch schließlich ein erfreuliches Bild gesunden Fortschritts, wenn es auch langsam geht und die starke Initiative der ersten Freiburger Tage immer noch dringend not tut. Die Anzeichen für das kommende Semester sind nicht schlecht. — An Publikationen aus unserer Bewegung oder über sie ist mir leider im verflossenen Semestet nichts zu Augen gekommen, außer dem obenerwähnten Vortrag Wynekens, einer Kritik des Breslauer Kongresses von P. Cauer im Februarheft des Säemanns und einem kurzen Tätigkeitsbericht in der pädagogischen Sondernummer der Zeitschrift „Die Tat" (Märzheft 1914). Ich bitte, mir künftig alle Drucksachen aus unserer Bewegung sofort nach Erscheinen zugehen zu lassen, sowie auch sonst, möglichst monatlich, über die Fortschritte der Arbeit an mich zu berichten. Papmeyer, Wittdün auf Amrunu Sommeradressen. Um allen Kameraden durch persönliche Berührung und Aussprache mit Kameraden aus anderen Städten Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz neue Anregung zu geben, schlage ich vor, die Sommeradressen alier Kameraden und Freunde zu sammeln. Euch allen, Anfangsleser, Sprechsäle usw. bitte ich, die Angaben möglichst bald, spätestens jedoch bis zum 5. Juli an meine Addresse (Hanns Günther Pollak, Wien II, Untere Donaustr. 13) zu senden. Wenige Tage später werde ich dann die Adressensammlung, übersichtlich nach Namen und Orten geordnet, an alle, die sich gemeldet haben, versenden. Zur Deckung der Spesen ersuche ich eine 20 Pf. (20- Hl.)- Marke beizulegen. 90

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